Weltverfolgungsindex 2026

Mosambik

Christenverfolgung in Mosambik

Berichtszeitraum: 1. Oktober 2024 – 30. September 2025

1. Überblick

Die Verfolgung von Christen in Mosambik ist auf eine Reihe komplexer Faktoren zurückzuführen, die ein düsteres Bild für die Zukunft der Religionsfreiheit in dem Land zeichnen.

Erstens hat die Anwesenheit islamistischer Milizen, vor allem in den nördlichen Regionen, das Leben für christliche Gruppen und Gemeinschaften zunehmend gefährlich gemacht. Diese Extremisten haben eine Welle der Gewalt losgetreten. Christliche Versammlungsorte werden angegriffen, religiöse Leiter entführt und viele Christen getötet. Dabei handelt es sich nicht um Einzelaktionen; die Angriffe sind vielmehr Teil einer breit angelegten ideologischen Kampagne zur Durchsetzung einer strengen Auslegung des islamischen Rechts – was Christen zu einem konkreten und leichten Ziel macht.

Zweitens verschärft der Einfluss der Drogenkartelle die ohnehin schon angespannte Situation. Mosambik hat sich zu einer bedeutenden Drehscheibe des internationalen Drogenhandels entwickelt. Das hat zur Folge, dass die Kartelle großes Interesse daran haben, bestimmte Landesteile zu kontrollieren. Jugendmitarbeiter der Kirchen, die sich in der Gesellschaft oft für Veränderungen einsetzen, werden aus diesem Grund Opfer von gewaltsamen Übergriffen und Einschüchterungen. Die kriminellen Organisationen betrachten jede Form von organisierter sozialer Aktivität, einschließlich kirchlicher Angebote, als Bedrohung ihrer Kontrolle über die örtliche Bevölkerung.

Zum Dritten verschlimmert die Haltung der Regierung zur Religionsfreiheit das Problem weiter. Staatliche Vorschriften und Vorgehensweisen schränken die Freiheit ein, Gottesdienste abzuhalten und religiöse Überzeugungen offen zu äußern. Die Kirchen sind mit bürokratischen Hürden konfrontiert, es gibt Einschränkungen für den Religionsunterricht, und wenn Christen ihren Glauben öffentlich bekennen, führt das häufig dazu, dass sie einer Kontrolle unterzogen und manchmal sogar verhaftet werden.

Und schließlich führt der anhaltende Krieg gegen die Dschihadisten zu einer zusätzlichen Verschärfung der Lage. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungskräften und extremistischen Gruppen geraten Christen immer wieder zwischen die Fronten. Sie sind nicht nur Opfer extremistischer Gewalt, sondern leiden auch unter den Kollateralschäden, die durch militärische Einsätze verursacht werden.

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Das nachfolgende Länderprofil ist ein übersetzter Auszug aus den ausführlichen Berichten von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors. Dieses deutsche Länderprofil finden Sie hier auch als PDF zum Download.

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2. Hintergrund

Mosambik wurde 1975 von Portugal unabhängig. 1992 konnte der Bürgerkrieg mit einem von den Vereinten Nationen ausgehandelten Friedensabkommen zwischen der damals einzigen Partei, der „Frente de Libertação de Moçambique“ („Front für die Befreiung Mosambiks“, FRELIMO), und den Rebellen des „Resistência Nacional Moçambicana“ („Nationalen Widerstands Mosambiks“, RENAMO) beendet werden. Es folgten stetige wirtschaftliche und politische Fortschritte. Diese wurden allerdings ab dem Jahr 2012 durch das Wiederaufflammen von Spannungen und Gewalt zwischen FRELIMO und RENAMO beeinträchtigt. Nachdem sich die FRELIMO im Jahr 2019 trotz umstrittener Wahlergebnisse an der Macht hielt, brachen erneut Kämpfe aus. Die Organisation Human Rights Watch stellt in einem Bericht zu Mosambik fest, dass die rechtliche und politische Lage im Jahr 2024 nach wie vor durch erhebliche Herausforderungen gekennzeichnet ist – unter anderem durch die anhaltende politische Vorherrschaft der Regierungspartei FRELIMO sowie durch die weitverbreitete Korruption und die fortwährenden Sicherheitsprobleme.

Seit Oktober 2017 kam es im Norden des Landes immer wieder zu Angriffen islamistischer Milizen, bei denen viele Christen getötet und christliche Häuser niedergebrannt wurden. Die islamistische Gruppe „al-Sunnah Wal Jammah“ (ASWJ) hat dazu aufgerufen, christliche Symbole zu beseitigen, und in einigen Teilen der Provinz Cabo Delgado hat sie die Häuser von Christen angegriffen. Christen sind vor den Angriffen der Dschihadisten aus ihren Wohnorten geflohen. Die Koalitionstruppen der „Southern African Development Community“ („Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika“, SADC) und die Truppen Ruandas konnten zusammen mit Militärberatern aus anderen Ländern die Dschihadisten erfolgreich zurückdrängen. Dennoch führten diese im Januar 2024 eine Reihe koordinierter Angriffe im Distrikt Mocímboa da Praia durch, wobei zehn Christen starben und mehr als 200 Gebäude, darunter eine Kirche, zerstört wurden. Diese gewaltsamen Angriffe standen im Zusammenhang mit einer größeren Kampagne des sogenannten Islamischen Staates (IS), die den Titel trug „Tötet sie, wo immer ihr sie findet“ und sich ausdrücklich gegen Christen richtete. Der Sprecher der Gruppe, Abu Hudhayfah al-Ansar, hatte die Kampagne angekündigt. Die Organisation „International Crisis Group“ berichtete, dass „die nördliche Provinz von Mosambik, Cabo Delgado, nach wie vor in einen Konflikt verwickelt ist. Dieser ist vor allem auf die Präsenz der ASWJ zurückzuführen, welche mit dem sogenannten Islamischen Staat (IS) verbunden ist. Trotz der Bemühungen der SADC und anderer ausländischer Streitkräfte konnte der Aufstand nicht vollständig niedergeschlagen werden. Mittlerweile sind die SADC-Truppen abgezogen worden, weil deren Mandat am 15. Juli 2024 ausgelaufen war, und es wurden Wahlen in Mosambik durchgeführt. Damit allerdings wurden die Sicherheitslage und die politische Landschaft des Landes noch komplexer und schwieriger.“

Die Einwanderer aus Südasien und die Bevölkerung der nördlichen Provinzen sind überwiegend muslimisch, vor allem an der Küste. In einigen Gebieten im nördlichen Landesinneren gibt es eine hohe Dichte an christlichen Gemeinden. In den nördlichen Gebieten, die unter dem Einfluss islamistischer Milizen stehen, müssen Christen (insbesondere Konvertiten aus dem Islam) ihren Glauben verheimlichen. Andernfalls riskieren sie, angegriffen oder getötet zu werden. In den südlichen und zentralen Regionen ist die Zahl der Christen größer, aber dort leben auch Muslime.

Nach Angaben des Berichts zur internationalen Religionsfreiheit 2024 des US-Außenministeriums gibt es im Land römisch-katholische, evangelikale beziehungsweise pfingstkirchliche und anglikanische Kirchengemeinden (absteigend nach Größe der Konfessionen).

Weltanschauungen

Anhänger

%

Christen

19.937.000

55,6

Muslime

6.345.000

17,7

Hindus

59.000

0,2

Buddhisten

3.800

< 0,1

Anhänger ethnischer Religionen

9.325.000

26,0

Juden

210

< 0,1

Bahai

4.500

< 0,1

Atheisten

26.600

0,1

Agnostiker

125.000

0,4

Andere

8.000

< 0,1

3. Gibt es regionale Unterschiede?

In der nördlichen Provinz Cabo Delgado und den angrenzenden Gebieten finden die schwersten Verletzungen der Religionsfreiheit von Christen statt. Dort verüben die mit dem IS verbündeten Milizen gewaltsame Angriffe.

4. Was sind die stärksten Triebkräfte der Verfolgung?

Islamische Unterdrückung

Seit 2017 kommt es immer wieder zu Angriffen auf Christen durch Kämpfer der dem IS nahestehenden islamistischen Gruppe ASWJ. Tausende mussten deshalb bereits aus ihren Häusern fliehen. Die Fähigkeiten und der Einflussbereich dieser Kämpfer nehmen stetig zu. Die Gruppierungen finanzieren sich durch die Zusammenarbeit mit Drogenkartellen und durch die Korruption, in die einige Regierungsbeamte des Landes verwickelt sind.

Unterdrückung durch den Clan oder Stamm

In abgelegenen Gebieten sehen Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen es als Bedrohung an, dass Christen immer aktiver das Evangelium weitergeben. Deshalb widersetzen sich Führer von Clans und Stämmen oft derartigen Aktivitäten der Kirchen.

Diktatorische Paranoia

Die Regierung von Mosambik stellt keine vollständige Demokratie dar. Sie ist nach wie vor repressiv und übt Druck auf einige Kirchen aus, die Regierungspolitik zu unterstützen. Die Verfassung verbietet jegliche religiöse Einflussnahme in öffentlichen Bildungseinrichtungen. Einige Behörden erlegen religiösen Gruppen auch komplizierte Registrierungsbestimmungen auf. Die Regierung schränkt die Berichterstattung zur Lage der Gewalt im Norden Mosambiks ein.

Organisiertes Verbrechen und Korruption

Mosambik weist ein hohes Maß an organisierter Kriminalität auf. Drogen, Waffen und illegale Produkte von Wildtieren, wie Elfenbein, werden in großem Umfang in den Häfen gehandelt. Die islamistische Gruppe ASWJ betreibt illegalen Handel zur Finanzierung ihrer Aktivitäten. Kirchen, die sich in der Arbeit unter Jugendlichen und kriminellen Banden engagieren, werden von Kartellen bedroht und gewaltsam angegriffen.

5. Welche Christen sind von Verfolgung betroffen?

Christen aus traditionellen Kirchen

Zu den traditionellen Kirchen im Land gehören die römisch-katholische, die anglikanische und die orthodoxe Kirche. Sie werden häufig von Kämpfern der Miliz ASWJ angegriffen.

Christen anderer religiöser Herkunft (Konvertiten)

Zu den Konvertiten im Land gehören Christen muslimischer Herkunft sowie Christen, die zuvor einer traditionellen afrikanischen Religion angehört haben. Ferner zählen auch Christen dazu, die von einer Denomination zu einer anderen übergetreten sind. Konvertiten muslimischer Herkunft, die im mehrheitlich islamischen Norden leben, werden besonders schwer verfolgt. Diese Konvertiten werden sehr häufig Opfer von Angriffen extremistischer Muslime.

Christen aus protestantischen Freikirchen

Zu den protestantischen Freikirchen gehören Baptisten- und Pfingstgemeinden. Christen aus diesen Kirchen werden regelmäßig bedroht und angegriffen, weil sie aktiv das Evangelium weitergeben.

6. Wie erfahren Christen Druck und Gewalt?

Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Privatleben 9.3
Familienleben 8.5
Gesellschaftliches Leben 13.9
Leben im Staat 8.4
Kirchliches Leben 12.5
Auftreten von Gewalt 16.1

Privatleben

In den nördlichen Gebieten, die unter dem Einfluss islamistischer Milizen stehen, müssen Christen (insbesondere Konvertiten aus dem Islam) ihren Glauben verheimlichen. Andernfalls riskieren sie, angegriffen oder getötet zu werden.

Familienleben

Im Norden, wo sich die Dschihadisten ausbreiten, ist es gefährlich, Kinder gemäß des christlichen Glaubens zu erziehen. Dies gilt insbesondere für Gebiete, aus denen sich die Regierungstruppen zurückziehen mussten. Auch in den Dorfgemeinschaften und Nachbarschaften sowie in den Schulen sind Christen Schikanen und Diskriminierung ausgesetzt. Kinder von evangelikalen Christen stehen in einigen Gebieten mit überwiegend katholischer Bevölkerung vor ähnlichen Problemen.

Gesellschaftliches Leben

Im Norden des Landes sind christliche Frauen und Mädchen in Gefahr, von islamistischen Aufständischen entführt zu werden. Zu diesen Entführungen kommt es häufig nach Überfällen auf Dörfer. In Cabo Delgado wurden Christen schikaniert, weil sie nach Ansicht der islamistischen Aufständischen nicht nach den muslimischen religiösen Standards lebten.

Leben im Staat

Im Norden wurden viele Kirchen und christliche Symbole mutwillig zerstört. Obwohl die Kirche in der postkolonialen Ära eine wichtige Rolle im Demokratisierungsprozess gespielt hat, unterdrückt die Regierung unliebsame Ansichten der Kirche zu Themen wie den Menschenrechten. Die Regierung berät derzeit über einen neuen Gesetzentwurf, der eine strengere Regulierung von Religionsausübung vorsieht.

Kirchliches Leben

Christliche Predigten werden von den Behörden häufig auf regierungskritische Äußerungen hin überprüft, und im Norden werden sämtliche kirchliche Aktivitäten von Dschihadisten kontrolliert. Die Regierung zögert die Erteilung von Kirchenlizenzen bewusst hinaus und bereitet weitere gesetzliche Einschränkungen vor. Ähnlich wie das Gesetz in Ruanda verlangt auch die Regierung Mosambiks staatlich ausgebildete Gemeindeleiter und will verhindern, dass kleine kirchliche Gruppen sich ausbreiten.

Beispiele für das Auftreten von Gewalt

Am 25. Oktober 2024 griffen bewaffnete islamistische Milizen das Dorf Nkoe im Distrikt Macomia an. Sie brannten Kirchen nieder, töteten mehrere Christen und zerstörten ihr Eigentum. Am darauffolgenden Tag wurden im Dorf Mandela drei Christen enthauptet. Die Tat sollte die einheimischen Gläubigen terrorisieren und sie zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Am 22. Juli 2025 drangen islamische Extremisten in das Dorf Intutupue ein und enthaupteten fünf Christen. Sie warfen ihnen vor, sich nicht der Herrschaft der Dschihadisten unterwerfen zu wollen.

Die Angreifer erklärten die Morde zu einer Warnung an andere christliche Gemeinden in Cabo Delgado. Am 3. Mai 2025 starteten bewaffnete Milizen einen großangelegten Angriff auf Mucojo, eine mehrheitlich christliche Küstenstadt in Cabo Delgado. Bewaffnete islamistische Aufständische brannten mindestens drei Kirchen nieder, zerstörten über 50 christliche Häuser und plünderten christliche Geschäfte. Mindestens vier Christen wurden getötet, Dutzende flohen, um der Hinrichtung zu entgehen.

7. Entwicklung in den letzten 5 Jahren

Jahr

Platzierung

Punktzahl

2026

39

69

2025

37

68

2024

39

68

2023

32

68

2022

41

65

Mosambik erreichte in dem Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2026 69 Punkte, das ist ein Punkt mehr als im Vorjahr. Der Anstieg ist ausschließlich auf eine Zunahme der Gewalt zurückzuführen und spiegelt die anhaltende Instabilität im Land wider. Dies gilt insbesondere in der nördlichen Region, in der dschihadistische Aktivitäten weiterhin stark verbreitet sind. Christen in Mosambik erleben verschiedene Formen von Druck. In der Provinz Cabo Delgado kommt die größte Gefahr von ISIS-Mosambik (auch bekannt als Ahlu-Sunna Wa-Jama’a oder ASWJ). Diese islamistischen Extremisten verüben wiederholt Angriffe, überfallen Dörfer, entführen Menschen und zwingen Gemeinden unter ihre Kontrolle.Ihre Aktionen haben große Teile der Provinz destabilisiert. Dadurch entsteht ein Klima, in dem die christliche Identität gezielte Feindseligkeit auslösen kann. Die Präsenz von Drogenkartellen in bestimmten Gebieten hat das Leben der Christen weiter erschwert und insbesondere kirchliche Initiativen, die sich auf die Arbeit unter Jugendlichen konzentrieren, gestört. Außerdem leiden Christen unter der allgemeinen Atmosphäre von organisierter Kriminalität und Korruption sowie unter einer Regierung, die von autoritärer Paranoia geprägt ist. Diese Kräfte setzen religiöse Gemeinschaften in verschiedenen Landesteilen unter Druck. Sie schränken ihre Freiheit ein, offen zu wirken, und machen sie anfällig für willkürliche Eingriffe durch lokale Behörden oder kriminelle Netzwerke, die straffrei agieren können.

8. Sind Frauen und Männer unterschiedlich von Verfolgung betroffen?

Frauen

Zu den häufigsten Verstößen, von denen christliche Frauen und Mädchen betroffen sind, gehören sexuelle Belästigung, Vergewaltigung und Zwangsheirat, was auf die Überfälle islamistischer Milizen zurückzuführen ist. In den Gebieten, in denen Dschihadisten und ihre Zellen Einfluss ausüben, gab es zahlreiche Berichte über Entführungen. „Christliche Mädchen wurden als Kriegstrophäen entführt“, so ein Experte für das Land. Neben der Zwangsheirat werden diese Mädchen auch für die Zwangsarbeit und sexuelle Sklaverei missbraucht. Christliche Konvertitinnen, die sich vom Islam oder traditionellen afrikanischen Religionen abgewandt haben, sind schutzlos dem Druck der Familie ausgesetzt. Die Konsequenzen sind zum Beispiel Zwangsheirat, Verweigerung des Erbes und Verlust des Sorgerechts für die Kinder.

Männer

Islamische Unterdrückung ist die häufigste Triebkraft hinter der Verfolgung von Christen in Mosambik, was auf die Rolle islamistischer Aufständischer zurückzuführen ist. Berichten zufolge sind christliche Männer und Jungen bei Angriffen getötet worden; in anderen Fällen haben sie ihr Ackerland und ihren Besitz verloren, was ihre Familien in wirtschaftliche Not gebracht hat. Einige Jungen wurden zudem von Milizen zwangsrekrutiert. Laut einem Experten für das Land werden „junge Männer in die Reihen der Aufständischen zwangsrekrutiert, ältere Männer dagegen werden getötet, weil sie als schwach gelten und sie die Aufständischen in ihrem Kampf nicht unterstützen können“.

9. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Berichten zufolge fallen immer wieder auch Muslime den Angriffen der ASWJ zum Opfer. Kleinere religiöse Minderheiten – wie Hindus, Buddhisten, Bahai und Juden – erleben zwar nicht offensichtliche, aber anhaltende Probleme. Sie stoßen oft auf bürokratische Verzögerungen bei Registrierungen, haben nur begrenzten Zugang zu Grundstücken für Gottesdienste und bleiben gesellschaftlich weitgehend unsichtbar. In manchen Regionen, vor allem dort, wo die großen Religionen starken Einfluss haben, berichten Minderheiten von Schwierigkeiten, Genehmigungen für religiöse Veranstaltungen zu bekommen oder Schulen zu gründen. Viele dieser Gruppen arbeiten ohne formellen Schutz und ohne echte Beteiligung am nationalen Dialog über Religion.

Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung folgt immer noch traditionellen afrikanischen Religionen. Die meisten Anhänger dieser Religionen leben in entlegenen Regionen des Landes. Berichte über Verfolgung liegen nicht vor. Viele wenden sich dem Glauben an Jesus Christus zu.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für Mosambik:

  • Beten Sie um Perspektiven für die von Armut und Arbeitslosigkeit frustrierten Jugendlichen, damit sie sich nicht extremistischen Gruppen oder dem organisierten Verbrechen anschließen.
  • Beten Sie um politische Stabilität und um Frieden in Mosambik, sodass Christen ihre Gottesdienste ohne Furcht vor Anschlägen besuchen können, insbesondere im Norden des Landes.
  • Beten Sie für die Gemeinden, die Tausende von vertriebenen Familien aufgenommen haben, um Kraft und einen liebevollen Umgang miteinander.
  • Beten Sie, dass die extremistischen Milizen und Drogenkartelle ihren Einfluss verlieren und stattdessen Jesus begegnen.

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