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Irak: Aktuelle Gebetsanliegen

Christen blicken trotz neuer Herausforderungen hoffnungsvoll ins neue Jahr

(Open Doors, Kelkheim) – Der 10. Dezember wurde im Irak offiziell zum Feiertag erklärt – als Tag des endgültigen Sieges über den IS. Für die leidgeprüften irakischen Christen gibt es zurzeit eine Reihe hoffnungsvoller Entwicklungen. Doch während immer mehr in ihre Heimat zurückkehren und der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Dörfer Fortschritte macht, bleiben große Herausforderungen. Die vielen Anlässe zum Dank und zu weiterer Fürbitte bilden deshalb den Kern dieser Meldung.

Danken wir Gott für die tausenden christlichen Familien, die im gerade beendeten Jahr Weihnachten erstmals wieder in ihren Heimatdörfern und -städten in der Ninive-Ebene feiern konnten. Für viele hat sich damit ein Traum erfüllt.

Beten wir dafür, dass die vom IS erzeugte antichristliche Stimmung überwunden wird und Christen gute Beziehungen zu den Menschen in ihrem Umfeld aufbauen können.
 

Irak
Bild: Eine christliche Familie auf dem Balkon ihres wieder instand gesetzten und dekorierten Hauses

 

Beten wir für die Heimkehrer und die Verantwortlichen in den Kirchen. Priester und Kirchenkomitees stehen vor kaum zu bewältigenden Aufgaben. Neben den vielfältigen praktischen Herausforderungen des Wiederaufbaus werden sie durch ihre seelsorgerliche Tätigkeit mit den inneren Nöten vieler Menschen konfrontiert, die in den letzten Jahren unfassbares Leid erlebt haben. Viele haben kaum Zeit für sich und die eigene Familie und brauchen dringend eine Pause oder Seelsorge.

Beten wir um eine gute Lösung für die Zukunft von Kirkuk. Die Stadt ist aufgrund ihres Ölreichtums immer wieder Anlass für Konflikte zwischen der irakischen und der kurdischen Regierung; die Hauptleidtragenden sind Minderheiten wie die Christen.

Beten wir um Heilung für ehemalige Gefangene des IS wie Rana Behnam (Anfang 30) und Rita Habib (heute 30), die im August befreit wurden. Sie haben in der Gefangenschaft schrecklichen Missbrauch erlebt und mussten u.a. Videos von Hinrichtungen ansehen.

Danken wir für die vielen, die in den letzten Jahren zum Glauben an Jesus gefunden haben. Ihre Zahl ist seit der Invasion des IS spürbar gewachsen; einige möchten ihren neuen Glauben unbedingt weitergeben. Das ist erfreulich, birgt aber auch große Gefahren.

Danken wir für die fruchtbare Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im Bereich der Mikrokredite. Mithilfe vieler Unterstützer konnte Open Doors auf diesem Weg bereits zahlreichen Familien ein eigenes Einkommen und damit eine Lebensgrundlage sichern. Rückmeldungen bestätigen, dass dieser Ansatz sehr gut funktioniert.

Beten wir für alle Christen, deren Alltag voller Kämpfe und Nöte ist. Einige können ihr Studium aus Geldmangel nicht weiterführen, andere sind arbeitslos. Manche Familien stehen wegen hoher medizinischer Kosten oder anderer notwendiger Ausgaben für die Wohnungsmiete oder die Fahrt ihrer Kinder zur Schule vor riesigen Herausforderungen.

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