Persönliche Berichte Persönliche Berichte

Syrien: Aufbrüche inmitten akuter Bedrohung

Pastor Samuel* muss Aleppo verlassen und dient Flüchtlingsgemeinde im Ausland

(Open Doors) – Etwa 11 Millionen Menschen aus Syrien sind auf der Flucht, im Ausland oder im Inland. Während die internationale Gemeinschaft um Lösungen ringt, suchen die Flüchtenden selbständig nach Wegen aus der Krise. Sie wollen überleben. Durch die Arbeit unter den Flüchtlingsfamilien in Syrien erfährt Open Doors von Initiativen unternehmerisch geprägter Christen, die zunächst einer konkreten Not abhelfen, aber auch ihr Land wieder aufbauen wollen. So wurde im Februar auf die Idee eines Priesters hin eine Möbelfabrik eröffnet, die nun 30 Personen so viel Ertrag bringen soll, dass sie und ihre Familien in Syrien bleiben können.

Sauberes Trinkwasser ist Mangelware in Aleppo. Einige lokale Christen hatten um Genehmigung gebeten, einen Brunnen bohren zu dürfen, der wesentlich tiefer ist als die üblichen 100 Meter. Im Januar wurde der Brunnen nach sechs Wochen Arbeit fertig und versorgt heute täglich etwa 500 Familien mit je 20 Liter.

Geistliche Aufbrüche und Herausforderungen

In Syrien und im Libanon gibt es inzwischen mehr Christen muslimischer Herkunft als traditionelle Christen. Vor dem Krieg kam selten ein Muslim zum Glauben an Jesus. "Etliche haben festgestellt, dass ihnen über die Christen und ihren Glauben Falsches erzählt wurde", erklärt ein Pastor. "Wir bieten auch Fragestunden für suchende Muslime an." Nicht alle Behörden jedoch dulden diese Entwicklung und auch manche Christen sind beunruhigt: "Sie haben uns vormals verfolgt!" Die Auswirkung auf manche Gemeinden ist jedoch bahnbrechend: "Ich schätze, dass 70% der Hilfe, die unsere Gemeindemitglieder für Flüchtlinge leisten, durch ehemalige Muslime geschieht", berichtet ein anderer Pastor.

2016_03_23_Meldungen_SY_Banner_458x280

Abwägen zwischen Bedrohung und Möglichkeiten

Pastor Samuel aus Aleppo, der viele Jahre einer der Partner von Open Doors in Syrien war, musste aufgrund direkter und massiver Bedrohung Syrien verlassen. "Der IS hat mich persönlich bedroht. Meine Gemeinde, mein Haus und ich selbst wären in Gefahr, wenn ich bleiben würde. Ich habe Entführung und fünf Jahre Krieg überlebt, doch nun merkte ich, dass ich gehen muss." Wenige Tage nach seiner Abreise wurden seine Gemeinde und sein Haus attackiert und in Brand gesetzt. Er dient nun einer Gemeinde syrischer Flüchtlinge im Ausland.

*Name geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Syrien stellen!

  • Danken Sie Gott für die Christen, die am Wiederaufbau Syriens mitwirken.
  • Beten Sie für ihre geistliche und materielle Versorgung.
  • Beten Sie für ein Ende des Krieges in Syrien.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 30. März 2016.

Hinweis: Bei den Open Doors Tagen in Bielefeld und Mainz am 4. und 11. Juni wird auch ein Sprecher aus Syrien dabei sein. Kommen Sie mit Ihrer ganzen Gemeinde!

Alle Felder müssen ausgefüllt werden. Die E-Mail wird über Ihr E-Mail-Programm verschickt.

Drucken Herunterladen