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Irak: Noeh aus Karamles zu Besuch im Weißen Haus

US-Vizepräsident Mike Pence unterstreicht Wichtigkeit direkter Hilfe für Christen im Irak

(Open Doors, Kelkheim) – Der 12-jährige Noeh aus dem irakischen Karamles war in der vergangenen Woche als Botschafter für die Christen im Nahen Osten in den USA unterwegs. Nachdem er am 12. Dezember in New York die Open Doors-Petition „Hope for the Middle East” mit über 800.000 Unterschriften an UN-Vertreter überreicht hatte (Open Doors berichtete), traf er tags darauf in Washington ein. Hier wurde er von US-Vizepräsident Mike Pence empfangen.

Noeh im weißen Haus
Bild: Noeh bei dem Treffen mit Mike Pence, Vizepräsident der USA  (Quelle: twitter.com/VP/media)

Interesse und Anteilnahme bei Zusammenkünften

Pence veröffentlichte im Anschluss an das Treffen folgende Nachricht per Twitter: „12-jährigen Noeh aus dem Irak getroffen. Der IS hat sein Haus zerstört und er musste fliehen und alles zurücklassen. […] Das Schicksal von Noeh und Tausenden anderen wie ihm sind der Grund, warum der Präsident uns angewiesen hat, die Verfolgten unmittelbar zu unterstützen. Hilfe ist unterwegs!“ Noeh überreichte Mike Pence eine der Murmeln, die er in der Asche seines alten Zimmers gefunden hatte (hier im Video).

Noeh wurde bei seinem Besuch von seinem Vater Hathem, dem Geistlichen Pastor Behnam und Übersetzer Taher begleitet. Bereits in den Tagen vor der offiziellen Petitionsübergabe hatte das irakische „Botschafterteam“ gemeinsam mit Mitarbeitern von Open Doors Gelegenheit, UN-Vertreter von Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, dem Vatikan und weitere zu treffen. Bei all diesen Begegnungen wurde ausführlich die Lage der Christen im Nahen Osten erörtert sowie Möglichkeiten besprochen, ihre Zukunft in der Region zu sichern. Mitarbeiter von Open Doors äußerten sich positiv über das lebhafte Interesse; einige Gesprächspartner waren offenkundig tief bewegt von den persönlichen Berichten. František Ružička, Kabinettschef des Präsidenten der UN-Generalversammlung, bat Noeh darum, dem Präsidenten seine Erfahrungen in einem förmlichen Brief zu schildern. Auf diese Weise werde sichergestellt, dass sie bei den Entscheidungen der UN Beachtung fänden.

„Dass andere Christen sich Gedanken um uns machen, gibt uns viel Kraft“

64.000 Unterschriften kamen aus dem Irak selbst, wo man die Bemühungen in den fernen USA gespannt mitverfolgt. Pastor George aus Karakosch äußerte sich zur Bedeutung der Petition für die irakischen Christen so: „Sie ist für [uns] hier sehr wichtig; dass so viele andere Christen sich Gedanken um uns und unsere Zukunft machen, gibt uns viel Kraft. Zweitens stärkt diese Unterstützung durch andere Christen auch im politischen Bereich das Anliegen, unser Leben zu meistern und in unserem Land bleiben zu können.“

Weitere Informationen und Fotos von den Treffen finden Sie hier.

Quelle: Open Doors

 

Bitte beten Sie für die Christen im Irak und in Syrien:

Danken Sie Gott für die erlebte Offenheit bei UN-Vertretern und Politikern wie Mike Pence.

  • Beten Sie, dass aus Worten Taten werden und die Gespräche zu konkreten Veränderungen für die Christen im Nahen Osten führen.
  • Beten Sie, dass die Rückkehr der Christen und der Wiederaufbau in den ehemals besetzten Gebieten gute Fortschritte machen.
  • Beten Sie, dass die Christen aller Konfessionen dabei zusammenstehen, so dass das Evangelium von Jesus Christus im Nahen Osten wieder einen lebendigen Ausdruck findet.

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