Persönliche Berichte

Bangladesch: Für den Glauben geschlagen und doch voller Vergebung

Ein Pastor und seine Gemeinde stehen seit vielen Jahren unter Druck – und reagieren mit Feindesliebe

(Open Doors, Kelkheim) – Dulal ist Pastor einer kleinen Gemeinde von etwa zehn christlichen Familien in einem Dorf in Jessore, im Südwesten von Bangladesch. Der Alltag der Gemeinde wird bestimmt durch Provokationen und Übergriffe durch die hinduistische Mehrheit des Dorfes. „Das auszuhalten, ist nicht leicht“, sagt Dulal, der kürzlich bei einem der Angriffe verprügelt wurde. „Doch die Bibel lehrt uns, unseren Feinden zu vergeben.“

Pastor Dulal und seine Frau im Krankenhaus nachdem sie von den anderen Dorfbewohnern verprügelt wurden
Pastor Dulal und seine Frau im Krankenhaus, nachdem sie von den anderen Dorfbewohnern verprügelt wurden

„Wenn euch das nicht gefällt, dann verlasst das Dorf“

Die hinduistischen Dorfbewohner suchen regelmäßig nach Gelegenheiten, Streit mit den christlichen Familien zu beginnen. „Immer wieder haben sie in der Vergangenheit ihr Vieh auf dem Land der Christen freigelassen“, berichtet Pastor Dulal. „Als sich die Christen bei den Besitzern beschwerten, wurden diese aggressiv und schrien die Christen an. Sie sagten: ‚Wir lassen unsere Tiere überall dort frei, wo es uns passt. Wenn euch das nicht gefällt, dann müsst ihr das Dorf verlassen!‘“ Vorfälle dieser Art gehören zum Alltag der christlichen Familien in Dulals Dorf.

Angegriffen vom eigenen Cousin

Kürzlich eskalierte einer dieser Vorfälle. Dulals Cousin ist einer der Hauptverantwortlichen für den Druck gegen Christen im Dorf. Er stachelte eine Gruppe von Dorfbewohnern gegen Pastor Dulal an. Die aggressive Menge stieß den Pastor zu Boden, zerriss mit Gewalt seine Kleider und verprügelte ihn. Auch Dulals Frau wurde geschlagen. Die Verletzungen der beiden waren so schlimm, dass sie im örtlichen Krankenhaus behandelt werden mussten.

Freundlich gegenüber Feinden

Christen mit hinduistischem Hintergrund erfahren in Bangladesch häufig Verfolgung von ihren Familien und der Gesellschaft. Die Abkehr vom traditionellen Glauben der Gemeinschaft wird von dieser als Verrat angesehen. Konvertiten werden deshalb unter erheblichen Druck gesetzt, ihren neuen Glauben aufzugeben; sie werden beispielsweise verprügelt, ihr Besitz wird zerstört oder sie werden aus ihren Dörfern vertrieben.

Obwohl Pastor Dulal sagt, dass der Druck schwer zu ertragen sei, gibt er nicht auf. „Die Bibel lehrt uns, unseren Feinden zu vergeben und ihnen in Liebe zu begegnen“, sagt er. „Denn sie sagt, dass auch Gott langsam zum Zorn und groß an Gnade gegenüber seinen Feinden ist.“ Er ermutigt auch seine Gemeinde, diese Vergebung gegenüber ihren hinduistischen Nachbarn zu leben.

Bitte beten Sie für Pastor Dulal und seine Gemeinde:

  • Beten Sie, dass Gott Pastor Dulal und seine Familie tröstet und stärkt, damit sie ein Vorbild für Vergebung für ihre Gemeinde sein können.
  • Beten Sie für die Christen im Dorf, dass Jesus ihnen Geduld und Weisheit schenkt, wie sie ihren Verfolgern antworten sollen, wenn sie provoziert werden.
  • Beten Sie, dass Jesus in den Herzen der hinduistischen Dorfbewohner wirkt, damit diese Jesus als ihren Retter erkennen und annehmen.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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