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Pakistan: Christlicher Schüler zu Tode geprügelt

„Ich werde wegen meiner Religion gehasst“

(Open Doors, Kelkheim) – Im pakistanischen Burewala im Bundesstaat Punjab ist ein 17-jähriger Christ von einem Mitschüler getötet worden. Es war der zweite Schultag für Sharoon Masih an der MC Model High School gewesen – bereits nach seinem ersten Tag hatte er seinen Eltern gesagt, er werde wegen seiner Religion von seinen Mitschülern gehasst und würde nicht gerne dort zur Schule zu gehen. Masih war der einzige Christ in seiner Klasse.
 

Pakistan
© British Pakistani Christian Association. Die Organisation unterstützt die Familie von Sharoon Masih

Streit wegen angeblicher „Verunreinigung“ des Trinkgefäßes

Masihs Klassenkamerad Raza Ahmed begann Berichten pakistanischer Medien zufolge einen Streit, weil Masih Wasser aus einem Gefäß getrunken hatte, das alle Schüler nutzten. Da Christen in Pakistan oft als „unrein“ angesehen werden, empfand Ahmed diese Handlung als Beleidigung. Um einen ähnlichen Streit ging es auch bei der Verurteilung der pakistanischen Christin Asia Bibi, die 2010 wegen Blasphemie zum Tode verurteilt wurde. An Masihs ersten Schultag hatte laut Berichten ein Lehrer der Schule den Jugendlichen vor der Klasse bloßgestellt und geschlagen, weil er nicht die richtige Schuluniform trug. Zudem nannte er ihn einen „Chuhra“, ein in Pakistan häufig als Beleidigung für Christen genutztes Wort.

Nachdem seine Eltern Masih eine neue Schuluniform gekauft hatten, kehrte er zwei Tage später zur Schule zurück. Als der Lehrer den Klassenraum verlassen hatte, eskalierte dann der Streit zwischen Masih und Ahmed. Andere Mitschüler berichteten, dass Ahmed Masih verprügelt habe und selbst dann noch auf ihn eingetreten habe, nachdem dieser bereits auf dem Boden lag – Tritte in die Bauchgegend führten zu Masihs Tod.

Polizei ermittelt – Christen in Angst

Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter Raza Ahmed festgenommen und ermittelt gegen ihn wegen Totschlags. Ahmed habe angegeben, Sharoon Masih habe an seinem ersten Schultag den Bildschirm seines Handys zerstört, sagte ein Polizeibeamter dem Nachrichtendienst World Watch Monitor. Die Ermittlungen hätten jedoch ergeben, dass der Bildschirm bereits zuvor kaputt gewesen sei. Die Polizei hat ein Sonderermittlungskommando zusammengestellt. Das Justizsystem in Pakistan ist allerdings bekannt dafür, langsam zu arbeiten – insbesondere wenn die Opfer Christen sind.

Wegen des Vorfalls nimmt die Angst bei den Christen der Region vor religiös motivierten Angriffen zu. Der Distrikt Vehari, in dem die Tat geschehen ist, ist zwar nicht für religiösen Extremismus bekannt, doch der Druck auf Christen in Pakistan nimmt im ganzen Land zu. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt Pakistan Rang 4.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Pakistan stellen!

  • Bitte beten Sie, dass Jesus die Familie von Sharoon Masih in dieser leidvollen Situation tröstet und ihnen Frieden schenkt.
  • Beten Sie um Schutz und Mut für die Christen in Pakistan.
  • Beten Sie für die Christen, die wegen Blasphemie im Gefängnis sind wie Asia Bibi, deren Todesurteil noch immer Bestand hat.

 

Hinweis: Mit Blick auf das anstehende Erntedankfest möchten wir Ihnen vorschlagen, die Feier in diesem Jahr auch zum Gebet für unsere verfolgten Geschwister zu nutzen. Open Doors unterstützt zahlreiche landwirtschaftliche Projekte, die verfolgten Christen helfen, ihren Lebensunterhalt zu sichern – etwa durch den Anbau von Nutzpflanzen oder die Haltung von Nutztieren. Wir haben für Sie ein „Botschafterpaket“ vorbereitet, das einige Hintergrundinformationen, Beamer-Folien und Gebetsanliegen zum Download beinhaltet.

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