Meldungen zum Sudan
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(Open Doors, Kelkheim) – Im Sudan – aktuell an 7. Stelle des Weltverfolgungsindex – vollzieht sich derzeit eine einschneidende Wende hin zu mehr Religionsfreiheit. Jahrzehntelang haben die Christen in dem mehrheitlich islamischen Land unter harter Verfolgung gelitten. Führende Vertreter der muslimischen und der christlichen Gemeinschaften im Land haben nun vereinbart, ihre Kräfte zu bündeln, um die Religionsfreiheit zu fördern.
Seit Beginn des Jahres haben Vertreter der Übergangsregierung bereits mehrfach Schritte hin zu mehr Religionsfreiheit unternommen (Open Doors berichtete hier und hier). In der vergangenen Woche fand nun eine zweitägige Konferenz mit Vertretern der muslimischen und christlichen Gemeinschaften des Landes statt. Wie die Nachrichtenagentur Voice of America (VOA) berichtet, unterzeichneten beide Seiten am Ende der Konferenz eine gemeinsame Erklärung. Darin verpflichten sie sich zur Förderung des Friedens und der Religionsfreiheit unter allen sudanesischen Gemeinschaften sowie zur Förderung des Dialogs zwischen Menschen verschiedener Glaubensrichtungen.
Der katholische Erzbischof von Khartum, Michael Didi, äußerte sich zuversichtlich, dass die Erklärung dazu beitragen werde, Raum für mehr Religionsfreiheit im Sudan zu schaffen.
Nach den zurückliegenden drei Jahrzehnten religiöser Unterdrückung werde ein Wandel jedoch nicht über Nacht geschehen: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, aber es wird einige Zeit dauern.“ Viele Denkweisen seien tief in den Köpfen der Menschen verwurzelt und „die Änderung des Umgangs miteinander wird vielleicht einige Zeit brauchen“, so Didis Einschätzung gegenüber VOA.
Auch die Afrika-Expertin von Open Doors, Jo Newhouse, äußerte sich zuversichtlich: „Obwohl wir noch keine Einzelheiten des Abkommens gesehen haben, sehen wir dies als eine sehr positive Entwicklung und als einen entscheidenden Schritt vorwärts für die Christen im Land. Ihnen wurde in der Gesellschaft jahrelang der Raum verweigert, ihren Glauben in Freiheit zu leben.“ Bereits die jüngsten Gesetzesänderungen zum Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit seien sehr wichtig gewesen. Die deutliche Fürsprache sowohl von muslimischen als auch von christlichen Leitern sei aber von entscheidender Bedeutung, um einen dauerhaften Wandel herbeizuführen, da ein Großteil der Verfolgung im Sudan auf der gesellschaftlichen Ebene stattfinde. „Diese Initiative ist wirklich beachtlich und sollte jede erdenkliche Unterstützung erhalten“, so Newhouse.
Zu der hoffnungsvollen Entwicklung passt auch ein Gerichtsurteil vom 19. Oktober, bei dem acht leitende Pastoren der Sudanese Church of Christ (SCOC) von allen gegen sie erhobenen Anklagepunkten freigesprochen wurden. Sie waren ursprünglich im August 2017 verhaftet worden, weil sie sich Versuchen der damaligen Regierung widersetzt hatten, Kircheneigentum unter staatliche Kontrolle zu bringen.
Quellen: VOA, CSW, Open Doors
Länderprofil
Weltverfolgungsindex 2026: Platz 4. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen im Sudan verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
Hinter den Zahlen des Weltverfolgungsindex stehen Menschen, die Frauen und Männer, die wegen Ihres Glaubens an Jesus verfolgt werden – die „Gesichter der Verfolgung“.