Weltverfolgungsindex 2026: Platz 30. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Mexiko verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
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Mexiko: Christen bitten angesichts massiver Unruhen um Gebet
(Open Doors, Kelkheim) – In Mexiko herrscht nach dem Tod des Drogenbosses „El Mencho“ am vergangenen Sonntag der Ausnahmezustand. In 20 Bundesstaaten Mexikos wurden bei koordinierten Angriffen Fahrzeuge in Brand gesetzt, Geschäfte angezündet und Autobahnen blockiert. In Gewerbe- und Wohngebieten kam es zu Schießereien. Auch Christen, die seit Jahren immer wieder ins Visier der Drogenkartelle geraten, werden gezielt bedroht. Sie beten für eine Beruhigung der chaotischen Situation und bitten um unsere Gebetsunterstützung.
Priester beten auf den Dächern der Kirchen
Von den Bundesstaaten war Jalisco am stärksten betroffen. Behörden erklärten die Alarmstufe Rot, aktivierten Notfallprotokolle und verstärkten die Militärpräsenz. In der Landeshauptstadt Guadalajara wurden der Flughafen und das Krankenhaus aus Sicherheitsgründen evakuiert. Die Behörden forderten die Einwohner auf, in ihren Häusern zu bleiben. „Die Straßen sind leer. Schulen und Geschäfte sind geschlossen. Die Menschen können ihre Häuser nicht verlassen“, sagt Evelyn Ramírez*, Mitglied des Open Doors-Teams in diesem Land.
In Jalisco und Guanajuato haben einige Kirchen ihre Gottesdienste ausgesetzt. Andere beendeten ihre Versammlungen nach dem ersten Angriff vorzeitig. Eine Kirche in Guanajuato wurde zum Ziel der Gewalt, als Kartellmitglieder während einer Beerdigung draußen ein Fahrzeug in Brand setzten. Einige Kirchenleiter erhielten auch direkte Drohungen. „Uns wurde gesagt, wir sollten zu Hause bleiben und alle Aktivitäten absagen. Wenn wir uns nicht daran halten, könnten wir getötet werden“, sagt Pastor Juan Manuel Ruiz*.
Als sich die Gewalt ausbreitete, wandten sich viele Christen dem Gebet zu. In Guadalajara sah man Priester auf den Dächern der Kirchen über der fast menschenleeren Stadt beten. „Die Lage ist kritisch“, sagt Evelyn. „Bitte betet weiter für unser Land, damit die Ordnung wiederhergestellt werden kann.“
Einsatz für Frieden und Versöhnung verstärkt Gefahren
Die Aktivitäten krimineller Gruppen, oftmals im Zusammenhang mit Drogengeschäften, führen seit Jahren zu einer Eskalation der Gewalt in Mexiko. Christen und Gemeindeleiter, die in den umkämpften Gebieten leben, sind ständig der Gefahr gezielter Übergriffe ausgesetzt. Diese geschehen immer dann, wenn Christen als Bedrohung für kriminelle Machenschaften wahrgenommen werden oder sie nicht auf die Forderungen der kriminellen Gruppen eingehen.
Um der herrschenden Gewalt entgegenzuwirken, fördern christliche Gemeinden das gesellschaftliche Engagement durch soziale Initiativen und konkrete Vorschläge, um den Weg für Versöhnung im Land zu ebnen. Dieses öffentliche Engagement der Kirchen hat jedoch häufig zur Folge, dass ihnen aktive Missionierung vorgeworfen wird und sie deshalb angefeindet werden.
Die anhaltende Unsicherheit lässt viele Glaubensgemeinschaften ungeschützt und trägt zu einem allgemeinen Klima der Angst und einer Kultur des Terrors bei. Staatliche Bemühungen, dieser Dynamik entgegenzuwirken, fehlen weitgehend oder bleiben wirkungslos.
*Name geändert
Bitte beten Sie für die Christen in Mexiko:
- Beten Sie um ein baldiges Ende der Unruhen, so dass wieder Frieden und Ruhe in Mexiko einkehren.
- Danken Sie für das Engagement vieler Christen, die sich dem Gebet widmen und sich für Versöhnung einsetzen.
- Beten Sie besonders für die Kirchenleiter um Schutz und Weisheit, wie sie in der gegenwärtigen Situation ihren Dienst tun können.
- Beten Sie für alle Sicherheitskräfte um Mut, Bewahrung und Gelingen, so dass sie ihren Teil zur Beruhigung der Lage beitragen können.
- Beten Sie für die Mitglieder der Drogenkartelle und kriminellen Gruppen, dass Gottes Geist unter ihnen wirkt und sie sich zu Jesus wenden.
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Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!