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Nigeria: Ermutigung verändert Esthers Leben

Gepeinigt von Boko Haram, getragen von der Liebe anderer Christen in aller Welt

(Open Doors, Kelkheim) – Nach dreijähriger Gefangenschaft und Misshandlung durch Boko Haram setzte sich das Leiden der heute 20-jährigen Esther auch in ihrem Heimatdorf fort. Dort erlebt sie bis heute viel Ablehnung. Doch dank der Gebete und Ermutigung durch Christen aus aller Welt schöpfte sie neuen Mut (Open Doors berichtete).
 

Kleines Frühstück und Spaß zu zweit - Esther und ihre Tochter Rebecca
Bild: Kleines Frühstück und Spaß zu zweit – Esther und ihre Tochter Rebecca

Seit zwei Jahren steht Open Doors in engem Kontakt mit Esther und ihrer zweijährigen Tochter Rebecca. Sie erhielt praktische Unterstützung, Traumabegleitung und nicht zuletzt zahlreiche Ermutigungsbriefe von Christen aus aller Welt. Unsere Mitarbeiterin Hannah* berichtet von ihrem jüngsten Besuch:

Persönliche Post vom britischen Außenminister

Wir treffen Esther am College von Maiduguri, wo sie ein Sportstudium begonnen hat. Nach der freudigen Begrüßung erzählt sie: „Ich finde es schwierig, das Studium nach so langer Abwesenheit von der Schule zu bewältigen. Aber ich bin entschlossen, bis zum Ende durchzuhalten. Gott hilft mir.“ Während Esthers Collegebesuch wohnt die kleine Rebecca bei Esthers Tante in einem nahegelegenen Lager für Binnenflüchtlinge. Die junge Mutter ist unsicher, was sie in den Schulferien tun wird, da es für sie keinen Platz im Lager gibt. Bei dem Gedanken sagt sie: „Das Leben scheint manchmal unfair“. Das scheint der richtige Moment zu sein, um unser Ermutigungspaket abzuliefern.

Zunächst ein ganz besonderer Brief: vom britischen Außenminister Jeremy Hunt. Als ich ihr den gedruckten Brief überreiche und ihr erkläre, von wem er kommt, sieht sie ihn immer wieder verwirrt an und fragt schließlich: „Woher kennt er mich?“ – „Christen auf der ganzen Welt haben deine Geschichte gehört und sind so besorgt um dich. Sie beten mit dir“, erkläre ich. Darauf strahlt sie übers ganze Gesicht, während sie den Brief fest an ihre Brust drückt.

Ablehnung zu Hause – Liebe von Christen aus aller Welt

Aber es gibt noch mehr Liebe und Ermutigung. Als wir ihr die Tasche mit Briefen von Unterstützern überreichen, kann sie kaum ihren Augen trauen. „Was ist das ...?“ fragt sie, und dann: „Oohhhh! Was für schöne Karten!“, während die bunte Tasche ihren noch bunteren Inhalt preisgibt.

Esther öffnet all die verschlossenen Umschläge, um ihre Post zu lesen. Rebecca setzt sich neben sie, spielt und isst ihre Kekse – eine wunderschöne Szene von Mutter und Tochter! Esther liest die Briefe laut vor und zeigt „Becky“ einige der von Kindern gemalten Bilder. Es ist unmöglich, den freudigen Ausdruck auf ihrem Gesicht zu beschreiben, während sie die Briefe liest und ihr bewusst wird, wie sehr andere Christen an ihrem Leben Anteil nehmen. „Danke für diese Worte der Ermutigung! Gott segne euch!“, sind schließlich die einzigen Worte, die sie finden kann.

Als wir unseren Besuch bei Esther beschließen, bin ich erstaunt über den starken Gegensatz zwischen der Ablehnung durch ihr Umfeld und der Liebe und Fürsorge, die sie vom weltweiten Leib Christi erhält. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, Esther zu schreiben!
 

Video: Das Boko-Haram-Baby – Kurzbericht über Esther und Rebecca

 

Bitte beten Sie für die Christen in Nigeria:

  • Danken Sie für Gottes Werk der Wiederherstellung in Esthers Leben.
  • Beten Sie, dass Esther ihr Studium bewältigt und dabei auch Zeit für Rebecca findet.
  • Beten Sie für alle Opfer von Boko Haram, die ähnliche Herausforderungen erleben wie Esther in ihrem Heimatdorf.


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