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Chibok-Mädchen frei – Eltern danken Gott

Pastor zu Open Doors: „Durch die Gebete haben wir überlebt“

(Open Doors, Kelkheim) – Unbeschreiblicher Jubel sowie Tränen der Erleichterung, Freude und Dankbarkeit prägten das Wiedersehen der 82 freigelassenen Mädchen aus Chibok mit ihren Familien am 7. Mai 2017. Pastor Enoch Mark, dessen zwei Töchter ebenfalls entführt worden waren, ist hoffnungsvoll: „Das sind gute Nachrichten! Wir haben diesen Tag herbeigesehnt. Wir hoffen, dass die übrigen Mädchen bald freikommen.“

 

Der Sprecher der Chibok-Eltern, Yakubu Nkeki Maina, beim Open Doors Tag 2016. Seine Tochter Maimuna kam ebenfalls am 7. Mai 2017 frei
Bild: Der Sprecher der Chibok-Eltern, Yakubu Nkeki Maina, beim Open Doors Tag 2016. Seine Tochter Maimuna kam ebenfalls am 7. Mai 2017 frei.

 

In den letzten drei Jahren hatten Mitarbeiter von Open Doors die Eltern der Chibok-Mädchen immer wieder besucht und mit Medizin, Lebensmitteln und nicht zuletzt Traumabegleitung unterstützt und im gemeinsamen Gebet ermutigt. Als sie vor einigen Monaten Tausende von Ermutigungsbriefen aus aller Welt brachten, vergruben sich die Eltern regelrecht in den Briefen. Eine Mutter sagte: „Das ist unser einziger Trost – zu wissen, dass Menschen für uns beten.“ Zwischen Zusicherungen der Regierung und immer neuen Gerüchten vertrauten viele der Eltern auf Gott und trafen sich wöchentlich zum Gebet. Der Sprecher der Chibok-Eltern, Yakubu Nkeki Maina, der auch beim Open Doors Tag 2016 über die Situation in Nigeria berichtet hatte, kommentierte dazu noch vor wenigen Tagen: „Wir haben schlaflose Nächte und der Schmerz in unseren Herzen wächst Tag für Tag. Wir aber schauen auf zu Gott, der in der Lage ist, zu unserer Rettung zu kommen.“ Nun sind seine Tochter Maimuna und weitere 81 Mädchen endlich frei! 

Getragen von Gebet und getröstet durch die weltweite Gemeinschaft

Anfang April hatte Open Doors vernommen, dass voraussichtlich etwa 100 Mädchen nach Hause zurückkehren würden. Sie alle hätten sich geweigert, zum Islam überzutreten. Andere jedoch würden aus Scham nicht zurückkehren, weil sie zur Ehe mit Anhängern von Boko Haram gezwungen und manche schwanger geworden waren. Sie und ihre Eltern benötigen weiter unser anhaltendes Gebet. Pastor Ayuba betont, wie wichtig das ist: „Durch eure Gebete haben wir überlebt. Ganz sicher ist das so: Durch die Kraft, die aus euren Gebeten kommt, haben wir überlebt.“

Open Doors hat nicht zuletzt in einem am 24. Februar 2016 vorgelegten Bericht das verheerende Ausmaß von Gewalt gegen Christen im Norden Nigerias aufgezeigt. Raub, Mord, Vergewaltigungen und die Zerstörung von Kirchen, Häusern und Geschäften weisen auf die gezielte Vertreibung von Christen aus Nigerias Norden hin. Tausende, zumeist christliche, Mädchen wurden in den letzten Jahren entführt. Von den Chibok-Mädchen verbleiben noch 114 in Gefangenschaft. Für sie alle und ihre Eltern ruft Open Doors weiterhin zum Gebet auf.

Für Fotos und Interviews mit Markus Rode wenden Sie sich bitte an unser Pressebüro.

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