Für den Gemeindebrief

Nordkorea: Nummer EINS

 

2015_12_04_Gemeindebrief_Nordkorea_165x163(Open Doors) – Im Januar 2016 wird der neue Open Doors Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Derzeit steht Nordkorea auf Platz 1. Unter Kim Jong Un werden Christen extrem hart verfolgt. Werden sie entdeckt, landen sie im berüchtigten Gefängnissystem des Regimes und werden zusätzlich zu Zwangsarbeit über Jahre gefoltert. Viele sterben an den Torturen. Es gibt Gefängnisse für gewöhnliche Kriminelle und andere für politische Häftlinge, deren Haft in der Regel mit dem Tod endet. In einer weiteren Strafmaßnahme werden Landesbewohner in entlegene Regionen verbannt, wo sie mit minimalen Lebensmittelrationen, ohne Lohn und unter Lebensgefahr in Minen, Bergwerken und im Wald schuften müssen. Sie und die Gefangenen sind Teil von Kim Jong Uns riesigem Sklavenheer. Durch ihre Zwangsarbeit erwirtschaften sie große Teile des Bruttosozialprodukts. Die zum Führerkult gezwungene Bevölkerung beugt sich unter Androhung von Strafen vor der selbsternannten Nummer Eins im Land.

Zehntausende Christen sind in Haft

Manche Christen werden heimlich, andere öffentlich hingerichtet. Nicht alle Christen bekennen in Verhören ihren Glauben oder schweigen dazu, wenn sie nicht danach gefragt werden. Kim Mi Ran wurde in China verhaftet, nachdem sie aus Nordkorea geflohen war. Ihren Glauben verheimlichte sie. lm Gefängnis in Nordkorea musste sie lange und harte Verhöre ertragen. "Sie schlugen und traten mich überall hin. Ich habe ihre Anschuldigungen jedoch zurückgewiesen, sonst wäre ich im Gefängnis für politische Häftlinge gelandet." Mi Ran bat Gott um Kraft und erhielt Kraft. Nach einem Jahr wurde sie entlassen und floh nach Südkorea. Zehntausende Christen sind jedoch nach wie vor in Haft. Sie leiden unvorstellbar, auch weil manche von ihnen für chemische, biologische, medizinische und technische ‚Tests‘ missbraucht werden. Sie alle brauchen unsere Gebete.

Chin Hwa ist der Zwangsarbeit und dem Verhungern entronnen. "Meine Eltern waren Christen im Untergrund und wurden entdeckt. Wir landeten im Straflager. Es war grausam und ging sehr viele Jahre. Aber wir hielten immer an Jesus fest, weil wir sein Wort hatten: "Euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln." Selbst in den Straflagern Nordkoreas gibt es eine lebendige Gemeinde. Für Chin Hwa und die Christen in Nordkorea ist Jesus die Nummer EINS.

(Hinweis: Das Foto in höherer Auflösung finden Sie hier.)