China: Ein Anruf vom Geheimdienst

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China: Ein Anruf vom Geheimdienst

Christen muslimischer Herkunft werden überwacht und unter Druck gesetzt

(Open Doors, Kelkheim) – Lange Zeit wurden Christen in China unterdrückt und verfolgt, doch heute können zumindest die Christen unter den Han-Chinesen, der größten ethnischen Gruppe im Land, ihren Glauben weitgehend offen leben. Für Christen muslimischer Herkunft gilt dies jedoch nicht. Omar* gehört einem traditionell islamischen Volk im Westen Chinas an. Als er vor einigen Jahren begann, Jesus nachzufolgen, wurde er von Nachbarn, Freunden und Verwandten beschimpft und bedrängt. Es war eine enorme Ermutigung für ihn, als auch andere Muslime in seiner Stadt sich für Jesus entschieden. Sie treffen sich heimlich einmal in der Woche, um Gott anzubeten und in der Bibel zu lesen.

China
Symbolbild

„Als ob mein Albtraum Wirklichkeit würde“

Eines Tages erhielt Omar eine telefonische Vorladung zur Polizeistation. „Ich war wie benommen. Es war klar, dass die Behörden meine Adresse kannten und über meinen neuen Glauben Bescheid wussten. Ich überlegte mir, was ich antworten könnte. Es war, als ob mein Albtraum Wirklichkeit würde. Ich fragte mich, was mit meiner Frau und meinen Kindern geschehen würde, wenn ich ins Gefängnis käme. Als meine Frau nach Hause kam, erzählte ich ihr, was geschehen war, und sie war ebenfalls entsetzt. Wir wussten nicht, was wir tun sollten. Gemeinsam knieten wir nieder und beteten. Als wir beteten, kam mir Matthäus 10,19 in den Sinn. Von da an wusste ich, dass mir der Heilige Geist die richtigen Worte schenken würde.“

Evangelisation beim Verhör

Von der Polizei erwartete Omar Anschuldigungen und Drohungen und betete um die richtigen Worte. Doch der Beamte schüttelte ihm die Hand und sagte, er solle sich entspannen. „Nehmen Sie Platz. Ich hörte, dass Sie Christ geworden sind, ist das richtig?“ – „Ja, Jesus hat mein Leben verändert. Früher hasste ich die Han-Chinesen, heute liebe ich sie.“ – „Was denken Sie über unsere Regierung?“ – „Bevor ich Christ wurde, mochte ich sie nicht und dachte, die chinesische Regierung sei nur da, um uns auszunehmen. Aber jetzt achte ich sie, weil uns die Bibel lehrt, die Obrigkeit anzuerkennen.“ Omar war selbst überrascht von dem, was er sagte. Später erzählte er dem Beamten von Jesus und ermutigte ihn, Jesus nachzufolgen. Am Ende des Gespräches bot der Polizist an, ihn nach Hause zu fahren.

Als Omar erleichtert zu Hause ankam, sah er, wie seine Frau im Wohnzimmer kniete und betete. „Gott ist treu, mir geht es gut!“, rief er ihr zu.

*Name geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in China stellen!

  • Danken Sie für Christen muslimischer Herkunft wie Omar und für Gottes Hilfe im Umgang mit den Behörden.
  • Danken Sie dafür, dass viele Christen in China heute ihren Glauben relativ frei leben können. Derzeit beobachtet Open Doors jedoch, dass die Überwachung der Christen wieder zunimmt.
  • Bitte beten Sie, dass Jesus die Christen muslimischer Herkunft, die Verfolgung und Diskriminierung erlebt haben, tröstet und heilt.
  • Beten Sie, dass Gott ihren Glauben stärkt und sie gebraucht, damit noch mehr Menschen in ihrem Umfeld zu Jesus finden.

 

Wollen Sie sich aktiv für verfolgte Christen einsetzen und mithelfen, das Thema Christenverfolgung bekannter zu machen?  Wir suchen noch ehrenamtliche Helfer für den Open Doors Tag 2017 und den Open Doors Jugendtag 2017 am Himmelfahrts-Wochenende! Weitere Informationen gibt es unter: www.opendoors.de/mitarbeit

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