Persönliche Berichte

Bangladesch: Ein klares Bekenntnis und seine Folgen

Junger Christ vom eigenen Onkel schwer verletzt

(Open Doors, Kelkheim) – Als der 23-jährige Ataur am 11. Juli nach Hause kam, hörte er sofort die Stimmen der ungebetenen Besucher. Sein Onkel und einige andere Männer drangen auf seinen gebrechlichen Vater ein und bedrängten ihn, seinen christlichen Glauben wieder aufzugeben. Ataur mischte sich entschlossen ein und sagte: „Wir haben uns entschieden, Christen zu sein. Bitte hört auf, uns wegen unseres Glaubens zu belästigen.“ Doch dadurch eskalierte die Lage noch weiter.

Vier Männer aud Bangladesch bekommen christliche Literatur
Symbolbild: Ehemalige Muslime werden von Open Doors mit christlicher Literatur versorgt

Keine Gnade für den „abgefallenen“ Ataur

In Bangladesch kommen immer wieder Muslime zum Glauben an Jesus. Ihre Familien nehmen eine solche Entscheidung jedoch sehr selten einfach hin, gilt doch die Abkehr vom Islam als eine schlimme Verletzung der Familienehre. Stattdessen suchen sie nach Gelegenheiten, die Familienehre wieder herzustellen. Das geschieht, indem man die „Abgefallenen“ zum Islam zurückbringt oder hart bestraft. Häufig beginnt es mit emotionalem Druck. Christen muslimischer Herkunft werden ausgegrenzt und verspottet, zum Beispiel wenn sie bei religiösen Festen nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen. Dieser Druck wird in vielen alltäglichen Situationen ausgeübt. Bleiben die Christen bei ihrem Glauben, kommt es immer wieder auch zu physischer Gewalt.

Ataur und sein Vater leben im Norden des Landes. Auch sie mussten erleben, dass ihre Entscheidung, Jesus nachzufolgen, ihnen die Verachtung ihrer Großfamilie einbrachte – Verachtung, die am 11. Juli in körperliche Gewalt mündete. Nachdem Ataur sich gegenüber seinem Onkel und den anderen Männern klar zu Jesus bekannt hatte, schlug ihn sein Onkel mit einer Eisenstange auf den Hinterkopf. Dieser Schlag sorgte dafür, dass Ataur mit dem Gesicht nach unten auf den Boden fiel. Das hielt die Männer aber nicht davon ab, weiter auf ihn einzuschlagen, bis sie schließlich genug hatten und ihn blutüberströmt zurückließen.

Langsame Genesung und praktische Hilfe

Ataur wurde in die Notaufnahme gebracht, wo er medizinisch versorgt wurde. Seine Kopfverletzung wurde mit mehreren Stichen genäht, doch auch nach fast einer Woche Krankenhausaufenthalt hatte er sich noch nicht wieder erholt. Wegen der starken Schmerzen konnte er kaum sprechen oder seinen Mund öffnen.

Als alleiniger Verdiener in ihrem gemeinsamen Haushalt muss Ataur sich um seinen älteren Vater kümmern. Er arbeitet als Rikscha-Fahrer und ist auf seinen Tageslohn angewiesen. Bis Ataur wieder arbeiten kann, müssen die beiden noch eine schwierige Zeit überstehen.

Unsere lokalen Partner in Bangladesch bitten um Gebet für seine Genesung und für die Sicherheit der beiden Männer. Sie haben ihnen auch Lebensmittel geschickt, um sie zu unterstützen.

Bitte beten Sie für Ataur und seinen Vater:

  • Beten Sie um Ataurs vollständige körperliche und seelische Genesung.
  • Beten Sie, dass der blutige Überfall die beiden Männer nicht entmutigt, sondern dass Jesus ihren Glauben neu stärkt.
  • Beten Sie um eine Lösung, damit Ataur und sein Vater versorgt sind und wieder eine gute Alltagsroutine finden.
  • Beten Sie für den Onkel und die anderen Familienmitglieder, die so von Hass auf die Christen erfüllt sind: dass Gott ihre Herzen verändert und sie selbst zu Jesus finden.

 

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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