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Sri Lanka: Entsetzt und tief erschüttert

Nach den Anschlägen vom Ostersonntag bitten Christen um Unterstützung im Gebet

(Open Doors, Kelkheim) – Nach den verheerenden Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels am Ostersonntag stehen die Christen in Sri Lanka unter Schock (Open Doors berichtete). Mitarbeiter von Open Doors haben betroffene Christen besucht.

„Mir brach das Herz“

„Ich war in der Kirche und bereitete mich auf meine Osterpredigt vor“, erzählt Sunil*, wie er am Ostersonntag von den Anschlägen erfuhr. Er ist für den Dienst von Open Doors in Sri Lanka verantwortlich. „Meine Tochter kam herein und sagte, dass mein Schwager, der in Batticaloa war, angerufen und gesagt hatte, dass eine Bombe in der Zionskirche explodiert war. Ich war schockiert, mir brach das Herz. Ich konnte nicht glauben, was ich hörte. Ich ließ alles stehen und liegen und betete für alle aus der Zionskirche. Von den anderen Explosionen hatte ich noch nicht gehört.“

Große Anteilnahme

Als Sunil und weitere Mitarbeiter am frühen Montagmorgen die Zionskirche in Batticaloa besuchen, sind in der ganzen Stadt bewaffnete Wachleute zu sehen. Die Straße zur Kirche ist durch das Militär blockiert, nur Anwohner werden durchgelassen. Die Bewohner der Stadt solidarisieren sich mit den trauernden und erschütterten Christen. Läden und Banken haben geschlossen, viele Menschen besuchen die Beerdigungen der Opfer. Unsere Mitarbeiter nehmen an der Trauerfeier für eine Sonntagsschullehrerin und ihren 13-jährigen Neffen teil. Die Eltern des Jungen sind anwesend, aber der Ehemann der Lehrerin kann aufgrund seiner bei dem Anschlag erlittenen Verletzungen das Krankenhaus noch nicht verlassen. „Die Menschen sind durch diesen Vorfall erschüttert und schockiert“, berichtet unsere Mitarbeiterin Liyoni*. „Bitte betet um körperliche und seelische Heilung. Jeder hat einen Bekannten, ein Familienmitglied oder einen Freund verloren.“ Christen aus vielen Ländern weltweit beten für ihre Glaubensgeschwister in Sri Lanka. Die Anteilnahme ist in dem tiefen Schmerz ermutigend.

 

Bild: Angehörige und Freunde der Sonntagsschullehrerin und ihres Neffen
Bild: Angehörige und Freunde der Sonntagsschullehrerin und ihres Neffen

„Am meisten brauchen sie unser Gebet“

Wie geht es den Christen in Sri Lanka nach diesen verheerenden Angriffen? „Sie stehen unter Schock“, sagt Sunil. „Jeder fragt sich: ‚Warum ist das geschehen?‘ Die Leute waren verwirrt. Sie verstanden nicht, warum Kirchen ins Visier genommen wurden. Zuerst dachten sie, es wäre ein direkter Angriff von extremistischen buddhistischen Gruppen, da von ihnen die meiste Verfolgung in Sri Lanka ausgeht. Aber dann gab es auch Angriffe auf Hotels. Wir alle waren verstört.“ Sunil und sein Team besuchen weiterhin betroffene Familien und Kirchen. „Das, was sie am meisten brauchen, ist unser Gebet. Bitte betet, dass sie durch diese schrecklichen Angriffe nicht den Mut verlieren. Betet, dass die Christen infolge dieser Ereignisse ihr Vertrauen auf Jesus nicht aufgeben, sondern dass ihr Glaube nur noch stärker wird.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Sri Lanka:

  • Beten Sie um Heilung für die Verletzten und um Trost für die Angehörigen der Todesopfer.
  • Bitte beten Sie, dass die betroffenen Christen gerade in dieser schweren Zeit Jesu Nähe und seinen Frieden erfahren und ihr Glaube nicht zerbricht, sondern stärker wird.
  • Beten Sie, dass die Christen in Sri Lanka den Leidenden und Trauernden Trost und Hilfe bringen können, auch wenn sie selbst erschüttert sind.
  • Beten Sie für die Mitarbeiter von Open Doors in Sri Lanka um Schutz, Kraft und Weisheit, um den Christen bestmöglich zu helfen.

 

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