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Zwei Christinnen weiter in Haft

Bei den im Iran am 5. März verhafteten Christinnen handelt es sich um die 27-jährige Maryam Rostampour und die 30-jährige Marzieh Amirizadeh Esmaeilabad. Open Doors hatte zum Gebet für die beiden Frauen aufgerufen, denen vorgeworfen wird, "der Staatssicherheit entgegenzuhandeln" und "an illegalen Versammlungen teilzunehmen". Seit über einem Monat sitzen sie mit 27 weiteren Frauen in einer überfüllten Zelle im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran. Rechtsbeistand wird ihnen nicht erlaubt. Wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) meldete, habe Esmaeilabad in einem Telefonat gesagt, beide hätten eine Infektion und hohes Fieber, seien jedoch nicht angemessen medizinisch versorgt worden. Laut AI sollen die Frauen an kirchlichen Aktivitäten teilgenommen und Bibeln verteilt haben. Sie seien "vielleicht lediglich aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen politische Häftlinge". Den Frauen wird täglich ein einminütiger Anruf gestattet sowie ein Besuch von Familienangehörigen pro Woche. Es ist nicht bekannt, ob die Frauen vom Islam zum Christentum konvertiert sind. Im vergangenen September hat das iranische Parlament ein Gesetz gebilligt, das für Apostasie die Todesstrafe vorsieht. Der Wächterrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

Es hieß, die Frauen würden nach Zahlung einer Kaution von über 203.000 Euro auf freien Fuß gesetzt. Dafür haben ihre Familien die Pfändung ihrer Häuser angeboten; sie warten noch auf die richterliche Genehmigung. Selbst wenn die Frauen gegen Kaution entlassen werden, wird ihnen der Prozess gemacht. Der Abfall vom Islam (Apostasie) gehört zwar nicht zu den Anklagen; doch die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Compass Direct/Übersetzung Open Doors
 

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