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Pakistan: 'Achte auf mein Schreien, oh Herr!'

Zerstörtes haus in Pakistan(Open Doors) – Nach dem Selbstmordattentat auf die Allerheiligenkirche in Peshāwar am 22. September, bei dem 89 Christen getötet und etwa 150 verletzt wurden, protestierten viele Christen und Sympathisanten im ganzen Land gegen den mangelnden Schutz der christlichen Minderheit. Dabei kam es auch zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften und der Bevölkerung. In Pakistans größter Stadt Karachi nutzten gewaltbereite Muslime die Unruhen, um Stimmung gegen die Christen zu machen.


"Sprich du in meiner Sache ..."

Die Christen hatten auch dort friedlich demonstriert, als drei von ihnen – Yasir, Harry und Waqas Masih – beschuldigt wurden, sie hätten Steine auf die Moschee geworfen, ein Schild zerstört und die Moschee bespuckt. Die Christen willigten ein in die Moschee zu gehen und sich – obgleich unschuldig – für die Vorwürfe zu entschuldigen, nur um beim Verlassen der Moschee auf 150 mit Prügeln und Eisenstangen bewaffnete Muslime zu treffen. Der Polizeisprecher Sarfraz Gondal bestätigte außerdem, dass vom Minarett der Moschee per Lautsprecher die Nachricht verbreitet wurde, Christen hätten in ihrem Viertel eine Moschee zerstört. Der ortsansässige Christ Emmanuel Masih berichtet, dass eine mit Steinen und Schusswaffen ausgerüstete Gruppe von Muslimen das Haus seiner Familie erstürmte und – nachdem die Familie teils schwer verletzt geflohen war – niederbrannte. Weitere ähnliche Berichte belegen das ganze Ausmaß von Hass und hemmungsloser Gewalt. Mehr als 300 Familien flohen infolge der Unruhen aus dem von Christen bewohnten Stadtteil Michael Town. Die Pastoren John Imran (Philadelphia Kirche) und David Rehmat Sher (St. Seraphim) bezweifeln, dass Christen auch nur in der Nähe der Moschee waren.

"… deine Augen sehen, was recht ist." (Psalm 17)

Nach einem Gespräch mit World Watch Monitor hat der Regierungsbeauftragte von Ost-Karachi die Christen zur Rückkehr in ihre Häuser aufgefordert und Wiedergutmachung für die geschädigten Familien angekündigt. Die Pastoren beklagen, dass die Schreckensbilder noch in den Köpfen aller Betroffenen seien. Viele Kinder seien traumatisiert, etwa 300 Familien derzeit obdachlos.
Im Weltverfolgungsindex von Open Doors, der die 50 Länder auflistet, wo Christen wegen ihres Glaubens am härtesten verfolgt werden, belegt Pakistan Platz 14. Bitte beten Sie für die Christen im Land und für ihre Verfolger.

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