Persönliche Berichte
Zentralasien

Zentralasien: Die Weihnachtsbotschaft trifft auf Widerstand

Lokale Christen und Partner von Open Doors erzählen von Jesus, wo niemand Weihnachten kennt

(Open Doors, Kelkheim) – „Wir sind so dankbar für Ihre Besuche in unserem Krankenhaus, denn niemand sonst kommt uns besuchen und niemand macht so fröhliche Veranstaltungen mit Liedern, Aufführungen und Weihnachtsgeschenken!“ Einige Christen in Zentralasien bringen höchsten Einsatz, um während der Adventszeit Gottes Liebe weiterzugeben. Doch nicht überall sind die Reaktionen so positiv wie bei der oben zitierten Ärztin.

Viele Kinder in der Region haben noch nie in ihrem Leben Weihnachten gefeiert
Viele Kinder in der Region haben noch nie in ihrem Leben Weihnachten gefeiert

Verhaftet wegen „illegaler religiöser Aktivitäten“

In der Adventszeit führen Partner von Open Doors in einem zentralasiatischen Land zahlreiche Besuche durch und organisieren Veranstaltungen. Die Mehrheit der Bevölkerung dort ist muslimisch, und es gibt keine etablierte evangelische Kirche. In einem Umfeld ohne christliche Feiertage ist es für das Team eine Freude, die Weihnachtsgeschichte mit vielen Menschen zu teilen.

Pastor Evgeny* berichtet: „Wir haben 500 Weihnachtsgeschenke in einem Gebiet verteilt, in dem die Menschen noch nie von Jesus gehört haben und die Kinder keine Geschenke zu Weihnachten und Neujahr bekommen. Wir organisierten Festprogramme in Schulen mit Liedern, Aufführungen und Spielen. In einer der Schulen kamen Beamte des örtlichen Sicherheitsdienstes und verhafteten unser Team. Wir wurden mehrere Stunden lang im Gefängnis festgehalten und es wurde uns eine Haftstrafe wegen ‚illegaler religiöser Aktivitäten mit Kindern‘ angedroht. Aber Gott sei Dank wurden wir nach einigen Stunden wieder freigelassen. Wir zahlten nur eine Geldstrafe und verließen den Ort.“

Evgeny und seine Mitarbeiter besuchen auch arme Familien und bringen ihnen Lebensmittelpakete mit Mehl, Öl, Nudeln und anderen notwendigen Dingen. Dabei erzählen sie ihnen das Evangelium. Eine der besuchten Familien war die des örtlichen Mullahs (muslimischer Geistlicher). Er nahm Jesus an und seine Familienmitglieder auch. Evgeny sagt: „Betet bitte für ihn und seine Familie, es ist so schwer und gefährlich, dort als Christ zu leben, besonders für einen ehemaligen Mullah.“

Liebe und Hoffnung im Angesicht des Todes

Sehr bewegend war für das Team der Besuch eines Kinderkrankenhauses. Nach dem Programm und dem Verteilen von Geschenken bedankte sich die leitende Ärztin sehr herzlich bei dem Team „für Ihren Besuch und die Nachrichten über Jesus, die unseren Kindern Hoffnung geben“. Sie erklärte: „Die Kinder hier sind sehr krank und jeden Tag stirbt jemand von ihnen; aber Ihre Worte über Isa und seine Liebe schenken ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft!“

Das Team besuchte Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Waisenhäuser und staatliche Hochschulen. Dabei verteilten sie 8.000 Kalender mit Bibelversen und gaben 4.000 Weihnachtsgeschenke an Kinder weiter. Bei Straßenaufführungen stellten sie das Evangelium dar und boten christliche Literatur in der Landessprache an.

Meine Tochter feiert zum ersten Mal Weihnachten

„Der größte Widerstand kam bei einer Veranstaltung an einer örtlichen Schule auf“, erklärt Murat*, einer der Mitarbeiter. Nachdem die Mutter eines Schülers sich beim Bildungsministerium über die Aktion beschwert hatte, wurde das Team eingehend zu den Materialien befragt, die sie verteilten. Die Beamten entschieden, die Unterlagen zur Überprüfung an die obersten muslimischen Geistlichen des Landes zu schicken. „Während wir auf eine Antwort warteten, besuchten wir eine Gemeinde, in der sich 50-100 Menschen zu unserem Weihnachtsprogramm versammelten“, so Murat weiter. „Dort trafen wir Leute, die Verbindungen zum Bildungsministerium hatten und versprachen, uns bei der Lösung des Konflikts zu helfen. Das Ergebnis war, dass unsere Materialien nicht an die muslimischen Geistlichen geschickt wurden und für die Verwendung freigegeben wurden!“

Doch besonders bei den besuchten Familien überwog die Dankbarkeit – wie bei Zuchra*, einer Mutter von sechs Kindern. Sie sagt: „Ihr seid zu uns nach Hause gekommen und habt dieses wunderbare Fest mitgebracht. Meine Tochter wird zum ersten Mal in ihrem Leben Weihnachten feiern. Das ist fantastisch! Ich danke Gott für dieses wunderbare Geschenk in unserem Leben!“

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Zentralasien!

  • Danken Sie für den großartigen Einsatz der Christen, die mutig Gottes Liebe an so vielen Orten verbreitet haben und das auch in diesen Tagen tun.
  • Beten Sie, dass die Worte und die Geschenke tiefen Eindruck hinterlassen und dazu beitragen, dass Menschen Jesus kennenlernen.
  • Beten Sie um Schutz für die Menschen wie den Mullah, die Christen geworden sind und denen deshalb jetzt Gefahr droht.
  • Beten Sie dafür, dass Jesus seine Gemeinde in Zentralasien weiterbaut und sie auch künftig mutig das Evangelium in ihrem Umfeld weitergibt.

Vielen Dank für Ihr Gebet

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