Persönliche Berichte
Philippinen

Philippinen: Eine berechnende Wohltäterin

Wie ein verführerisches Angebot Rimna vom Glauben abbringen sollte

(Open Doors, Kelkheim) – „Ich liebe meine leibliche Familie, aber ich liebe Gott mehr“, sagte Rimna*, als sie aufgefordert wurde, Christus zu verleugnen. Es ist der jungen Frau anzumerken, dass innere Kämpfe hinter dieser Aussage stecken. Und wer ihre Familiengeschichte kennt, der weiß, welche Kämpfe es sind. Rimna wuchs im stark islamisch geprägten Süden der Philippinen als Muslima auf. Aber dann geriet ihr Leben aus den Bahnen.

Rimna hielt entgegen des Angebots ihrer Tante an Jesus fest
Rimna hielt entgegen des Angebots ihrer Tante an Jesus fest

Fester Halt in Jesus trotz aller Schicksalsschläge

Vor vier Jahren, als Rimna 22 Jahre alt war, fand sie Zuflucht in einer privaten Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Ihre Eltern dagegen waren weiter auf der Flucht vor den Behörden, da ihr Vater wegen Drogenhandels gesucht wurde. Rimnas neues Zuhause lag weit entfernt von ihrer Heimat und Familie. Die liebevolle Fürsorge der Verantwortlichen, eines Pastors und seiner Frau, beeindruckte Rimna tief. Nach einiger Zeit beschloss sie, die bis dahin als Muslima gelebt hatte, Jesus nachzufolgen. Als sie die Nachricht vom Tod ihres Vaters erhielt, wuchs die Sehnsucht nach ihrer Familie, und so hielt sie auch über die Distanz hinweg engen Kontakt zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Im Lauf der Zeit fanden auch ihre Mutter und eine ihrer Schwestern zum Glauben an Jesus.

Der nächste Schlag traf die Familie im vergangenen Juli, als Rimnas ältere Schwester so schwer erkrankte, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Die Behandlungskosten gingen weit über die Möglichkeiten der Familie hinaus. Doch Rimnas Tante arbeitete im selben Krankenhaus als Ärztin und sorgte persönlich dafür, dass alle Rechnungen pünktlich bezahlt waren. Aber ihre Großzügigkeit sollte einen Preis haben.

Eine „Schande für die Familie“

Als Rimna ihre Schwester im Krankenhaus besuchte, warf ihre Tante ihr einen vernichtenden Blick zu. Sie hatte vom neuen Glauben ihrer Nichte erfahren. Wie konnte sie als „Ungläubige“ es nur wagen, ihrer streng gläubigen Tante unter die Augen zu treten! Rimna ertrug die vernichtenden Blicke und Anschuldigungen mit Fassung und kümmerte sich weiter um ihre Schwester.

Nach kurzer Zeit änderte die Tante ihre Strategie. Sie bot den Geschwistern eine gemeinsame Wohnung an, darüber hinaus die Finanzierung ihrer Ausbildung und damit die Hoffnung auf eine gute Zukunft. All das jedoch nur unter einer Bedingung: Rimna sollte aufhören, „Schande über ihre Familie zu bringen“ – sie sollte ihrem Glauben an Jesus abschwören und ihre neue christliche Familie verlassen.

Rimna sagt: „Es fiel mir schwer, dieses gute Angebot abzulehnen, denn ich sehnte mich danach, mit meinen Geschwistern zusammen zu sein. Aber es ist noch schwerer für mich, meinen Glauben an Christus zu verleugnen. Wie könnte ich Jesus verleugnen, der sein Leben für mich gegeben und mich verwandelt hat, der mir in der Notunterkunft eine neue Familie geschenkt hat? Ich liebe meine leibliche Familie, aber ich liebe Gott mehr. Und mit dieser Liebe weiß ich, dass ich durchhalten werde und dass alles Gute folgen wird.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen auf den Philippinen!

  • Beten Sie für Rimnas Familie, besonders für ihre Tante: dass Gottes verändernde Kraft auch sie erfasst und sie Jesus als Erlöser kennenlernen.
  • Beten Sie für alle ehemaligen Muslime im stark islamisch geprägten Süden des Landes.
  • Beten Sie, dass Rimna und ihre Geschwister Gottes Versorgung in allen Lebensbereichen erfahren.
  • Beten Sie um Schutz und Stärkung für alle Pastoren und geistlichen Leiter, die inmitten starker Bedrohungen und Feindseligkeiten gegenüber Christen treu ihren Dienst tun.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

Meldung als PDF