Persönliche Berichte
Islamische Welt

Islamische Welt: Mit Jesus die Haft überstanden

Trotz Folter und Gewalt hat Salim Gottes Fürsorge erlebt

(Open Doors, Kelkheim) – „Dass ich überlebt habe, liegt allein an Gottes Schutz!“ – mit diesen Worten beschreibt Salim* seine dreijährige Haft. Der offizielle Grund für seine Strafe: „Terrorismus“ und „Verstoß gegen die Gebote des Islam“. Sein eigentliches Vergehen bestand darin, vom Islam zum Glauben an Jesus konvertiert zu sein. Salims Heimatland können wir zu seiner Sicherheit nicht nennen, er braucht weiter unser Gebet.

Offene Hände die aus einer Gefängniszelle herausgetreckt werden
Obwohl die Zeit für Salim „die Hölle“ war, hat er an Jesus festgehalten (Szene nachgestellt)

Von Mithäftlingen als Christ erkannt und misshandelt

Salim wurde im Juli 2022 willkürlich verhaftet und im Juli 2025 wieder freigelassen. Die drei Jahre hinter Gittern seien für ihn die Hölle gewesen, berichtet er. Sein Fall verdeutlicht die Verschärfung der Rechtsprechung in seinem Land, die den Druck auf Christen und andere weiter erhöht.

Schon in den ersten Stunden seiner Haft wurde Salim als christlicher Häftling identifiziert und von Mitgefangenen schwer misshandelt. Darüber hinaus musste er systematische körperliche und psychische Gewalt erdulden: Schläge, Schlafentzug und Folter; all das, um ihn zum Unterschreiben vorformulierter Geständnisse zu zwingen. Die tätlichen Angriffe in den Zellen brachten Salim mehrmals an den Rand des Todes.

Doch einige kleine Gesten der Liebe gaben ihm die Kraft, weiterzumachen.

Woher neue Hoffnung kam

Eine Seelsorgerin besuchte Salim regelmäßig im Gefängnis, um ihn zu ermutigen und mit ihm zu beten. Bei diesen Begegnungen gab sie ihm Bibelpassagen weiter und schenkte ihm dadurch immer Trost und neue Hoffnung. Salim betont, wie entscheidend diese Besuche für ihn waren. Durch sie habe er inmitten seines leidvollen Alltags im Gefängnis Kraft geschöpft und sei vor allem in seinem Glauben gestärkt worden. Das habe ihn davor bewahrt, in Verzweiflung zu versinken. Ihre treue Anwesenheit war eine greifbare Erinnerung daran, dass er nicht verlassen war.

Seit Salim wieder auf freiem Fuß ist, versucht er, sein Leben neu aufzubauen. Das ist kein leichtes Unterfangen angesichts der körperlichen und psychischen Narben, die er davongetragen hat.

Salims Geschichte steht stellvertretend für zahlreiche inhaftierte Christen in der islamischen Welt, ob im Iran, im Nahen Osten oder in Nordafrika. Viele werden von mehreren Seiten hart bedrängt: auf der einen Seite durch den Unterdrückungsapparat des Staates, auf der anderen Seite durch feindselige Mithäftlinge, die islamisch-extremistischen Gruppierungen angehören und teilweise in denselben Zellen untergebracht sind.

*Name geändert

Bitte beten Sie für Salim und aktuell inhaftierte Christen in der islamischen Welt:

  • Beten Sie, dass Jesus Salim heilt, sodass die schmerzhaften Erinnerungen an Folter, Schläge und die erlebten Ängste ihre Macht verlieren.
  • Beten Sie um einen gelungenen Neuanfang für Salim, dass er im Glauben gestärkt Schritte gehen kann und erlebt, wie Jesus ihm Türen öffnet.
  • Beten Sie um inneren Frieden und eine gute Einbindung in eine geistliche Gemeinschaft mit anderen Christen.
  • Beten Sie für alle derzeit inhaftierten Christen, dass Jesus sie schützt, ihnen im Gefängnis begegnet und ihnen die Kraft schenkt, jeder Herausforderung zu begegnen.

 

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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