Persönliche Berichte

Indien: Getröstet und getragen in allen Stürmen

Vaani und ihre zwei Töchter erleben Gott in Verfolgung und großer Not

(Open Doors, Kelkheim) – „Erhobenen Hauptes werde ich auf meine Feinde rings um mich herabsehen. Und ich will dort in seinem Heiligtum mit lautem Jubel meine Dankopfer bringen, ich will den Herrn preisen mit Musik und Gesang“ (Psalm 27,6). Vaani* kann das ganze Gewicht dieses Psalmwortes ermessen, wenn sie auf alle Schläge, Beschimpfungen und Nöte zurückblickt, die sie in den letzten Jahren erdulden musste. Denn sie hat erlebt, wie Gott sie getröstet und versorgt hat.

Vaanis sagst: „Eure Hilfe hat den Weg bereitet für noch mehr Segen für mich und meine Familie“
Vaani sagt: „Eure Hilfe hat den Weg bereitet für noch mehr Segen für mich und meine Familie“

Vom Ehemann beschimpft, verprügelt und betrogen

Vaani ist alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern im Teenageralter und wohnt bei ihren Eltern. Als sie noch bei ihrem Mann wohnte, war ihre Mutter schwer erkrankt. Die Familie hatte daraufhin Hilfe bei verschiedenen Ärzten gesucht und Zuflucht bei der Anbetung ihrer Hindu-Götter genommen. Doch als alles nichts half, wandten sie sich an die Christen in ihrer Nachbarschaft und erlebten, wie Jesus ihre Mutter von schwerer Krankheit heilte. Für Vaani und ihre Töchter war klar: Diesem Jesus wollten sie ihr ganzes Leben anvertrauen.

Vaanis Ehemann war von Anfang an gegen ihre Entscheidung. Sie sagt: „Anfangs gingen meine Töchter und ich heimlich in die Kirche oder wenn er nicht da war, aber zu unserer Überraschung folgte er uns ständig und wusste, wo wir uns aufhielten.“ Weil sie unerschütterlich an ihrem Glauben festhielt, ging ihr Mann immer wieder in alkoholisiertem Zustand auf sie los, schrie sie an und beschimpfte auch die Töchter: Sie sollten aufhören, die christlichen Gottesdienste zu besuchen. Als Vaani von der Affäre ihres Mannes mit einer anderen Frau erfuhr, konnte sie es nicht länger ertragen und floh zusammen mit ihren Töchtern zu ihren Eltern.

„Ich preise Gott auch für das Leid und die Schmerzen“

Sogar dorthin folgte ihr Mann ihr, randalierte vor dem Haus und setzte Vaani weiter unter Druck. Die Situation wurde noch dadurch erschwert, dass die Einkünfte ihrer Eltern nicht ausreichten, um den gemeinsamen Haushalt weiterzuführen. Ihre Gemeinde half, so gut sie konnte, doch infolge der Pandemie war auch das irgendwann nicht mehr möglich. Zu dieser Zeit erfuhren Partner von Open Doors von Vaanis Lage und halfen ihr, einen kleinen Laden für Stoffe einzurichten. Doch das war nur der erste Teil von Gottes Versorgung. Vaani berichtet: „Sobald ich eure Hilfe erhielt, öffnete Gott einen Weg und man bot mir einen Job in einer nahegelegenen Fabrik an; eure Hilfe hat den Weg bereitet für noch mehr Segen für mich und meine Familie.“

Bei einem Treffen mit unseren Partnern sagt Vaani: „Gott hat mein Haupt erhoben und mich von meinem Leiden befreit. Ich sehnte mich danach, euch mein Zeugnis zu erzählen, und habe darum gebetet. Euer Besuch hat mir geholfen, seinen Namen zu ehren und zu bezeugen, wie eure Hilfe mich ermutigt und Türen zu vielen weiteren Segnungen in meinem Leben geöffnet hat. Ich preise Gott auch für das Leid und die Schmerzen, die ich durchgemacht habe, obwohl es schmerzhaft ist, an diese Zeiten zu denken, aber in all meinem Schmerz bin ich sicher, dass Gott seine Hand über mir hält.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Vaanis Familie und die Christen in Indien!

  • Danken Sie für Vaanis Zeugnis von Gottes Versorgung und ihren festen Glauben.
  • Beten Sie um Schutz und Glaubensstärke für alle ehemaligen Hindus, die durch ihre eigenen Angehörigen verfolgt werden.
  • Beten Sie für die notleidenden Christen in Indien, deren Situation durch die Auswirkungen der Pandemie zusätzlich verschärft wird.
  • Beten Sie für Vaanis Ehemann und andere Verfolger, dass Jesus sich ihnen offenbart und viele Hindu-Extremisten zum Glauben an ihn finden.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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