Ob Kuchenbasar, Sponsorenlauf oder Benefizkonzert: Es gibt viele Möglichkeiten, sich für verfolgte Christen einzusetzen. Erfahren Sie, wie Unterstützer aktiv wurden.
Viele Teile, aber eins
Waldheimer Pfarrer zerschneidet und verteilt seinen Talar, um auf Christen in Syrien hinzuweisen
Der Talar von Pfarrer Reinald Richber neigte sich nach zwanzigjährigem Dienst dem Ende seiner Tage zu. Doch wegwerfen wollte er ihn nicht so einfach. Er wollte ihn nutzen, um etwas Gutes zu tun und Christen in Syrien zu unterstützen – mit einer ungewöhnlichen Aktion.
Berufen zur Priesterschaft
Der Krieg in Syrien hatte Reinald Richber sehr betroffen gemacht. Er hatte ihn dazu veranlasst, sich mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Waldheim-Gehringswalde durch verschiedene Projekte um syrische Flüchtlinge zu kümmern. Noch größer war ihm aber das Anliegen, die in Syrien zurückgebliebenen Christen zu stärken und zu unterstützen.
In seinen Vorbereitungen für den anstehenden Tauferinnerungsgottedienst dachte er an die Berufung jedes Christen zur Priesterschaft aus dem 1. Petrusbrief: Die Berufung zu ermutigen, zu segnen und für jemanden einzustehen – etwas, das nicht nur vom Pfarrer getan werden sollte.
Der zerschnittene Talar
Und hier kam wieder der altgediente Talar ins Spiel: Pfarrer Richber zerschnitt ihn in kleine Stücke und verteilte sie an die Gemeindemitglieder zusammen mit einem Segensspruch, der an diese priesterliche Berufung erinnern sollte. Die Stücke, die übrig blieben, konnte man gegen eine Spende für Christen in Syrien bekommen.
So wurde der zerschnittene Talar ein Symbol für den Auftrag aller Christen, für ihre Geschwister einzustehen und sie zu stärken – auch für die Verfolgten unter ihnen. Und so brachte Reinald Richbers Aktion handfeste Hilfe für die verfolgte Kirche.
Wir bedanken uns herzlich bei Reinald Richber für sein Engagement zur Unterstützung verfolgter Christen und die damit verbundene Spende.
Werden auch Sie kreativ für Ihre verfolgten Glaubensgeschwister! Sie haben bereits eine eigene Aktion durchgeführt? Dann schreiben Sie uns.