Persönliche Berichte

Mosambik: Immer noch am Leben – „Gott hat mich nicht verlassen!“

Extremisten verüben immer neue Überfälle und hinterlassen eine Spur des Schreckens

(Open Doors, Kelkheim) – Anfang 2021 griffen mutmaßliche Dschihadisten, die lokal als „al-Shabaab“ bekannt sind, Lorenas* Dorf im Norden von Mosambik an. „Diese bösen Menschen kamen und haben uns zerstört. Sie haben uns in Armut gestürzt, jetzt haben wir nichts mehr ... Sie haben alles zerstört und verbrannt“, erklärt Lorena. Dass sie überlebt hat, ist für sie ein Zeichen von Gottes Treue. Aber sie und die anderen Überlebenden aus ihrem Dorf brauchen unser Gebet!

„Meine Beziehung zu Gott ist gut; ich lese die Bibel und habe sie immer bei mir“ sagt Lorena
„Meine Beziehung zu Gott ist gut; ich lese die Bibel und habe sie immer bei mir“, sagt Lorena

„Meine Kinder brauchten mich“

Das gesamte Dorf wurde von dem Angriff der Aufständischen überrascht. Die Männer waren beim Fischen, und die Frauen und Kinder waren im Dorf und gingen ihrer Arbeit nach. „Wir hörten, dass sie kamen. Also verließen wir unser Dorf und flohen auf unsere Felder. Aber unsere Männer waren beim Fischen und wurden gefangen genommen, als sie ans Ufer kamen.“ Kurz darauf wurden auch die Geflohenen entdeckt und mit Waffengewalt ins Dorf zurückgebracht.

Was dann geschah, ist selbst für Außenstehende nicht leicht zu ertragen. Lorena beschreibt, wie die Angreifer die Männer des Dorfes enthaupteten, während ihre Frauen und Kinder zusehen mussten. Anschließend überließen sie die Überlebenden sich selbst.

Lorena floh mit ihren Kindern Richtung Süden, um den Ort der schrecklichen Erinnerungen weit hinter sich zu lassen. „Ihr werdet mir vielleicht nicht glauben, aber ich war 22 Tage lang ohne Essen unterwegs; meine Gedanken waren in Aufruhr, aber meine Kinder brauchten mich.“ Der Weg durch den Wald war hart, aber wenigstens die Kinder brauchten dringend Nahrung. Lorena berichtet: „Wir versuchten, etwas zu essen zu finden, aber es gab nur so etwas wie grüne Bananen (Kochbanane), die wir kochen mussten, um sie genießbar zu machen.“ Schließlich fanden sie und ihre Kinder Zuflucht bei Verwandten in einer größeren Stadt.

Äußerlich versorgt, innerlich tief verwundet

Selbst jetzt, nach vielen Monaten, treibt die Erinnerung an den Angriff auf ihr Dorf Lorena die Tränen in die Augen. Doch ihr Glaube an Gott scheint ungebrochen. „Ich vertraue auf niemanden sonst, nur auf Gott und Jesus Christus. Denn er hat mich nicht verlassen ... Er bewahrt mich und meine Familie, deshalb sind wir noch am Leben.“

Im Jahr 2021 leistete Open Doors Nothilfe für fast 4.000 Vertriebene in Mosambik, darunter Lorena und ihre große Familie. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirche stellten wir Bibeln, Lebensmittel, Küchenutensilien, Bettwäsche, Mehrzweck-Stofftücher und andere lebensnotwendige Güter zur Verfügung.

„Ich danke euch so sehr. Es hilft mir, weil ich meinen Kindern etwas zu essen geben kann. Möge er euch segnen und euch immer beschützen“, sagt Lorena.

Doch auch wenn sie äußerlich derzeit versorgt ist, sind die schrecklichen Erinnerungen wie frische Wunden in ihrer Seele. Sie und viele andere brauchen innere Heilung – sie brauchen unsere Gebete.

*Name geändert

Bitte beten Sie für Lorena und die Christen in Mosambik!

  • Danken Sie Gott dafür, dass Lorenas Vertrauen in Gott trotz der schrecklichen Erlebnisse ungebrochen scheint.
  • Beten Sie, dass Jesus ihr, ihren Kindern und den vielen anderen Opfern der sinnlosen Gewalt seinen übernatürlichen Trost schenkt; dass er sie innerlich heilt und befreit.
  • Beten Sie um Stärkung für die Gemeinde Jesu in Mosambik, die durch die wiederkehrenden Angriffe im Norden des Landes vor großen Herausforderungen steht.
  • Beten Sie für die Aufständischen, dass Jesus ihnen die Augen öffnet, so dass sie ihn erkennen und vor weiterer Gewalt zurückschrecken.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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