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Indien: 14-jähriger Christ brutal ermordet

Immer wieder Gewalt gegen Christen trotz Corona-Lockdown

(Open Doors, Kelkheim) – In der Nacht vom 4. auf den 5. Juni wurde der 14-jährige Sombaru Madkami in Indien getötet. Die Tat ereignete sich im Bezirk Malkangiri, Bundesstaat Odisha. Bereits am 16. April überlebte im benachbarten Bundesstaat Jharkhand die Christin Neelam Purty einen Mordanschlag, bei dem sie angeschossen wurde. Die Taten sind ein Indiz dafür, dass die gewaltsame Verfolgung von Christen im Land auch während des Lockdowns anhält.

Sein Eifer für Jesus kostete den 14-jährigen Sombaru Madkamiwas das Leben
Sein Eifer für Jesus kostete den 14-jährigen Sombaru Madkami das Leben

Unruhe wegen Wachstum der Gemeinde

Am Abend des 4. Juni suchten einige Männer Sombaru zu Hause auf und überredeten ihn, sie zusammen mit noch zwei älteren Christen aus dem Dorf zu einem Treffen zu begleiten. Die Gruppe bestand neben einigen Dorfbewohnern aus ortsfremden Hindu-Extremisten. Einige von ihnen waren mit Stöcken, Messern und traditionellen Waffen ausgerüstet. Auf halbem Weg zu dem angeblichen Treffen gelang den beiden älteren Christen die Flucht, während die Männer Sombaru festhielten und ihn mit ihren Waffen brutal umbrachten. Anschließend verscharrten sie seinen Leichnam auf einem Hügel.

Da Sombarus verwitweter Vater sich am Abend der Tat nicht zu Hause aufhielt, meldete der zuständige Gemeindepastor Bijay am nächsten Morgen den jungen Mann bei der Polizei als vermisst. Die Beamten konnte daraufhin mehrere Verdächtige verhaften, die sich im Verhör zur Tat bekannten. Durch ihre Angaben konnte die Leiche geborgen und die Tat rekonstruiert werden.

Sombaru und sein Vater waren vor drei Jahren zum christlichen Glauben konvertiert und hatten sich aktiv am örtlichen Gemeindeleben beteiligt. Die Christen im Dorf waren in der Vergangenheit wiederholt Drohungen und Schikanen ausgesetzt. Pastor Bijay nannte den Ermordeten im Gespräch mit der Hilfsorganisation Persecution Relief einen hingegebenen Christen, der den Kindern und Jugendlichen im Dorf immer Geschichten aus der Bibel erzählt habe.

„Ihr habt eure Lektion nicht gelernt“

In der Ortschaft Sandih (Jharkhand) lebt Neelam Purty, deren Vater wegen seiner Tätigkeit als Pastor im Jahr 2015 ermordet wurde. Mutmaßlich dieselben Angreifer verübten am 16. April einen Mordanschlag auf die Christin. Sie wurde von einem Schuss am Oberschenkel verletzt. Nach Aussagen örtlicher Christen waren die Täter erzürnt über die fortgesetzten Gebetstreffen der Familie nach dem Tod des Pastors. Beim Eindringen in Neelams Haus am 16. April sagten sie nach Aussagen von Familienmitgliedern: „Der Pastor wurde getötet, aber ihr habt eure Lektion nicht gelernt. Ihr habt euch weiterhin in großer Zahl zu christlichen Gebeten versammelt. Wo ist die Frau, die als Spionin arbeitet?“

Auf dem Weltverfolgungsindex 2020 steht Indien an 10. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Quelle: Persecution Relief, International Christian Concern

Bitte beten Sie für die Christen in Indien:

  • Beten Sie für die Familien von Neelam und besonders von Sombaru, dass sie den Schock der Angriffe überwinden können und Gottes Trost erleben.
  • Beten Sie für alle Christen in Indien, die durch ihr Umfeld bedroht und schikaniert werden, dass sie in ihrem Glauben unerschütterlich sind und Gottes Schutz erfahren.
  • Beten Sie für die Angreifer, dass Jesus ihnen die Augen öffnet für die Bosheit ihrer Taten und das Angebot seiner Vergebung.
  • Beten Sie für alle Christen in Indien, die infolge der Corona-Krise in existenzielle Not geraten sind: dass Jesus sie versorgt und durch diese schwierige Zeit trägt.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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