Persönliche Berichte

Kamerun: „Gott hat die Gebete seiner Leute erhört!“

Nach 26 Tagen in den Händen seiner Entführer ist Bouba wieder frei

(Open Doors, Kelkheim) – Bouba* hielt am 10. Juni 2026 gemeinsam mit anderen Männern aus seinem Dorf Wache, als Anhänger von Boko Haram die Siedlung in der Region „Extrême-Nord“ (Äußerster Norden) in Kamerun angriffen. Er und ein anderer Mann wurden entführt. 26 Tage lang war Bouba in der Hand der Entführer. Inzwischen ist er wieder frei und bezeugt Gottes Treue und die Wirksamkeit von Gebet.

Ein afrikanischer Mann steht vor einem Dorf
„Danke an alle, die zu meiner Befreiung beigetragen haben“, sagt Bouba.

„Gott sei Dank haben sie uns nicht getötet!“

Der 60-jährige Bouba ist Vater von sechs Kindern und Mitglied der Kirche in seinem Dorf. Es liegt in der Region Extrême-Nord, die das nördliche Ende Kameruns bildet und direkt an Nigeria angrenzt. In dem Gebiet werden Christen seit Jahren Opfer gewalttätiger Angriffe. Kämpfer von Boko Haram kommen über die Grenze und sind oft gut bewaffnet, so dass Bürgerwehren keine echte Chance haben, sie zurückzuschlagen. Dennoch stellen Männer wie Bouba sich ihnen entgegen, um ihre Familien zu schützen.

Der Angriff ereignete sich gegen zwei Uhr morgens. Bewaffnete Militante griffen einen Kontrollpunkt an und brachten Bouba und einen weiteren Dorfbewohner in ihre Gewalt. Anschließend zwangen sie die beiden, zu Fuß über die Grenze nach Nigeria zu gehen. „Sie kamen, um uns mitzunehmen. Gott sei Dank haben sie uns nicht getötet!“, berichtet Bouba.

Fast einen Monat lang blieb Bouba in Gefangenschaft. Während dieser Zeit wurde er gezwungen, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen und schwere Lasten für die Gruppe zu tragen. Die schweren Lasten und die harte Behandlung setzten seiner Gesundheit zu, vor allem an den Beinen und Fußsohlen.

Seine Familie wurde von den Entführern kontaktiert und zahlte ein Lösegeld. Nach 26 Tagen war Boubas Leidenszeit vorbei und die Entführer ließen ihn gehen. Doch er betont immer wieder, dass all dies nur durch die Gnade Gottes möglich war.

Entführungen in einem Jahr mehr als verdoppelt

„Gott sei Dank! Und danke an alle, die zu meiner Befreiung beigetragen haben“, sagt Bouba. Seine Rückkehr ist zu einem Zeugnis der Hoffnung inmitten der Unsicherheit geworden, unter der die Gemeinden in der Region Extrême-Nord weiterhin leiden. Viele Familien leben mit der Gefahr erneuter Angriffe und Entführungen durch Boko Haram.

Doch der Prozess der Heilung wird noch einige Zeit brauchen. Bouba kehrte mit geschwollenen Beinen aus der Gefangenschaft zurück und hat bis heute Schwierigkeiten beim Gehen. Trotzdem möchte Bouba allen, die für ihn gebetet haben, Worte der Dankbarkeit übermitteln. Er ist sicher: „Gott hat die Gebete seiner Leute erhört.“

Laut einem Bericht des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) wurden im April, Mai und Juni 2026 in der Region Extrême-Nord über 300 Menschen von Extremisten entführt. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 wurden 141 Entführungen gemeldet, damit hat sich die Zahl der Entführungen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

* Name geändert

Bitte beten Sie für Bouba und die Christen im Norden Kameruns

  • Danken Sie Jesus für Boubas Freilassung und seine Zuversicht trotz allen Leides; beten Sie für seine vollständige Heilung.
  • Beten Sie für alle, die sich weiterhin in den Händen von Boko Haram befinden: um Schutz und ihre baldige Freilassung.
  • Beten Sie, dass Jesus den Überfällen ein Ende setzt und die Christen nicht den Mut verlieren.
  • Beten Sie für die Angreifer, dass sie Jesus erkennen und von ihren bösen Taten ablassen.

 

Vielen Dank für Ihr Gebet

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