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Bangladesch: Familie soll vertrieben werden

Eigener Vater zettelt Aufstand gegen Sohn an - Polizei bleibt untätig

(Open Doors) - Im südostasiatischen Bangladesch haben Dorfbewohner einen Christen muslimischer Herkunft massiv unter Druck gesetzt, zum Islam zurückzukehren. Andernfalls müsse Faruk* mit seiner Frau und den Kindern die Ortschaft Chuadanga im Westen des Landes verlassen. Sein eigener Vater hatte muslimische Dorfbewohner zu dem Vorgehen gegen seinen Sohn angestiftet. Wie ein einheimischer Informant dem Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors mitteilte, hatten mehrere Muslime bei einem Treffen mit dem Dorfvorsteher beraten, wie sie Faruk für seinen Glaubenswechsel bestrafen könnten. Geplant war auch, sein Haus niederzubrennen. Faruk hatte sich zuvor bereits erfolglos an die lokale Polizei und Anwälte gewandt.

Vergiftete Wasserleitung

Bangladesch: eine Gruppe Christen muslimischer Herkunft/Open DoorsVor zwei Jahren hatte Faruk ein Treffen mit neun weiteren Christen abgehalten. Muslimische Jugendliche, die auch zu der Versammlung gekommen waren, erstatteten später der Polizei Meldung darüber. Daraufhin wurden er und zwei andere Christen festgenommen. Erst zwei Wochen später kamen sie wieder frei. Ihre Körper wiesen Blutergüsse auf. Im vergangenen Jahr war Faruk mit seiner Familie verboten worden, die öffentliche Wasserstelle zu benutzen. Zuvor war die Quelle in der Nähe seines Hauses vergiftet worden. Open Doors erfuhr vom Schicksal der Familie und half bei der Bereitstellung einer neuen Wasserleitung. (Symbolfoto: Gruppe von Christen/Open Doors)

Vor zwei Wochen flammten die Feindseligkeiten erneut auf, nachdem Faruks Vater wegen des christlichen Glaubens seines Sohnes verboten wurde, in einer örtlichen Moschee im Chaudanga Bezirk anzubeten. Als Vergeltung drängte der Vater den Sohn, das Dorf zu verlassen. Als sich dieser weigerte, zettelte der Vater die Dorfgemeinschaft an, gegen den Sohn vorzugehen. Ein lokaler Mitarbeiter von Open Doors steht derzeit in Kontakt mit der örtlichen Polizei, um die Beamten dazu zu bewegen, Faruk und seine Familie zu schützen. "Wir können zwar nicht persönlich vor Ort sein, aber wir stehen mit Faruk in Verbindung. Doch bittet die Christen weltweit in dieser schwierigen Lage für Faruk und sein Familie zu beten. Sie brauchen viel Weisheit, ob sie sich dem Druck beugen und aus dem Dorf wegziehen sollen."

Ehemalige Muslime unter Druck

Unter den mehr als 150 Millionen Einwohnern Bangladeschs gibt es nur nahezu zwei Prozent Christen. Der Islam ist Staatsreligion, jedoch wird anderen Glaubensrichtungen Religionsfreiheit zu gesagt. Doch insbesondere Christen muslimischer Herkunft müssen jederzeit damit rechnen, dass örtliche Behörden oder Teile der Gesellschaft Gottesdienste stören oder einzelne Christen unter Druck setzen. Konvertieren Muslime zum christlichen Glauben, so riskieren sie, vor die muslimische Gemeindeversammlung gestellt zu werden. Dort werden sie schikaniert oder mit dem Tode bedroht, sollten sie sich weigern zum Islam zurückzukehren. In diesem Fall droht die Verbannung aus der Ortsgemeinde oder ihnen wird der Zugang zu den Dorfbrunnen verwehrt.

*Name geändert

Bitte stellen Sie sich mit Ihrem Gebet an die Seite von Faruk und seiner Familie, um sie zu ermutigen und zu stärken. Wir danken Ihnen von Herzen.

  • Danken Sie Gott für das Leben von Faruk. Er ist so treu in seinem Glauben und kümmert sich hingebungsvoll um andere Glaubensgeschwister.
  • Beten Sie um Schutz und Bewahrung für die Familie. Beten Sie auch für Faruks Vater und um Versöhnung. Möge er den Glauben seines Sohnes akzeptieren und ihn nicht als Feind ansehen.
  • Beten Sie um Weisheit auch für unseren Mitarbeiter, der sich für die Familie bei der Polizei einsetzt.

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