Persönliche Berichte

Myanmar: Gottes Liebe gesät, Schläge geerntet

Eine ganze Familie dient Jesus, erfährt Widerstand und erlebt Gottes Treue

(Open Doors, Kelkheim) – Seit Moses* zum Glauben an Jesus kam, hat er einen großen Wunsch: anderen Menschen das Evangelium weiterzugeben. Als eine Missionsorganisation ihm eine theologische Ausbildung ermöglichte, ging ein Traum in Erfüllung. Das Leben dieses Traums in einer völlig fremden Umgebung bringt für ihn und seine Familie große Herausforderungen mit sich. Doch Moses ist sicher: Jesus nachfolgen schließt Schwierigkeiten ein.

Trotz Widerstand und Verfolgung: Moses ist fest entschlossen auch weiterhin von Jesus zu sprechen
Trotz Widerstand und Verfolgung: Moses ist fest entschlossen, auch weiterhin von Jesus zu sprechen

Geister, Magie und Hexerei

Moses, seine Frau Naomi und ihre vier Kinder sind eine typische Familie aus einer der kleinen Stammesgesellschaften in Myanmar. Moses, ein einfacher Mann, ist von Beruf Zimmermann. Die Entscheidung für Jesus gab seinem Leben jedoch eine völlig neue Richtung: „Von diesem Augenblick an hatte ich den tiefen Wunsch, das Evangelium mit den Verlorenen zu teilen.“

Nach seiner theologischen Ausbildung zog er mit seiner Familie schließlich in eine Ortschaft, die bekannt war für ihre buddhistischen Feste und einen ausgeprägten Ahnenkult. Sie waren sicher, dass Gott sie hier haben wollte. Schnell merkten Moses und Naomi, worauf sie sich eingelassen hatten: „Die Menschen hier […] verehren alle Arten von Geistern und Dämonen, und sie praktizieren auch Hexerei. Sie setzen Hexerei gegen uns ein, und sie planen magische Dinge, um uns zu schaden. Aber wir beten jeden Tag und beanspruchen immer wieder den Sieg im Namen Jesu.“ Moses und Naomi bitten täglich um Kraft, Führung und Hilfe durch den Heiligen Geist. Sie beten für die Sicherheit ihrer Familie und für Gottes Gnade und Versorgung in den täglichen Bedürfnissen.

Die Verfolgung nimmt zu

Trotz aller Hindernisse begann die Familie, in ihrem neuen Umfeld Wurzeln zu schlagen. Die beiden jüngeren Kinder besuchten die Dorfschule. Moses begann, mit den Dorfbewohnern zu sprechen, und besucht regelmäßig die Teestände, an denen sich die Einheimischen in ihrer Freizeit treffen. Er lädt sie auch zu Geburtstagsfeiern und Weihnachtsfeiern ein, um bei dieser Gelegenheit das Evangelium zu verkünden. Sonntags organisieren Moses und seine Familie einen Gottesdienst in einem kleinen Saal neben ihrem Haus. Aber das gefällt nicht allen. „Während des Gottesdienstes schalten unsere Nachbarn gern ihren Fernseher ein und stellen ihn so laut wie möglich.“

Als Moses den Dorfbewohnern weiterhin das Evangelium erzählte, nahm die Verfolgung, der sie ausgesetzt waren, zu. Das Motorrad von Moses wurde dreimal von einem der Dorfbewohner beschädigt. Sein ältester Sohn wurde auf der Straße in einen Hinterhalt gelockt und verprügelt.

Eines Tages verkündete Moses das Evangelium am Teestand, als auch er verprügelt wurde. „Ich stand dort an der Ecke und erzählte das Evangelium, und währenddessen kam ein Mann zu mir und schlug mich, so dass ich hinfiel. Alle schauten zu. Niemand half mir, also rappelte ich mich wieder auf und ging zurück nach Hause. Ich verlor einige meiner Zähne.“ Der Vorfall schockierte ihn. Naomi war noch erschütterter und sehr besorgt um ihren Mann.

Nachfolge und Kreuz: „Das ist unser Motto“

Doch immer, wenn Moses Verfolgung erlebte, ermutigte Naomi ihn, und sie erinnerte ihn daran, dass sie als Missionare mit solchen Härten rechnen mussten. „Jesus sagte: ‚Nehmt euer Kreuz auf euch und folgt mir nach‘. Das ist auch unser Motto“, sagt Moses bestimmt und lächelt dabei.

Trotz des Widerstands, mit dem Moses und Naomi konfrontiert waren, begannen einige Dorfbewohner, auf ihre Einladung zu Sonntagsgottesdiensten zu reagieren. Moses' Kinder brachten ihre Freunde zum Musikunterricht mit und sprachen dabei mit ihnen über das Evangelium. Eine kleine Hauskirche entstand.

Über die Dorfbewohner, die ihn verfolgen, sagt Moses: „Ich bete für diese Personen: ‚Herr, bitte ändere ihr Leben und lass sie meine Freunde werden. Bitte vergib ihnen ihre Sünden.‘“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Moses’ Familie und die Christen in Myanmar:

  • Danken Sie für Moses, Naomi und ihre Kinder, die mit solcher Hingabe das Evangelium weitergeben.
  • Beten Sie mit ihnen um täglich neue Kraft, Führung und Hilfe durch den Heiligen Geist.
  • Beten Sie für alle Christen in Myanmar um Schutz und Stärkung in ihrem Glauben, so dass sie ähnlich wie Moses und Naomi der Verfolgung standhalten und das Evangelium weitergeben können.
  • Beten Sie, dass Jesus seine Gemeinde in Myanmar weiterbaut und dieses Land dadurch Frieden und Erneuerung erlebt.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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