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Zentralasien: Ein hoher Preis für Yildan
(Open Doors, Kelkheim) – Der Besuch kam völlig unerwartet. Yildan* war gerade in seinem Garten beschäftigt, als zwei Männer in Zivil ihn ansprachen. Es waren Beamte des Geheimdienstes. Offenbar hatte jemand gemeldet, dass Yildan immer wieder Menschen von Jesus erzählte und sie zum christlichen Glauben einlud. Spätestens als die beiden Männer ihn aufforderten, in ihr Auto zu steigen, wusste der junge Familienvater, dass er in Schwierigkeiten steckte.
Im Fokus des Geheimdienstes
Yildan lebt zusammen mit seiner Familie in einem Land Zentralasiens. Sie gehören zu einer Hauskirche, in der Yildan Verantwortung übernommen hat und als Diakon eingesegnet wurde. Als Nachfolger Jesu ist es ihm ein großes Anliegen, seinen Glauben auch mit anderen Menschen zu teilen. Immer wieder kommt er mit Menschen ins Gespräch und verteilt christliche Literatur an die Menschen in seiner Stadt. Einigen waren seine Bemühungen jedoch ein Dorn im Auge, so dass sie ihn bei den Behörden anzeigten. Die Informationen wurden an den Geheimdienst weitergeleitet, woraufhin zwei Beamte Yildan zu Hause aufsuchten.
Nach einem kurzen Gespräch fuhren die Männer ihn in das örtliche Geheimdienstbüro. Dort befragten sie ihn zu seinem persönlichen Hintergrund, seiner Arbeit und seinen Aktivitäten. Schon bald konzentrierte sich das Verhör darauf, warum er christliche Literatur verteilte und die Botschaft von Jesus Christus weitergab. Yildan erklärte, er sei Christ und wolle die Menschen über den wahren und lebendigen Gott und das, was Gott durch seinen Sohn für die Menschheit getan habe, aufklären.
Angeklagt wegen einer WhatsApp-Nachricht
Die Ermittler setzten Yildan immer stärker unter Druck. Sie beleidigten und demütigten ihn, doch zu seiner Erleichterung beließen sie es bei Worten und wandten keine physische Gewalt an. Allerdings beschlagnahmten sie sein Handy und entdeckten dort, dass er ein Bild der Bibel in der Landessprache per WhatsApp an andere Christen geschickt hatte. Dies genügte als Beleg für seine „kriminellen Aktivitäten“, so dass ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet und er vor Gericht gestellt wurde.
Während die Situation sich zuspitzte, betete die örtliche Gemeinde für Yildan. Das Gericht berücksichtigte, dass der Angeklagte zuvor nicht straffällig geworden war, und verurteilte ihn deshalb „nur“ zu einer Geldstrafe von umgerechnet 550 Euro. Bei der Urteilsverkündung wurde Yildan gewarnt, dass man seine Vergehen – sollte er erneut dabei erwischt werden – als Extremismus einstufen werde. Dies wäre eine schwere Straftat, die dementsprechend harte Konsequenzen nach sich ziehen würde.
Yildan und seine Familie müssen mit dieser Drohung leben und entscheiden, wie sie ihren Glauben künftig ausleben.
Bitte beten Sie für Yildan und seine Familie, die nun unter der Beobachtung der Behörden stehen. Beten Sie, dass sie in ihrem Glauben gestärkt werden, dass die Angst nicht die Oberhand gewinnt und dass sie weiterhin dem Herrn Jesus Christus folgen.
*Name geändert
Bitte beten Sie für Yildan und die Christen in Zentralasien:
- Danken Sie Jesus für die lebendige Kirche in Zentralasien und für Yildans mutigen Einsatz, um das Evangelium bekanntzumachen.
- Beten Sie für Yildan und seine Familie, dass nicht die Angst die Oberhand gewinnt, sondern sie im Glauben gestärkt werden und weise Entscheidungen treffen.
- Beten Sie um Schutz für die Hauskirchen in Zentralasien, dass das geistliche Leben nicht durch den Druck der Behörden gedämpft wird.
- Beten Sie besonders um Schutz und Weisheit für die Leiter der Hauskirchen und ihre Familien.