Meldungen zu Zentralasien
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(Open Doors, Kelkheim) – Lautes Klopfen an der Haustür unterbrach das Treffen der Hauskirche. Draußen standen 30 Männer, maskiert und schwer bewaffnet. Sie gehörten zu einem von zwei Stämmen, die im Krieg miteinander lagen. Die Männer befahlen den Christen, Haus und Hof zu verlassen, da sie es für ihre Kämpfe benötigten. Wer sich weigerte, würde nach Ablauf einer Frist von wenigen Tagen erschossen.
Der Vorfall ereignete sich in einem Land Zentralasiens und wurde uns von Rostam* berichtet, dem Leiter der Gruppe. Als ehemaliger Muslim hatte er nach seiner Bekehrung zum christlichen Glauben schon einmal fliehen müssen, um sein Leben zu retten.
Nachdem die 30 Männer abgezogen waren, beschlossen die Mitglieder der Hauskirche, trotz der ernsten Bedrohung zu bleiben. Sie waren sicher, dass Gott ihnen dieses Haus und dieses Grundstück gegeben hatte, um den Menschen in dieser Gegend Gottes Liebe zu bezeugen. Diesem Auftrag wollten sie um jeden Preis treu sein. Wenige Tage später kehrten die 30 Männer zurück. Als sie feststellten, dass das Haus noch nicht geräumt war, zwangen sie die Christen herauszukommen. Diese stellten sich in einem Kreis auf, hielten sich an den Händen und sangen und beteten gemeinsam – für ihre Verfolger, für ihre Familien, für das Dorf und für das Land. Die Angreifer waren verblüfft, nahmen dann aber Rostam mit und kündigten an: „Wir werden euch nicht gleich alle töten. Wir bringen jetzt zuerst euren Pastor um.“
Die Männer brachten Rostam zu einer Mülldeponie und zwangen ihn dort, sein eigenes Grab zu schaufeln. Sie fragten ihn, ob er noch etwas sagen wolle, bevor sie ihn erschossen. Daraufhin betete er laut und vernehmlich: „Herr, dies ist das letzte Gebet meines Lebens, gib mir jetzt deine Weisheit. Gib mir noch eine Chance, dein Evangelium zu predigen. Ich bitte dich für meine Verfolger, Herr. Bitte gib ihnen, was sie brauchen. Ich bete auch für ihre Väter und Mütter, ihre Ehefrauen und ihre Kinder. Segne sie. Ich bete auch um Segen für diese Gegend und für unser Dorf.“ Unwirsch riefen die Männer: „Bist du bald fertig? Warum betest du jetzt für uns?“ Rostam antwortete: „Ihr sollt wissen, dass ich euch zuerst vergeben möchte, dass ihr mich erschießen wollt, und dass Gott euch sehr liebt. Seine Liebe gilt euch, egal was passiert.“ Die Entführer waren so verwirrt, dass sie es nicht fertigbrachten, ihren Gefangenen zu erschießen. Sie sagten: „Du bist völlig verrückt, geh jetzt zu deiner Gruppe und wir werden dich wieder holen kommen. Wir sind noch nicht fertig mit euch.“
Als Rostam lebendig zu der kleinen Gemeinschaft zurückkehrte, waren die anderen überglücklich, dass er noch am Leben war.
Nur eine Woche später waren die bewaffneten Männer zurück. Diesmal sollte Rostam allein nach draußen kommen. Er sagte: „Ich möchte mich erst von meiner Frau und meinen Kindern verabschieden, bevor ihr mich erschießt. Ich habe sie heute noch nicht umarmt.“ So verabschiedete Rostam sich von seiner Familie und kam heraus.
Doch statt ihn zu töten, sagte der Anführer der Gruppe zu Rostam: „Wir müssen dir etwas sagen. Vor ein paar Tagen gerieten wir in einen Hinterhalt. Wir wurden von allen Seiten beschossen und sahen keine Möglichkeit zu fliehen. Wir waren sicher, dass unser letztes Stündlein geschlagen hatte. Aber was dann geschah, war wie ein Wunder. Keiner von uns wurde von einer Kugel getroffen oder auch nur verletzt. Und dann kam uns dein Gebet in den Sinn. Es hat uns sehr beeindruckt, und du hast sogar für unseren Schutz gebetet! Dieses Gebet ist wirklich erhört worden. Wir sind gekommen, um dir zu danken für das, was du für uns getan hast. Ihr sollt wissen, dass ihr hier weiterhin in Freiheit leben und euch versammeln dürft. Wir werden dich und die Gruppe ab jetzt beschützen!“
*Name geändert
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