Persönliche Berichte

Komoren: Ein neues Zuhause für Nura

Eine zweifache Mutter hält in vielen Kämpfen an Jesus fest

(Open Doors, Kelkheim) – Nura* hat von jüngster Kindheit an die Spannung zwischen Islam und dem Glauben an Jesus hautnah erlebt. Doch als ihr islamischer Ehemann begann sie zu misshandeln und ihr verbot, die Versammlungen der Christen aufzusuchen, wurde diese Spannung für sie unerträglich. Nura durchlitt wegen ihres Glaubens harte Zeiten, doch auch heute ist ihr größter Wunsch, Jesus in jeder Lage treu zu bleiben.

Eine Frau in ein Tuch gehüllt sitzt auf einem Stein und blickt auf ein Gewässer
Nach harten Jahren blickt Nura heute hoffnungsvoll in die Zukunft

Wenn die Stimmung kippt …

Nura* ist 38 Jahre alt und lebt auf der Inselgruppe der Komoren, deren Bevölkerung zu 98 % aus Muslimen besteht. Ihre Mutter ist Christin, ihr Vater ein Muslim und Scheich (islamischer Anführer); er war bemüht, seine Kinder zu überzeugten Muslimen zu erziehen. Doch Nura fühlte sich seit jeher zum Glauben ihrer Mutter hingezogen und wuchs als Christin auf.

Als sie erwachsen war, wurde für sie eine Ehe arrangiert. Da ihr Bräutigam Muslim war, wollte Nura ihn unbedingt noch vor der Hochzeit über ihren Glauben informieren. Er hatte kein Problem damit, doch dies änderte sich nach der Geburt ihrer beiden Kinder. Er begann, seine Frau immer stärker zu kontrollieren, und wurde zusehends besitzergreifend. Schließlich durfte Nura nicht einmal mehr das Haus verlassen, um sich mit anderen Christen zu treffen. Als sie sich weigerte, seinen Anweisungen zu folgen, begann ihr Mann, sie körperlich zu misshandeln. Im Jahr 2017 konnte Nura die Situation nicht mehr ertragen und floh mit ihren Kindern aus dem Haus.

Auf sich allein gestellt, erlebte Nura eine sehr harte Zeit. Sie verdingte sich als Köchin und Putzkraft in den Häusern anderer Leute, um sich und ihre Kinder ernähren zu können. Doch sobald ihr Glaube an Jesus bekannt wurde, reagierten die Menschen mit Ablehnung und wollten ihre Dienste nicht mehr annehmen. Ähnlich ging es ihr mit Wohnungsbesitzern, die Nura wegen ihres Glaubens die Mietwohnung kündigten.

„Ich habe nie zugelassen, dass mich etwas von Jesus abbringt“

Als unsere lokalen Kontaktpersonen kurz nach ihrer Flucht 2017 mit Nura sprachen, sagte sie: „Ich habe Jesus Christus von klein auf kennengelernt. Ich habe nie zugelassen, dass mich irgendetwas von ihm abbringt, egal wie groß die Herausforderungen sind. Denn in der Bibel sagt Jesus, wenn du mich vor den Menschen verleugnest, werde ich dich vor dem Vater verleugnen, also hat ein Leben ohne ihn keinen Sinn.“

Vor Kurzem hat Nura einen christlichen Mann geheiratet und ist voller Dankbarkeit für ihr Leben und ihre Familie. Doch auch wenn die Zeit größter Not vorbei ist, hat sie einen tiefen Wunsch: „Ich bitte euch, für mich zu beten, damit ich Jesus weiter treu bleibe und nicht von seinem Weg abkomme […] und das Werk Gottes tue. Und betet für meine Familie, denn meine Familie ist nicht auf dem Weg Gottes, sondern auf dem Weg der Finsternis.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Nura und die Christen auf den Komoren:

  • Danken Sie Gott für Nuras hingegebenen Glauben und Gottes Treue in ihrem Leben.
  • Beten Sie für ihre Familie, dass Jesus den Menschen begegnet, die Nura so am Herzen liegen.
  • Beten Sie für alle Christen auf den Komoren, die wegen ihres Glaubens Druck und Verfolgung erleben: dass Jesus ihren Glauben stärkt und sie in eine Gemeinschaft mit anderen Christen stellt.
  • Beten Sie, dass Jesus seine kleine Gemeinde auf den Komoren immer wieder neu belebt und sie zu einem Licht für die Menschen in ihrem Umfeld werden lässt.

Vielen Dank für Ihr Gebet

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