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Zentralasien

Zentralasien: „Sie nennen mich eine Verräterin“

Sameda* steht vor den Trümmern ihrer jungen Familie – und hält an Jesus fest

(Open Doors, Kelkheim) – Sameda* ist Anfang 20, Mutter eines kleinen Babys, Christin – und frisch geschieden. Seitdem ihr Mann sie wegen ihres Glaubens verstieß, lebt sie mit ihrem Baby bei ihrer Mutter und der jüngeren Schwester in einer engen, heruntergekommenen Wohnung ohne Gas- oder Wasseranschluss. Weil die Frauen Christen sind, verweigern die Behörden ihnen eine bessere Wohnung. Doch Sameda droht noch Schlimmeres.

 

Zentralasien
Symbolbild

Aus dem Haus geworfen

Vor drei Jahren wendete sie sich vom Islam ab und Jesus zu. Über ihre Ehe mit Rashid* sagt sie im Rückblick: „Wir waren glücklich, bis er sich stärker für meinen neuen Glauben zu interessieren begann.“ Als er verstand, welche Bedeutung Jesus für seine Frau hatte, wuchsen seine Vorbehalte. Rashid fing an, Sameda unter Druck zu setzen, und verlangte, dass sie zum Islam zurückkehrte. Als sie sich weigerte, begann er sie zu schlagen – selbst als sie im 5. Monat schwanger war.

Nach der Geburt ihrer Tochter stellte Rashid ihr ein Ultimatum. Sollte Sameda an ihrem Glauben festhalten, würde er sich von ihr scheiden lassen und ihr das Baby wegnehmen. Doch Sameda blieb standhaft. Sie sagt: „Ich kann mir mein Leben ohne Jesus gar nicht mehr vorstellen!“ Daraufhin warf Rashid seine Frau zunächst mit ihrem Kind aus dem Haus. „Es war für mich eine unerträgliche Tragödie. Mein geliebter Mann, der immer so freundlich und fürsorglich schien, hat mich mit unserem einen Monat alten Kind einfach aus dem Haus geworfen! Ich habe es fast nicht bis zu meiner Mutter geschafft“, schildert Sameda die Situation.

„Ich brauche Kontakt zu anderen Christen“

Von ihrem durchweg islamischen Umfeld kann die junge Mutter keine Hilfe erwarten – im Gegenteil: „Die Menschen nennen mich eine Verräterin der ‚reinen‘ Religion und des ‚wahren‘ Propheten Mohammed. Aber wie kann ich etwas verraten, das ich nie gekannt oder verstanden habe?“

Wenn Rashid seine Drohung wahrmacht, wird er seiner Frau das Baby wegnehmen – es wäre die übliche Praxis nach einer Scheidung. Sie selbst sagt über ihre inneren Kämpfe: „Ich möchte meine Beziehung zu Christus nicht verlieren, aber es ist sehr hart. Ich brauche Kontakt zu anderen Christen.“ Mitarbeiter von Open Doors besuchen Sameda regelmäßig, ermutigen sie und versorgen sie mit einigen Bedarfsgütern.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Bitte beten Sie für Sameda und ihre Familie!

  • Beten Sie, dass Jesus Sameda in all ihren Kämpfen ermutigt und ihr immer neu seinen Frieden schenkt.
  • Beten Sie um Gottes Eingreifen, dass er Rashids Herz berührt und Sameda ihr Kind behalten kann.
  • Beten Sie, dass Gott den Frauen eine bessere Wohnung schenkt.
  • Beten Sie, dass Sameda und andere verstreute Christen in ihrer Heimat Möglichkeiten zur Gemeinschaft miteinander finden.

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