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Kenia: Al Shabaab enthauptet drei Christen

Die Angreifer kamen in der Nacht. Sie kannten die Häuser der nicht-muslimischen Familien.

(Open Doors, Kelkheim) – Am 6. September um 1.30 Uhr morgens überfiel eine Gruppe von etwa 30 schwerbewaffneten Männern in Militärkleidung eine Siedlung nahe dem Dorf Hindi in West-Lamu. Die Angreifer umzingelten einzelne Häuser und riefen laut die Namen von Männern, die keine Muslime waren. Als die drei Gerufenen nach draußen kamen, kontrollierten die Milizionäre ihre Ausweise und enthaupteten sie danach.
 

Kenia
Symbolbild

Al Shabaab will ein Kalifat an der Ostküste Afrikas errichten

Die Küstenregion und ihre Bewohner erleben seit Jahren blutige Überfälle und Anschläge durch die Al-Shabaab-Miliz. Besonders betroffen sind die Christen, die in dieser Region – anders als im restlichen Kenia – nur eine Minderheit sind. Angriffe auf Kirchen, Busse und öffentliche Plätze, bei denen gezielt Christen getötet wurden, unterstreichen die Entschlossenheit der islamistischen Gruppierung, an der Ostküste Afrikas ein Kalifat im Stil des IS errichten zu wollen. Der Al-Kaida-Ableger zeichnete auch verantwortlich für den mörderischen Überfall auf die Universität in Garissa im April 2015, bei dem mehr als 140 christliche Studentinnen und Studenten ermordet wurden.

Die Enthauptung der drei Männer am 6. September wird ebenfalls Al Shabaab zugeschrieben.

Den Angreifern war bekannt, wo Christen wohnen

In Lamu leben mehrheitlich Muslime, die Angreifer gingen gezielt zu den Häusern der nicht-muslimischen Familien. Ermordet wurden:

  • Gerald Wanjohi, dessen Frau Catherine auf das Dach des Hauses fliehen konnte, als die Mörder kamen. „Sie sprachen Somali und gebrochenes Suaheli“, berichtet sie.
  • der 49-jährige Guchu Ndung’u, dessen Tochter Grace gezwungen wurde, die Enthauptung ihres Vaters mit anzusehen.
  • Joseph Kimani, er war Lehrer an der Bobo-Grundschule. Zusätzlich wurde sein Haus niedergebrannt.

Die Menschen in Hindi gingen noch am Tag der Morde auf die Straße, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Sie forderten mehr Schutz und äußerten schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Der waren seitens der Bevölkerung bewaffnete Gruppen gemeldet worden, die Polizei hätte jedoch nichts unternommen, berichtete ein Mann in Suaheli gegenüber dem Fernsehsender KTN TV.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nimmt Kenia aktuell Rang 18 unter den Ländern ein, in denen Christen weltweit einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt sind. Partner von Open Doors haben inzwischen die trauernden Familien besucht und bitten für sie um Gebet.

 

Bitte beten Sie für die Christen in Kenia!

  • Beten Sie besonders für die Familien, deren Angehörige ermordet wurden.
  • Beten Sie auch für die Kirchengemeinden in der Küstenregion Kenias, dass die Leiter mit Weisheit und Umsicht auf die Gewalt reagieren.
  • Beten Sie bitte für die Christen in der Region Lamu, dass ihre Herzen durch Gottes Liebe und Trost gestärkt werden und sie entschlossen das Evangelium des Friedens verkünden.

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