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Nigeria: Gefangen, weil sie an Jesus festhält

Junge Christin schlägt Freilassung aus / Eltern zwischen Stolz und Trauer

(Open Doors, Kelkheim) – Leah wollte gerade mit den anderen Mädchen in den Bus einsteigen. Nach vier Wochen Gefangenschaft würden sie endlich zu ihren Familien zurückkehren, die schon sehnsüchtig warteten. Doch dann forderten die Männer Leah als einzige Christin in der Gruppe auf, den islamischen Glauben anzunehmen. Die 15-Jährige weigerte sich und blieb als einzige von über 100 Mädchen zurück in den Händen von Boko Haram.

„Halte fest an Christus, Leah!“

Für Leahs Eltern Natha und Rebecca Sharibu war die Nachricht niederschmetternd, die sie durch Leahs ehemalige Mitgefangene erfuhren. Dennoch sagt Natha: „Ich bin sehr traurig, aber gleichzeitig freue ich mich auch, weil meine Tochter Christus nicht verleugnet hat.“ Er zeigte sich beeindruckt von der tiefen Überzeugung und dem Glauben seiner Tochter, durch den sie selbst im Angesicht des Todes gegenüber Boko Haram an Christus festgehalten habe. „Ich weiß nicht, was ich an ihrer Stelle getan hätte. Das Zeugnis meiner Tochter hat mich näher zu Christus gezogen. Ich bin ein stolzer Vater und rufe sie auf, Gott treu zu bleiben … Halte fest an Christus, Leah!“
 

Eltern und Großmutter von Leah Sharibu
Bild: Eltern und Großmutter von Leah Sharibu

 

Leah selbst hatte ihren zurückgekehrten Schulfreundinnen bei deren Abreise eine Botschaft speziell für ihre Mutter mitgegeben: „Meine Mutter, du solltest nicht beunruhigt sein. … Deine Worte aus unseren Morgenandachten stehen mir vor Augen, dass Gott Menschen in Not besonders nahe ist. … Ich bin zuversichtlich, dass ich dich eines Tages wiedersehen werde. Wenn nicht hier, dann in der Geborgenheit unseres Herrn Jesus Christus.“

Erinnerungen an Chibok – Gebet als Gebot der Stunde

Die Entführung der Mädchen aus der Stadt Dapchi am 19. Februar hatte schlimme Erinnerungen an die Ereignisse in Chibok geweckt. Von den dort ursprünglich 276 Entführten werden weiterhin über 100 vermisst. Am 14. April jährt sich der Überfall zum vierten Mal. Während die Eltern in Chibok schon seit Jahren für ihre Töchter beten und um sie kämpfen, reagierten Christen wie auch viele Muslime in Dapchi betroffen auf die Nachricht von Leah. „Alle Kirchen in Dapchi beten“, berichtet Daniel Auta, einer der lokalen Pastoren. Zweimal habe man bereits eine dreitägige Fastenzeit ausgerufen. „Und in den Häusern wird weitergebetet.“

Bitte beten Sie für die entführten Christen wie Leah und ihre Familien in Nigeria:

  • Danken Sie für Leahs starken Glauben und ihre Entschlossenheit, Jesus treu zu sein.
  • Beten Sie für Leah und andere entführte Christen – etwa die weiterhin vermissten Mädchen aus Chibok: dass Jesus sie schützt, dass sie wieder freikommen und ein Zeugnis für ihre Entführer sind.
  • Beten Sie um Trost und Durchhaltevermögen für die Angehörigen der Entführten; dass sie nicht verzweifeln, sondern Gott weiter vertrauen.
  • Beten Sie um Gottes Wirken an den Herzen der Entführer.


Kürzlich hat Open Doors die Eltern der entführten Mädchen aus Chibok besucht. In diesem Video berichten sie, wie es ihnen vier Jahre nach dem Vorfall geht.

 

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