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Witwen getöteter Christen brauchen Beistand

Vier Monate nach den blutigen Ausschreitungen gegen Christen im zentralnigerianischen Jos besuchten Mitarbeiter von Open Doors einige Witwen getöteter Christen.

Gezielt gingen am 28. und 29. November 2008 extremistische Muslime in muslimisch dominierten Stadtteilen der Hauptstadt des überwiegend christlichen Plateau State gegen Pastoren und Christen vor. Laut der Christian Association of Nigeria (CAN), einem Dachverband verschiedener christlicher Kirchen und christlicher Organisationen in Nigeria, wurden dabei 129 Christen getötet, 46 Kirchen niedergebrannt, 11 Kirchen verwüstet, zahlreiche Häuser und Geschäfte zerstört und ca. 30.000 Menschen vertrieben.

Eine der Witwen ist die 24-jährige Martha Azi. Am frühen Morgen des 28. November war Martha damit beschäftigt, ihren Kindern dabei zu helfen, sich für die Schule fertigzumachen, als sie von dem Aufruhr in der Stadt erfuhr. Beunruhigt wollte Marthas Mann eine Telefonkarte für sein Handy zu kaufen, um mehr über die Lage zu erfahren.

Als er aus dem Haus ging, sah er, dass die Muslime die Straße bereits erobert hatten und kurz davor waren, Menschen zu töten und Häuser und Geschäfte zu zerstören. Er rannte ins Haus zurück. Martha und ihr Mann nahmen jeweils ein Kind und wollten fliehen.

Sie rissen den Zaun hinter ihrem Haus ein und begannen zu rennen. Doch sie liefen in einen Hinterhalt. Der Mob schoss auf sie und eine Kugel traf Azi am Kopf. Martha lief mit ihrem Sohn Genesis (7) und der Tochter Jennifer (2) weiter bis zur Kirche.

Dort angekommen, informierte sie die Christen, was mit ihrem Mann geschehen war. Während sie noch überlegten, was sie tun sollten, sahen sie Azi blutüberströmt auf die Kirche zulaufen. Kaum gelangte er auf das Kirchengrundstück, brach er zusammen. Martha wollte ihrem Mann zu Hilfe eilen, doch die Christen hielten sie zurück. Die Männer trugen ihn in die Kirche. Sie beruhigten Martha damit, dass ihr Mann nur bewusstlos sei. Später brachte Marthas Schwager sie und die Kinder aus Sicherheitsgründen in einen anderen Teil der Stadt.

Zwei Tage später musste Martha sich den Tatsachen stellen. Ihr Mann war tot. Jetzt leben Martha und ihre beiden Kinder bei einem jüngeren Bruder ihres verstorbenen Mannes. Vor diesem Ereignis war sie bei einem Schneiderkurs angemeldet, doch weil ihr Mann tot ist, musste sie das aufgeben. Sie musste zeitweise auch ihre Kinder aus der Schule nehmen.

Als sie die Notversorgung (Lebensmittelhilfe für drei Monate) von Open Doors erhielt hatte, sagte Martha: "Ihr habt mein Leben wirklich sehr berührt. Ich danke euch so sehr für eure Fürsorge. Gott segne euren Dienst!"

Mit dem Projekt "Hope" unterstützt Open Doors u.a. Witwen mit Lebensmittelhilfspaketen, zahlt die Schulgebühren einiger Kinder der Witwen und bietet Traumaberatung für die Witwen an.
 

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