Meldungen zu Äthiopien
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(Open Doors, Kelkheim) – Wir besuchen Hiwot*, eine Witwe und Mutter von acht Kindern im ländlichen Äthiopien. Schon vor ihrer Entscheidung für Christus hatte sie kein leichtes Leben. Doch wegen ihres Glaubens erleidet die Familie durch die Dorfgemeinschaft immer wieder Verfolgung und Schikanen. Hiwots Glaube ist anscheinend unerschütterlich. Dennoch steht sie wegen der zahlreichen Herausforderungen kurz davor, aus ihrer Heimat zu fliehen.
Nach dem Tod ihres Mannes war Hiwot allein dafür verantwortlich, ihre acht Kinder zu ernähren. Mit harter Arbeit auf den Feldern kam die Familie knapp über die Runden. Doch dann wurde sie krank. „Ich musste aufhören zu arbeiten. Wenn ich mich bückte, wurden die Schmerzen unerträglich“, erinnert sie sich. „Ich flehte Gott an: ‚Bitte gib uns etwas zu essen!‘ Ich hatte nichts, was ich meinen Kindern anbieten konnte.“
Ihre Gemeinde informierte Open Doors über Hiwots Not, woraufhin gemeinsame Hilfe organisiert wurde. Auch gesundheitlich erholte sich Hiwot vollständig, was in ihrer erweiterten Familie großen Eindruck hinterließ. „Ich bin die Einzige, die Jesus aufgenommen hat. Aber meine Familie ist eigentlich froh, dass ich mich bekehrt habe, denn ich war krank und hatte viele Probleme. Jetzt machen sie mir wegen meines Glaubens keine Schwierigkeiten mehr.“
Leider trifft dies nicht auf die Dorfgemeinschaft zu. Sie machen Hiwot und ihren Kindern das Leben weiterhin schwer. Im vergangenen Jahr brannten Dorfbewohner ihr Haus nieder, während die ganze Familie darinnen schlief. „Einer meiner Söhne weckte mich in den frühen Morgenstunden auf. Er sagte mir, er habe vor unserem Haus jemanden mit einer Fackel gesehen. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht ... Wer sollte um diese Zeit vor dem Haus sein? Also schliefen wir wieder ein. Dann kam das Feuer ins Haus. Wir wachten auf und rannten schreiend nach draußen.“ Das Haus brannte vollständig nieder. Hiwot schildert ihre Verzweiflung: „Durch meinen Kopf rasten ängstliche Gedanken: ‚Ich habe keine Unterstützung ... Werde ich Arbeit finden? Wie soll ich Bleche und Nägel für ein neues Haus kaufen?‘ Drei Tage lang machte ich mir Sorgen. Aber dann erinnerte ich mich daran, dass alles in Gottes Hand liegt. Ich betete: ‚Bitte baue mir, wo immer du willst, ein Haus, wo ich mich mit meinen Kindern niederlassen kann.‘“
Und Gott hörte ihr Gebet. Mit tatkräftiger Hilfe aus der Gemeinde und der Unterstützung von Open Doors konnte innerhalb von drei Wochen eine neue, modernere Hütte für Hiwot errichtet werden. Hiwot berichtet: „Ich kniete nieder und betete: ‚Herr, lass mich dir treu sein. Du bist mein Lohn.‘ Nicht einmal meine Verwandten haben mir geholfen, sondern Gott allein. Er steht den Benachteiligten und Ausgestoßenen bei. Und hier ist mein Haus. Gepriesen sei der Name des Herrn!“
Doch die Situation im Dorf ist unverändert. Hiwot und ihre Kinder bekommen regelmäßig zu spüren, dass sie wegen ihres Glaubens nicht erwünscht sind. Bei gemeinsamen Anlässen wie Beerdigungen kommt immer wieder die Frage: „Warum kannst du nicht sein wie wir?“ Hiwot weiß, dass sie auf sie herabsehen. „Oh, das ist mir egal, ich habe den Herrn. Ich habe Gott und ich bin glücklich.“ Doch mehr als die persönlichen Angriffe machen ihr die gegen ihre Kinder gerichteten Schikanen und die Ausgrenzung schwer zu schaffen. Sie überlegt ernsthaft, sich in die Hauptstadt Addis Abeba aufzumachen, um der Situation zu entkommen.
* Namen geändert
Länderprofil
Weltverfolgungsindex 2026: Platz 36. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Äthiopien verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
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