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Kamerun

Kamerun: Boko Haram zerstört Kirchen bei Angriff

Kirchenleiter: „Wir sind es müde, immer davonzulaufen“

(Open Doors, Kelkheim) – Am späten Abend des 15. Januar brannten Kämpfer der islamistischen Boko Haram bei mehreren Überfällen im Norden Kameruns zwei Kirchen und Dutzende Privathäuser nieder. Vier Personen kamen in den Flammen ums Leben. Eine Lokalzeitung beziffert das Ausmaß der Zerstörung auf 93 Hütten, 20 Vorratsspeicher und 11 Motorräder.
 

Eines der in Brand gesetzten Häuser (links) und eine Union des Eglise Evangelique -Kirche (rechts).
Bild: Eines der in Brand gesetzten Häuser (links) und eine zerstörte Kirche der Union des Eglise Evangelique (rechts).

Christen und kirchliche Einrichtungen sind bevorzugte Ziele

Kamerun hat eine ca. 1600 km lange Grenze mit dem Nachbarland Nigeria, dem Ursprungsland von Boko Haram. Seit das nigerianische Militär jedoch härter gegen die Organisation vorgeht, führt sie verstärkt in Nachbarländern Überfälle auf die Bevölkerung durch. Bevorzugte Opfer sind Christen und christliche Einrichtungen (vgl. auch diesen Bericht). Ein lokaler Kirchenleiter beschreibt die hilflose Resignation der Betroffenen: „Wir hören den Angriff und es bedeutet uns fast nichts mehr. Wir haben versucht zu fliehen, aber manchmal sind wir es einfach müde, immer davonzulaufen.“

Lebensgrundlage bedroht

Bei den am 15. Januar zerstörten Kirchen handelt es sich um eine Kirche der Union des Eglises Evangéliques (UEEC) und eine katholische Kirche in Roum, Distrikt Mayo-Tsanaga im äußersten Norden Kameruns. Am selben Abend wurde auch eine kirchliche Krankenstation der UEEC angegriffen. Bei den Überfällen werden häufig Nahrungsmittel und Vieh geraubt, so dass die Lebensgrundlage der Menschen bedroht ist.

Bitte beten Sie für die Christen in Kamerun:

  • Beten Sie für die Angehörigen der Getöteten und für die Gemeinden, die ihre Kirchengebäude verloren haben.
  • Beten Sie um Schutz und Versorgung für alle Menschen in der betroffenen Region.
  • Beten Sie um Standhaftigkeit und einen festen Glauben für alle Christen, die in dem Gebiet leben und jederzeit mit neuen Übergriffen rechnen müssen.
  • Beten Sie, dass Jesus unter den Boko-Haram-Kämpfern wirkt, sie von ihren Plänen ablassen und ihn erkennen.

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