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Syrien: Wie zu Zeiten der Apostelgeschichte

"Wir hatten so eine Ausweitung unseres Dienstes nie erwartet"

(Open Doors) – "Wir haben mit der Unterstützung von 16 Familien begonnen und heute – vier Jahre später – unterstützt unsere Gemeinde etwa 3.500 Familien", schildert uns der Pastor einer Gemeinde in Tartus die Situation. Als die ersten Flüchtlinge aus Homs bei ihm in der Küstenregion ankamen, brachten die Mitglieder seiner Gemeinde das Wenige, was sie hatten, in die Gemeinde, damit es an die Flüchtlinge verteilt werden konnte. "Ein Arzt, ein Kindergottesdienst-Mitarbeiter und einige Frauen machten sich auf und besuchten die Flüchtlinge, zuerst in ihren Unterkünften und dann auch in den Parkanlagen. Die Flüchtlinge waren sehr überrascht und fragten uns, warum wir zu ihnen kämen. Wir erklärten ihnen, dass Jesus uns geholfen hat und wir deshalb auch anderen helfen wollen." Einige Monate später unterstützte die Gemeinde bereits 700 Flüchtlingsfamilien und traf dann mit Open Doors zusammen, um die Hilfe noch weiter auszudehnen.

Syrische Flüchtlinge

Der Krieg hat das Land und die Gemeinde verändert

"Durch den Krieg haben wir gelernt, dass unsere Gemeinde nicht innerhalb ihrer vier Wände bleiben darf. Wir sehen uns wie eine Stadt, die vielen Menschen Heimat bietet. Unser Gott will, dass wir barmherzig sind. Es genügt nicht, innerhalb der Kirchenmauern Gottesdienste zu feiern und zu beten. Wir sollen im Namen Jesu hinausgehen und Jesu Werke tun."

Viele Christen verlassen Syrien, doch auch darin sieht der Pastor eine Chance: "Jeden Tag verlassen uns Glaubensgeschwister, doch sie werden die Botschaft des Evangeliums überall hin mitnehmen." Doch es schmerzt ihn, dass so viele junge Erwachsene und Jugendliche gehen. "Männer, die älter als 18 Jahre sind, werden normalerweise zum Wehrdienst eingezogen. Außerdem versuchen ständig irgendwelche Gruppierungen, die jungen Männer in ihren Dienst zu zwingen. Deshalb fliehen viele. Unsere Jugend in der Gemeinde ist nur klein. Ihre Stärke und ihr Elan fehlen uns, auch in der Arbeit unter Flüchtlingen. Wir konzentrieren uns umso mehr auf die Kinder, denn sie sind die zukünftige Kirche.

Heute finden in unserer Kirche so viele Aktivitäten statt. Alle Familien sind eingebunden, denn jeder kann irgendwie helfen. Ich danke ihnen allen und ganz besonders den Menschen, die für uns beten und uns unterstützen. Der Herr hat uns überrascht. Wir hatten so eine Ausweitung unseres Dienstes nie erwartet."

Am 15. März jährte sich der Tag des Kriegsbeginns zum fünften Mal. Inmitten von Gewalt und Furcht leuchtet das Licht der Gemeinde Jesu. Dank Ihrer Hilfe kann Open Doors monatlich mehr als 50.000 Menschen versorgen.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Syrien stellen!

  • Danken Sie für die Arbeit der Kirchengemeinden und bitten Sie Gott um Kraft für die Mitarbeiter, damit sie weiter ihren Dienst tun können.
  • Beten Sie um Bewahrung vor extremistischen Gruppierungen und auch Behörden, die zuweilen die Arbeit unter Flüchtlingen behindern wollen.
  • Beten Sie für ein Ende des Krieges in Syrien.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 23. März 2016.

Hinweis: Bei den Open Doors Tagen in Bielefeld und Mainz am 4. und 11. Juni wird auch ein Sprecher aus Syrien dabei sein. Kommen Sie mit Ihrer ganzen Gemeinde!

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