Persönliche Berichte

Vietnam: Rückkehr nach Hause – in die Verfolgung

Trotz vielfältiger Herausforderungen hält Chongs Familie an Jesus fest

(Open Doors, Kelkheim) – Nach fünf Jahren im Ausland kehrten Chong* und seine achtköpfige Familie in ihr Heimatdorf zurück. Es dauerte nicht lange, bis bekannt wurde: Anstelle der Vorfahren, wie in Vietnam üblich, verehrten die Rückkehrer jetzt einen „fremden Gott“: Jesus Christus! Dieser Bruch mit den Traditionen löste massive Anfeindungen gegen Chongs Familie aus. Sie braucht unser Gebet.

Gruppenbild einer Familie deren Gesichter unkenntlich gemacht wurden
Chong: „Ich glaube, dass Gott uns beschützt und auch meine Familie segnet“

Von einem Unrecht ins andere

2018 zog Chong mit seiner Frau, seinen Kindern, seiner Schwester und seiner Mutter in eines der Nachbarländer, um Geld zu verdienen. Dort hörten sie durch vietnamesische Landsleute vom Evangelium und beschlossen daraufhin, Jesus nachzufolgen und sich einer Gemeinde anzuschließen. Für einige Jahre lernten sie dort immer mehr über ihren neuen Glauben und wuchsen darin. Nach Abklingen der Corona-Pandemie entschieden sie sich, in ihre Heimat zurückzukehren.

„Wir kamen ohne Geld und Essen zurück, weil unser Arbeitgeber uns nicht auszahlte“, erklärt Chong. Doch das war nicht die einzige Herausforderung, mit der sie zurechtkommen mussten. Chongs Mutter leidet an einer psychischen Krankheit, seine Schwester ist blind und gehörlos; zusätzlich zu ihren vier Kindern müssen Chong und seine Frau sich daher auch um die beiden kümmern.

In ihrem Heimatdorf kamen weitere Probleme hinzu. Wenige Tage nach der Rückkehr der acht Christen erfuhren die Dorfbewohner, dass Chong und seine Familie die Ahnen nicht länger verehrten und stattdessen zu Nachfolgern Jesu geworden waren. Einige kamen daraufhin wütend zu Chongs Haus und wollten die ganze Familie dazu zwingen, ihren neuen Glauben wieder aufzugeben. „Sie sagten mir, dass sie uns aus dem Dorf werfen würden. Sie werden uns nicht erlauben, noch länger im Dorf zu bleiben“, sagte Chong.

„Ich weiß, dass ich ohne den Herrn nichts habe“

Obwohl er und seine Familie wussten, wie wichtig die Traditionen für die Menschen in ihrem Dorf sind, hatten sie nicht mit derartig heftigen Reaktionen gerechnet. Trotzdem lassen sie sich von den Drohungen der Dorfbewohner nicht einschüchtern. Chong sagt: „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Dorfbewohner uns nach unserer Rückkehr so hart verfolgen würden. Sie wollen uns zwingen, unseren Glauben zu verleugnen. Aber ich weiß, dass das, was ich glaube, gut und wahr ist. Und ich weiß, dass ich ohne den Herrn nichts habe. Nur Jesus kann mein Leben ändern!“

Bis jetzt harren sie noch in ihrem Dorf aus, ohne zu wissen, was der nächste Tag bringen wird. Die Lage kann jederzeit eskalieren. Doch trotz der ständigen Bedrohung ist Chong zuversichtlich: „Heute bin ich immer noch stark im Herrn, und ich glaube, dass Jesus derjenige ist, der uns beschützt und auch meine Familie segnet.“

Isaac* ist einer der lokalen Partner von Open Doors und beobachtet die Entwicklung genau. Er sagt: „Wir stehen in ständigem Kontakt mit Chongs örtlichem Pastor, um herauszufinden, wie wir die Familie unterstützen können, ohne die Situation für sie noch schwieriger zu machen.“

Bitte beten Sie für Chong und seine Familie!

  • Danken Sie Jesus dafür, dass die Familie zum Glauben gefunden hat und trotz der enormen Widerstände so zuversichtlich an Jesus festhält.
  • Beten Sie um Heilung für Chongs Mutter und Schwester.
  • Beten Sie, dass Jesus die Familie mit allem versorgt, was sie äußerlich und innerlich braucht – Nahrung, Schutz und Gottes umfassenden Trost.
  • Beten Sie, dass Jesus die Herzen vieler Verfolger im Dorf berührt und die Stimmung sich dreht.

*Name geändert

Vielen Dank für Ihr Gebet

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