Unsere Hilfe in Syrien

Praktische Hilfe

In existenzieller Not helfen

Viele Christen in Syrien sind in existentieller Not. Mit syrischen Gemeindeleitern und Pastoren haben wir eine gemeinsame Strategie entwickelt, um auf diese Not zu reagieren.

Not - Christen kämpfen ums Überleben

Viele Menschen rechneten damit, dass sich die Lage in Syrien bessern würde, sollten die Kämpfe aufhören. Doch die Not wird nur noch größer. Auch nach mehr als zehn Jahren seit Ausbruch des Krieges ist die wirtschaftliche Situation verheerend.

„Es ist eine anhaltende Krise, ohne Ende in Sicht“, beschreibt der syrische Pastor Edward die Situation. Die Not im Land ist dramatisch. Lebensmittelpreise steigen aufgrund der Inflation unaufhörlich, laut Angaben der UN benötigen rund 75 % der Menschen humanitäre Hilfe. Häufige Stromausfälle erschweren das Leben zusätzlich.
 

Große Teile von Aleppo wurden zerstört
Aleppo wurde zu großen Teilen zerstört


Viele Menschen sind verzweifelt, deprimiert und hoffnungslos. Wer kann, verlässt das Land – auch viele Christen gehen. Innerhalb einer Generation ist die Zahl der Christen in Syrien auf ein Drittel gesunken. Wird es bald keine Christen mehr in Syrien geben?

 

Unser Ziel: Die Gemeinde Jesu darf nicht aus dem Land verschwinden

Überleben sichern

Gemeinden, mit denen wir zusammenarbeiten, verstehen sich als Botschafter der Hoffnung in Jesus inmitten der Dunkelheit. Doch das können sie nur dann sein, wenn ihre Mitglieder bleiben. Unser Ziel ist es, sie durch praktische Hilfe zu unterstützen, damit sie eine Perspektive für ihre Zukunft entwickeln und in Syrien bleiben können.
 

 

Unsere Projekte – So helfen wir

Unsere Hilfe wird über Kirchen und andere Partner vor Ort geleistet. Damit wird die lokale Gemeinde als Botschafter der Hoffnung gestärkt in ihrem Auftrag, Licht in der Dunkelheit zu sein. In Hilfszentren in Kirchen werden jeden Monat tausende von Familien in ganz Syrien mit dem Nötigsten versorgt. Und durch zahlreiche Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte konnten sich Christen eine neue Existenz aufbauen.

 

Nothilfe

In Hilfszentren in Gemeinden bekommen die Bedürftigsten wie Witwen, alte Menschen, Flüchtlinge oder Familien mit kleinen Kindern Lebensmittelpakete und Hygieneprodukte. Oft wird auch medizinische Versorgung angeboten. Über Gemeinden vor Ort helfen wir außerdem mit Mietzuzahlungen oder dem Wiederaufbau von Häusern. Unsere Partnergemeinden in Al-Hasaka versorgen christliche Familien, die nach der Invasion der Türkei aus Kamischli und Ras al-Ain geflohen sind.

Projekte zur Existenzsicherung

Wir arbeiten eng mit Gemeinden vor Ort zusammen, um Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekte zu finanzieren, die das Überleben von christlichen Familien sichern und andere Christen ermutigen, zu bleiben und die Hoffnung auf eine Zukunft in Syrien nicht aufzugeben. Seien es die finanziellen Mittel für die Ausstattung einer Bäckerei, die Miete für einen kleinen Laden für Hygieneartikel oder der Kauf eines Taxis – unsere Hilfe richtet sich immer individuell nach den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Geschäftsideen der Bewerber, die von unseren Partnern im Prozess der Existenzgründung eng betreut werden. Wenn ihre Geschäfte erste Erfolge erzielt haben, geben sie monatlich einen kleinen Geldbetrag an die Gemeinden zurück, der in neue Projekte fließt.

Syrische Frau mit einem Blechkuchen
Vartouhi Abajian aus Aleppo

„Wir Christen können einen Unterschied machen“

Über unsere Partner der Alliance Church in Aleppo halfen wir der Witwe Vartouhi, ihre im Krieg zerstörte Bäckerei wiederaufzubauen, in der sie armenische Speisen verkauft. Vartouhi sieht es als ihren Auftrag, in Syrien zu bleiben. Jeden Morgen betet sie um Weisheit, um ihren Kunden mit Gottes Liebe zu begegnen.

Ein syrischer Elektriker bei der Arbeit
George Dali aus Aleppo

„Ich konnte nach Hause zu meiner Frau und meinen Kindern zurückkehren."

Da er wegen des Kriegs seine Arbeitsstelle verlor, musste der Elektriker George seine Frau und drei Kinder in Aleppo zurücklassen, um im Ausland nach Arbeit zu suchen. Dank eines Projekts der Alliance Church in Aleppo konnte George zurückkehren und eine kleine Reparaturwerkstatt für elektrische Geräte eröffnen.

Syrischer Mann mit seinem Taxi
Nidal Abo aus Aleppo

„Das Einkommen reicht jetzt für den ganzen Monat.“

Sein Einkommen als Beamter reicht nicht einmal für die Hälfte des Monats für Nidal, seine Frau und seine zwei Kinder. Über unsere Partner in der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Aleppo halfen wir ihm, ein Taxi zu kaufen. Dank des zusätzlichen Einkommens als Taxifahrer kann Nidal seine Familie nun ernähren.

Die Mitarbeiter des Hilfszentrum in Aleppo
Mitarbeiter des Shepherd Center

„Jeden Tag müssen wir Menschen abweisen, die an unsere Tür klopfen.“

Das Shepherd Center, das Hilfszentrum der Alliance Church in Aleppo, hilft seit 2012 den Allerbedürftigsten mit Lebensmitteln und Hygieneprodukten – Christen ebenso wie Muslimen. Doch das Budget reicht lange nicht aus, um die Not abzudecken.

Einblick in aktuelle Projekte

Eine syrische Mutter steht zusammen mit ihren drei Kindern in einem Hoffnungszentrum

Update 2022

Hier finden Sie aktuelle Geschichten und Berichte über unsere Projekte, mit denen wir die Christen in Syrien unterstützen – damit sie im Land bleiben und dort Botschafter von der Hoffnung in Jesus sein können.

Berichte von unseren Projekten

Emma und ihre Kinder
16.07.2020 – Emma und ihre Familie mussten wegen des Krieges in Syrien aus Aleppo fliehen. Ihr Haus wird zerstört, doch sie finden eine bleibende Hoffnung in Jesus.

So können Sie syrische Christen unterstützen

Bitte geben Sie bei Ihrer Spende den Verwendungszweck „Christen in Syrien“ an.

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Syrischer Mann vor seinem Taxi
Viele Christen in Syrien sind in existentieller Not. Helfen Sie mit, die Christen in Syrien geistlich und praktisch zu unterstützen, damit sie im Land bleiben können!
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Hier finden Sie aktuelle Berichte darüber, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern die Christen in Syrien stärken, damit sie zu Hoffnungsträgern in Jesus werden können.