Persönliche Berichte

Indien: Vom eigenen Vater schikaniert, von Gott getragen

Im Kampf um ihre Berufung erlebt Rupa die Fürsorge ihrer geistlichen Familie

Als die junge Rupa* beschloss, Jesus Christus nachzufolgen und dafür auch ihre Karriereplanung aufzugeben, änderte sich ihr Leben um 180 Grad. Früher Lieblingskind ihres Vaters, erlebt sie nun seinen erbitterten Widerstand. Am stärksten schmerzt sie, dass er selbst seinen Glauben offenbar aufgegeben hat – obwohl er Jesus persönlich erlebt hat. Doch mit der Hilfe eines Pastors und vieler Christen in aller Welt überwindet sie alle Traurigkeit und Widerstände und hält bis heute an Gottes Berufung fest.

 

Viele Unterstützer ermöglichen Rupa, ihre Ausbildung fortzusetzen. Sie sagt: „Mir fehlen die Worte, um all denen zu danken, die mir helfen."
Viele Unterstützer ermöglichen Rupa, ihre Ausbildung fortzusetzen. Sie sagt: „Mir fehlen die Worte, um all denen zu danken, die mir helfen."

Auf keinen Fall Gott dienen

Rupa ist das mittlere von fünf Geschwistern. Sie alle waren zum Glauben an Jesus gekommen, nachdem der Vater eine Heilung erlebt und daraufhin seiner Familie das Evangelium erzählt hatte. Doch für sie sei Christus zunächst nicht mehr als ein Name gewesen, erklärt Rupa – bis sie bei einer kirchlichen Jugendfreizeit eine persönliche Begegnung mit ihm hatte und beschloss, anstelle einer Karriere als Buchhalterin einen geistlichen Dienst anzustreben.

Sie erwartete, dass ihre Familie über ihren Entschluss glücklich sein würde – allen voran ihr Vater. Doch als sie die Neuigkeiten verkündete, verbot er ihr streng, über einen geistlichen Dienst auch nur nachzudenken. Rupa sollte eine angesehene Buchhalterin werden und Geld verdienen. Später, nach ihrer Heirat, könne sie immer noch Gott dienen.

„Ich musste ins Badezimmer gehen, um zu beten“

Trotz seines Heilungserlebnisses hatte Rupas Vater begonnen, sich von Jesus abzuwenden, und setzte Rupa unter großen Druck. „Ich musste ins Badezimmer gehen, um zu beten und die Bibel zu lesen. Ich war so traurig, dass mein Vater seinen Glauben völlig aufgegeben hatte und mich auf diese Weise schikanierte. Er hörte auf, mich für meine Ausbildung am College zu unterstützen, und sprach nicht mehr mit mir.“ Rupas Vater drohte: „Wenn du weiterhin Jesus folgst und ihm in der Kirche dienst, werden wir alle Verbindungen zu dir abbrechen.“ Schweren Herzens beschloss Rupa, weiterhin in ihrer Kirche mitzuarbeiten. Ihre Ausbildung schien sie beenden zu müssen.

Unterstützung erhielt Rupa jedoch von ihrem Pastor. Er brachte sie auch mit lokalen Partnern von Open Doors in Verbindung. Rupa berichtet: „Sie halfen mir, mich bei einem guten College einzuschreiben und weiter studieren zu können.“

Sicher geborgen beim himmlischen Vater

Ihr Vater versucht weiter, Rupa von ihrem Weg abzubringen. Bei einem Besuch zu Hause schloss er sie sogar ein, um sie an der Fortsetzung ihrer Ausbildung zu hindern. Mit Tränen berichtet sie von ihrem Schmerz, wenn Mitschülerinnen von ihren Vätern erzählen. Auf die Frage, was ihr Kraft gibt, weiterzumachen, zitiert Rupa den Propheten Jesaja: „Kann eine Mutter etwa ihren Säugling vergessen? Fühlt sie etwa nicht mit dem Kind, das sie geboren hat? Selbst wenn sie es vergessen würde, vergesse ich dich nicht! Sieh, ich habe dich in meine Handflächen gezeichnet.“ (Jesaja 49,15-16) Rupa erklärt: „Diese Verse versichern mir, dass, auch wenn die Menschen mich verlassen, mein Gott mich nicht im Stich lassen wird.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Rupa:

  • Danken Sie Jesus für Rupas Entschlossenheit und Treue im Glauben.
  • Beten Sie für Rupa und andere junge Christen, die Jesus in seinen Dienst berufen hat, dass er ihren Glauben stärkt und sie seine Fürsorge immer wieder erleben.
  • Beten Sie, dass Rupas Vater sein Herz wieder neu für Jesus öffnet und sich mit seiner Tochter versöhnt.
  • Danken Sie auch für ihren Pastor und die vielen Christen, die sie bis heute praktisch unterstützen.

 

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