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Schutz der Christen im Irak: Unterschriftenaktion gestartet

Zahl der Christen im Irak nimmt weiter stark ab - Open Doors bittet um Teilnahme an Petition

(Open Doors) – 289 Tage hat es gedauert, bis der Irak nach den Wahlen im März 2010 endlich wieder eine neue Regierung hat. Mit Premierminister Nuri Al-Maliki gibt es damit einen neuen Ansprechpartner für die Forderung nach Schutz der immer weiter schwindenden christlichen Minderheit im Land. Das internationale Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors initiierte daher eine weltweite Unterschriftenaktion, bei der dem Premierminister zu seiner Ernennung gratuliert wird, er aber gleichzeitig um einen besseren Schutz der Christen im Land gebeten wird. Open Doors in Deutschland (Kelkheim bei Frankfurt am Main) ruft Christen dazu auf, Briefe an die irakische Botschaft in Berlin, an den Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Markus Löning (Berlin) sowie an das Bundeskanzleramt zu senden und sich damit für den Schutz der christlichen Minderheit im Irak stark zu machen.

Muster Irak-Unterschriftenaktion/Open DoorsZahl der Christen nimmt rapide ab

Während in den 1990er Jahren noch mehr als eine Million Christen im Irak lebten, ist diese Zahl aufgrund von Terror und Gewalt heute schätzungsweise auf unter 340.000 zurückgegangen. Und die Zahl der Christen schrumpft weiter, so Open Doors. Über die Hälfte der verbliebenen Christen musste innerhalb des Landes, vor allem in die relativ sicheren Kurdengebiete des Nordirak flüchten. Während große Opferzahlen wie bei der misslungenen Geiselbefreiung in einer Kirche in Bagdad Ende Oktober 2010 Schlagzeilen machten, so Open Doors, würden jedoch die vielen Morde an und Vertreibungen von Christen, vor allem in Bagdad und Mossul, kaum medial Beachtung finden. In Bagdad ist die Zahl der Christen binnen drei Jahren vermutlich auf etwa ein Drittel (43.500) zurückgegangen; in Mossul hat sie sich binnen acht Jahren fast halbiert. Heute leben dort noch schätzungsweise 117.500 Christen.

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