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Syrien: Bombenexplosion vor Kirche in Hama

Trotz des glimpflichen Ausgangs spüren die Christen den wachsenden Druck

(Open Doors, Kelkheim) – Am Sonntag, dem 13. September 2026, wurde die St.-Georgs-Kathedrale in der syrischen Stadt Hama durch eine Bombenexplosion beschädigt. Bei der Detonation am Vorabend eines Kirchenfestes wurden viele Fenster der Kathedrale zerstört. Obwohl niemand zu Schaden kam, zeigten sich viele Christen tief erschüttert.

Die St.-Georgs-Kathedrale in der syrischen Stadt Hama
Die St.-Georgs-Kathedrale in der syrischen Stadt Hama | Bildrechte: © Hama, Syria - a Greek Orthodox church (more precisely, Antiochan Greek Orthodox) of Saint George, Heretiq, via Wikimedia (CC BY 3.0)

Anschlag „aus heiterem Himmel“

Gegen 19:30 Uhr detonierte der Sprengkörper und verursachte Sachschäden am Kirchengebäude und in der Umgebung. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten einen maskierten Mann auf einem Motorrad, der kurz vor der Explosion einen verdächtigen Gegenstand unter einem vor der Kirche geparkten Auto platzierte. Als die Bombe hochging, spielten auf dem nahegelegenen Kirchenhof einige Kinder. Die örtlichen Behörden betonten später, es habe sich um einen rein akustischen Sprengkörper gehandelt; lokale Kontaktpersonen von Open Doors sahen in dem Anschlag einen gezielten Versuch, Angst unter den Christen zu verbreiten.

Zu der betroffenen Kirchengemeinde gehören fast 1.000 Mitglieder. Da zum Zeitpunkt der Explosion keine Veranstaltung in dem Gebäude stattfand, kam niemand zu Schaden. Dennoch zeigten sich die Christen im Umfeld tief erschüttert. Ein Priester der Kathedrale berichtet: „Es gab keine Warnzeichen, keine Drohungen und keine Auseinandersetzungen mit irgendjemandem. Es geschah völlig aus heiterem Himmel, was uns und die Gemeinde umso besorgter macht.“

Trotz ihrer schweren Herzen und des Schocks kamen die örtlichen Gemeindemitglieder freiwillig zusammen, um die Trümmer zu beseitigen und ihr geistliches Zuhause wiederherzustellen.

Drohbotschaften gegen die Christen im Internet

Als Reaktion auf den Anschlag veröffentlichte die Kirche Botschaften des Zuspruchs und der Hoffnung, um ihre Gemeinde zu ermutigen. Unter anderem verwiesen sie auf Jesaja 41 Vers 10, wo es heißt: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

In den sozialen Medien verbreitete sich die Nachricht vom Anschlag schnell. Viele Christen drückten dort ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber Gott dafür aus, dass er die spielenden Kinder beschützt hatte und auch sonst niemand zu Schaden gekommen war. Andere Reaktionen im Internet offenbarten jedoch starke Abneigung gegen die Gemeinde. Unter anderem wurden Christen dort als „Ungläubige“ bezeichnet, die den Angriff verdient hätten. Ein Kommentar, der direkt auf der Website der Kirche hinterlassen wurde, enthielt sogar eine unverhohlene Drohung: „Schlimmere und bitterere Tage stehen noch bevor, ihr Anbeter des Kreuzes.“ Derartige Reaktionen verdeutlichen das Ausmaß an Feindseligkeit, mit der christliche Gemeinschaften in ganz Syrien weiterhin konfrontiert sind.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2026 steht Syrien an 6. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Quelle: Open Doors

Bitte beten Sie für die Christen in Syrien:

  • Danken Sie Jesus zusammen mit den Christen aus Syrien dafür, dass nichts Schlimmeres passiert ist.
  • Beten Sie um Gottes Frieden und Stärkung im Glauben für die Christen, besonders für die Christen in Hama.
  • Beten Sie um Schutz vor weiteren Übergriffen und um eine Stabilisierung der Sicherheitslage im Land.
  • Beten Sie für alle, die den Christen feindlich gesonnen sind: dass viele von ihnen mit dem Evangelium in Berührung kommen und ihre Herzen für Gottes Liebe öffnen.

 

Vielen Dank für Ihr Gebet

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