Persönliche Berichte

Kamerun: Bitte um Gebet für entführte Christen

Trotz Militäroperationen immer wieder Angriffe durch Islamisten

(Open Doors, Kelkheim) – Aus dem Norden Kameruns haben die dort lebenden Christen eine dringende Bitte um Gebet geäußert. Anlass ist die Entführung von zwei Gläubigen am vergangenen Montag, dem 10. August. Der Vorfall ereignete sich in der Provinz Extrême-Nord in unmittelbarer Nähe zum Nachbarland Nigeria.

Ein Dorf im Norden Kameruns: Einige runde Hütten vor einer Berglandschaft.
Leben mit der Ungewissheit: Dörfer wie dieses im Norden Kameruns werden immer wieder zum Ziel islamistischer Angreifer

Plünderungen und Gewalt drohen jederzeit

Gegen zehn Uhr abends hatten unbekannte Angreifer das Dorf Mahoula im Bezirk Mayo-Sava überfallen. Es liegt etwa 10 km von der Stadt Mora entfernt. Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe wiederkehrender Angriffe, von denen die Gemeinden in der Region immer wieder betroffen sind. Entführungen, Überfälle auf Dörfer und Plünderungen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele Familien in Angst und Unsicherheit leben. Hauptverantwortlich dafür sind die islamistische Gruppierung Boko Haram und ihr nahestehende Splittergruppen, die ihre christenfeindlichen Aktivitäten seit 2014 über Nigeria hinaus ausgedehnt haben. Die Gemeinden in der Grenzregion stehen dadurch enormen Problemen gegenüber – und das trotz immer neuer militärischer Operationen durch das kamerunische Militär.

 

Der Kampf, Glauben und Hoffnung zu bewahren

Pastor Babien stammt aus Amchidé, einem Dorf, das zum selben Bezirk gehört wie Mahoula. Er beschreibt die Situation der Kirchen und christlichen Familien in seinem Umfeld so: „In unserer Gegend hat die Kirche mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wir erleben regelmäßig Entführungen und sexuelle Übergriffe. Immer wieder wird Kircheneigentum zerstört und wir sind regelmäßigen Angriffen ausgesetzt.“ Pastor Babien betont, dass viele Christen über das körperliche Leid hinaus darum kämpfen, die Hoffnung zu bewahren und in ihrem Glauben standhaft zu bleiben. „Ich möchte euch auch bitten, für uns zu beten, damit unser Glaube nicht wankt. Denn angesichts dieser Prüfungen sagt uns das Fleisch irgendwann, wir sollen aufgeben.“

Gebet für die Angreifer: „Bei Gott ist alles möglich!“

Der Zeitpunkt der jüngsten Angriffe birgt noch eine weitere Bedrohung, wie Pastor Babien erklärt. Im Moment ist Erntezeit. Die Angriffe halten viele Bauern davon ab, auf ihre Felder zu gehen. Dadurch stellen sie eine direkte Bedrohung für die Lebensgrundlage der Menschen dar.

Neben den vielen Nöten unter den Christen nennt der Pastor jedoch noch ein bemerkenswertes Gebetsanliegen ganz nach den Lehren Jesu: „Ich möchte, dass ihr uns im Gebet unterstützt, damit auch diejenigen, die uns verfolgen, zum Glauben kommen. Denn bei Gott ist alles möglich.“

Bitte beten Sie für die Christen in Kamerun:

  • Beten Sie um Schutz für die Entführten und um ihre baldige Freilassung.
  • Beten Sie, dass Jesus den Christen in der Region seinen Frieden schenkt und ihren Glauben stärkt.
  • Beten Sie um Gottes Versorgung besonders für die Witwen und Waisen – sowohl im Blick auf die Ernährungssituation als auch auf ihre seelische Gesundheit.
  • Beten Sie für die Anhänger von Boko Haram, dass Gottes Geist sie von ihrer Bosheit überführt, sie Jesus erkennen und ihr Leben ändern.

Immer neue Überfälle setzen die christliche Gemeinschaft im Norden Kameruns unter Druck; nach dem jüngsten Vorfall erreichte uns ihre Bitte um Gebet.

Vielen Dank für Ihr Gebet

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