Für den Gemeindebrief

Irak: Der Hirte mit göttlichem Auftrag

(Open Doors, Kelkheim) – Yasin* aus dem Irak ist ein ehemaliger Muslim, der wegen seiner Entscheidung für Jesus schon große Schwierigkeiten erdulden musste. Sein Bruder wollte ihn töten, auf sein Haus wurde eine Brandbombe geworfen und er wurde gezwungen, seinen Laden zu schließen. Wir haben bereits in unserem Monatsmagazin (Ausgabe 04/2026) von Yasin und seinen Herausforderungen berichtet – aber auch von seiner Entschlossenheit, den Menschen in seinem Umfeld das Evangelium weiterzugeben. In einem kurzen Film erzählt er, wie er zum Glauben kam. Viele Menschen haben bereits für Yasin gebetet. Die Verfolgung dauert weiter an, doch seit Kurzem gibt es positive Entwicklungen in seiner Familie.

Ein Mann steht in einer hügeligen Landschaft und hütet Schafe
Yasin bei seiner Arbeit als Hirte

Vom Geschäftsmann zum Tagelöhner

Yasin lebt in einem Dorf im Nordirak – einem Umfeld, in dem jeder jeden kennt. Als Konvertit hat man es im Irak generell schwer. Doch an Orten wie seinem Dorf ist der Druck noch größer. Yasin und seine Familie erhalten bis heute immer wieder Drohungen und werden von den Dorfbewohnern verbal schikaniert. Weil niemand einen „Abgefallenen“ wie Yasin einstellen wollte, musste er sich nach der Schließung seines Ladens als Tagelöhner durchschlagen und begann, die Schafe anderer Dorfbewohner zu hüten.

Die „Herde“ wächst

Jetzt ist die Lage für ihn etwas besser geworden. Er hat eine feste Anstellung als Schafhirte gefunden. Dabei verbringt er 15 Tage am Stück mit den Schafen in der Umgebung und kehrt dann für 15 Tage zu seiner Familie nach Hause zurück. Trotz aller Verfolgung hat Yasin nie aufgehört, den Menschen, die bereit waren zuzuhören, von Jesus zu erzählen. Einige von ihnen haben dadurch zum Glauben gefunden. Auch Yasins Sohn und seine Tochter haben mittlerweile begonnen, das Evangelium in ihrem Umfeld weiterzugeben.

Rückendeckung durch die Gemeinde

Yasins Frau hat gesundheitliche Probleme, aber die Gemeinde steht ihnen zur Seite und versorgt sie mit Medikamenten. Seine beiden Kinder arbeiten, und seine Tochter studiert zusätzlich. Beide sind in der Gemeinde sehr aktiv und gelten als vertrauenswürdige Mitglieder; die Gemeinde sucht nach Möglichkeiten, sie zu fördern.

Yasin und seine Familie haben bereits an Schulungen für Christen teilgenommen, die neu zum Glauben an Jesus gefunden haben. Im vergangenen Jahr nahmen rund 200 Menschen im Irak an derartigen Angeboten teil, die Open Doors zusammen mit lokalen Gemeinden organisiert. Darin geht es unter anderem darum, ein besseres Verständnis der Bibel zu erlangen. Für christliche Konvertiten wie Yasin spielen diese Seminare eine wichtige Rolle für ihr geistliches Wachstum. Bitte beten Sie für Yasins Familie und die Christen im Irak und fördern Sie dadurch diese Entwicklung weiter.

*Name geändert

 

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