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(Open Doors, Kelkheim) – „Als wir den Dorfeingang fast erreicht hatten, sah ich eine Gruppe von Leuten, die uns ansahen wie ‚Jäger ihre Beute‘. Ich habe gleich gespürt, dass etwas nicht stimmte. […] Es waren Regierungsbeamte“, erzählt Jia*. Die chinesische Christin in den späten Dreißigern ist zusammen mit ihrem Mann in der Gemeindearbeit engagiert. Was sie deshalb mit den Behörden erlebte, hat sie stark verunsichert.
Jia kam während ihres Studiums durch eine Kommilitonin zum Glauben an Jesus. War sie zunächst eher halbherzig dabei, so wurde ihr der Glaube mit der Zeit immer wichtiger. Sie fuhr mehrfach mit zu missionarischen Einsätzen in anderen Landesteilen und ergriff später die Gelegenheit, im Ausland eine zweijährige Ausbildung zum geistlichen Dienst zu machen. Nach ihrer Rückkehr engagierte sie sich noch stärker als zuvor in ihrer Kirche. Doch ihr Auslandsaufenthalt hatte das Interesse der Behörden geweckt: „Ich erfuhr aus einigen Quellen, dass die [Teilnehmer-]Liste durchgesickert war und dass einige Freunde von den örtlichen Behörden ‚zum Tee eingeladen‘ worden waren“ – eine subtile Form der Einschüchterung, die von den Behörden mittlerweile deutlich häufiger praktiziert wird als offene Repressalien oder Gewalt.
„Ich rechnete damals damit, dass auch mir so etwas passieren würde, wurde aber zunächst nicht vorgeladen“, erzählt Jia. Doch als sie im Februar 2022 von einem Verwandtenbesuch zurückkehrte, wurde sie am Dorfeingang von Behördenmitarbeitern in Empfang genommen und von ihnen nach Hause begleitet. Die Beamten behandelten sie unhöflich und respektlos. Sie beschlagnahmten Jias Mobiltelefon, ihren Laptop und ihr iPad und bestellten Jia und ihren Mann zur Polizeiwache ein. „Ich wurde zweimal mehr als zehn Stunden lang befragt, mein Mann sogar dreimal. Wir fühlten uns so sehr unter Druck gesetzt. Wir hatten Angst, dass wir etwas Falsches sagen oder wichtige Informationen preisgeben könnten, die andere in Gefahr bringen würden.“
Als sie beim zweiten Verhör gefragt wurde: „Wie sind Sie zu Christus gekommen?“, sah Jia trotz ihrer Angst eine Gelegenheit, das Evangelium weiterzugeben. Sie erzählte ihre Geschichte und berichtete von ihrer Zeit an der Universität. Auf die Frage, wer sie zum Glauben geführt habe, sagte Jia den Beamten ohne viel nachzudenken den Namen ihrer damaligen Freundin. Schnell fanden sie die zugehörigen Kontaktdaten auf Jias Handy. In dem Moment erkannte Jia, dass sie ihre Freundin in eine missliche Lage gebracht hatte: „Ich fühlte mich so schuldig, weil ich nicht beachtet hatte, dass ‚Studenten‘ für die Beamten ein sensibles Thema sind.“ Als unsere lokale Partnerin Yu* Jia traf und ihren Bericht hörte, sagte Jia: „Ich weiß nicht, ob meiner Freundin etwas passiert ist, aber wir durften danach gehen.“
Die Erfahrung ist für Jia bis heute sehr belastend; sie hätte sich von der christlichen Organisation, mit der sie damals zusammenarbeitete, mehr Hilfe gewünscht. „Sie gingen davon aus, dass wir als geistliche Mitarbeiter in der Lage sein sollten, gut damit umzugehen; aber wir hätten mehr Unterstützung und Rückendeckung von ihnen gebraucht.“
Inzwischen stehen einige unserer lokalen Partner mit Jia und ihrem Mann in Kontakt. Einer von ihnen ordnet Jias Fall so ein: „In solchen Situationen nimmt man meistens an, dass [ausgebildete] geistliche Mitarbeiter nicht so viel Unterstützung brauchen wie andere Christen. Man übersieht ihre Bedürfnisse.“
Jias Bericht verdeutlicht, wie wichtig auch die Vorbereitung auf solche oder ähnliche Situationen sein kann. Open Doors steht den Christen in China durch lokale Partner hauptsächlich im Bereich von Ermutigung und Bildungsangeboten zu Seite.
*Name geändert
Länderprofil
Weltverfolgungsindex 2026: Platz 17. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in China verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
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