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Zwei Jahre nach Verhaftung: Erster Familienbesuch für Alimujiang Yimiti

Uigurischer Christ zu 15 Jahren Haft verurteilt - Familie darf ihn einmal im Monat besuchen.

Über zwei Jahre nach seiner Verhaftung durfte Alimujiang Yimiti erstmals Besuch von seiner Familie erhalten. Der uigurische Hausgemeindeleiter aus Kashgar im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in China wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Am 20. April haben seine Frau Gulnur und enge Verwandte mit dem 36-Jährigen durch eine Glaswand per Telefon sprechen können. Das meldete der Informationsdienst Compass Direct. Yimiti habe stark abgenommen, sei aber guten Mutes, so seine Familie nach dem 15-minütigen Besuch. Einmal im Monat darf seine Frau ihn nun im Gefängnis besuchen. Inzwischen wurde Yimiti vom Haftzentrum Kashgar in ein Gefängnis in der Provinzhauptstadt Urumqi verlegt. Seinen Anwälten Li Baiguang und Liu Peifu wurde ein Besuch trotz Genehmigung des "Xinjiang Bureau of Prison Management" verwehrt. Im Januar 2008 verhafteten Sicherheitsbeamte den Leiter einer uigurischen Hausgemeinde. Im Oktober 2009 wurde er zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Yimiti wird beschuldigt, Staatsgeheimnisse an ausländische Organisationen weitergegeben zu haben. Er beteuert seine Unschuld.

Unterschriftenaktion für Freilassung China/Uigurisches Gebiet: Gulnur Yimiti mit Ermutigungskarten aus aller Welt.
Hunderte von Christen haben an Gulnur Yimiti und ihre Kinder Ermutigungskarten geschrieben. Unter dem Motto "Freiheit für Alimujiang Yimiti" initiierte das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors eine weltweite Unterschriftenaktion. Open Doors ruft dazu auf, sich bei der chinesischen Botschaft in Berlin, beim Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechte, Markus Löning (Berlin) sowie beim Bundeskanzleramt für die Freilassung des Christen einzusetzen. Die Anklage basiere laut Yimitis Anwalt auf harmlosen Interviews, die er Medien außerhalb von China gegeben habe. Der ehemalige Muslim wurde vor über zehn Jahren Christ. Seitdem ist er ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen christlichen Gemeinde. Freunde vermuten, dass sein Engagement in einer staatlich nicht anerkannten Hausgemeinde der Grund für seine Inhaftierung sei. (Foto: Open Doors)

Gebetsanliegen:

  • Danken Sie Gott dafür, dass seine Familie Alimujiang Yimiti endlich besuchen darf.
  • Beten Sie für seine Gesundheit.
  • Beten Sie für seine Anwälte, die sich – obwohl die Berufung abgelehnt wurde – weiterhin für seine Freilassung einsetzen

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