Meldungen zu Nigeria
Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten und persönliche Berichte verfolgter Christen aus den Ländern des Weltverfolgungsindex, und abonnieren Sie unsere kostenlosen Formate.
Laden Sie als Gemeinde einen unserer Referenten ein und hören Sie bewegende Berichte und informative Vorträge über verfolgte Christen.
Lesen Sie in unserem kostenlosen Monatsmagazin bewegende Zeugnisse aus der verfolgten Kirche und beten Sie mithilfe des herausnehmbaren Gebetskalenders.
Hören Sie von unseren Mitarbeitern, was Gott in unserem Dienst für verfolgte Christen bereits getan hat und immer noch tut.
Sei dabei, wenn wir vom 14. bis 16. Mai bei den Open Doors Tagen 2026 Geschichten von verfolgten Christen hören und uns gemeinsam eins machen, um sie im Gebet zu stärken! Buche dir jetzt deine kostenlosen Tickets.
Gebet ist meist das Erste, worum verfolgte Christen bitten. Das Open Doors Gebetshaus ist eine Reaktion auf diesen Hilferuf. Reagieren auch Sie jetzt!
Die bewegenden Zeugnisse im kostenlosen Monatsmagazin und der herausnehmbare Gebetskalender bieten eine Grundlage für Ihr Gebet für die verfolgte Kirche.
Durch Ihre Unterstützung kann Open Doors verfolgten Christen mit Projekten konkret helfen. Hier finden Sie Informationen zu Spenden und deren Verwendung.
(Open Doors, Kelkheim) – Die Bekehrung der 19-jährigen Nabila Umar Sanda vom Islam zum christlichen Glauben schlägt hohe Wellen. Nachdem Beamte des Staatssicherheitsdienstes sie und einen befreundeten Christen auf spektakuläre Weise in ihre Gewalt brachten, sitzen beide nun in Haft. Nabilas Vater ist außer sich.
Nabila Umar Sanda ist Studentin an der Bingham-Universität in Karu, Zentralnigeria. Dort befreundete sie sich mit dem 33-jährigen Christen Simput Dafup, der sie wegen ihres ausdrücklichen Interesses am christlichen Glauben in Kontakt mit einem örtlichen Gemeindeleiter namens Jeremiah Datim brachte. Nachdem dieser die junge Frau ausführlich über ihren Glauben und ihre Motive befragt hatte, nahm er Kontakt mit dem islamischen Verband in Karu auf. Dazu erläuterte er später: „Es gibt eine Vereinbarung zwischen Christen und Muslimen, dass in einem solchen Fall [Religionswechsel] die Leiter beider Organisationen in Kontakt miteinander treten.“ Der von Datim informierte Leiter auf muslimischer Seite nahm umgehend Kontakt mit Nabilas Eltern auf. Nur wenige Stunden später stürmten Beamte der bundesstaatlichen Sicherheitsbehörde DSS Datims Haus. „Sie griffen meine Frau, unsere Tochter und unser 8-monatiges Baby an und nahmen Nabila mit“, schilderte Datim die unerwartete Aktion. Ähnliches erlebte Nabilas Freund Simput, wie dessen Mutter aufgelöst berichtete. Sie wisse immer noch nicht, wo ihr Sohn sich aufhalte, sagte sie während eine Pressekonferenz in der Stadt Jos.
„Ich möchte unmissverständlich klarstellen, dass die Verfassung der Bundesrepublik Nigeria jedem Bürger das Recht einräumt, seinen Glauben frei zu wählen und auszuüben“, unterstrich Datim während derselben Pressekonferenz. Die junge Frau sei nach eigener Auskunft 19 Jahre alt und er habe sie ausführlich sowohl zum christlichen als auch zum islamischen Glauben befragt. „Sie hat klar gesagt, dass sie Christin werden möchte, egal welche Hindernisse man ihr in den Weg lege.“ Eine entscheidende Rolle bei der dramatischen Entwicklung kommt offenbar Nabilas Eltern zu. Datim dazu: „Offenbar hat ihr Vater gesagt, er verfüge über alle nötigen ‚Verbindungen‘, um mit mir und allen an ihrer Bekehrung Beteiligten fertigzuwerden. Er werde sicherstellen, dass wir im Gefängnis ‚verrotten‘.“ Der Vater habe gegenüber den Behörden angegeben, dass die Christen seine Tochter gewaltsam entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen hätten. „Ich fordere den DSS heraus, Nabila herzubringen und sie selbst zu diesen Vorwürfen zu befragen“, so Datim weiter.
Über den Aufenthaltsort von Nabila und ihrem inhaftierten Freund Simput ist bislang nichts bekannt. Datim forderte seine sofortige Freilassung und das Ende aller Schikanen im Zusammenhang mit Nabilas Entscheidung.
Nigeria belegt auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors aktuell Rang 14 unter den Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.
Länderprofil
Weltverfolgungsindex 2026: Platz 7. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Nigeria verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
Weltweit sind mehr als 388 Millionen Christen wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Doch wann beginnt Christenverfolgung?