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Syrien: „Ich fühle mich sehr gedrängt, zu bleiben“

Pastor Simon* erlebt, wie Gott mächtig wirkt, doch auch die Nöte sind groß

(Open Doors, Kelkheim) – Gehen oder bleiben? Pastor Simon, der im Süden Syriens drei Gemeinden betreut, ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, seine Frau und die drei Mädchen in Sicherheit zu bringen, und der Verantwortung gegenüber seiner Gemeinde und den Menschen im Land. In den vergangenen Jahren haben viele Muslime und Drusen zum Glauben an Jesus gefunden. Dabei droht den Drusen ebenfalls Verfolgung durch ihre Angehörigen. Simon berichtet von einer Frau, die nur knapp einem Mordanschlag entging. Er sucht derzeit nach einem sichereren Ort für diese Familie.

 

Zerstörte Straße in Aleppo
Bild: Zerstörte Straße in Aleppo

Auch für Simon selbst ist die Lage gefährlich und er sorgt sich um seine Familie. Wegen der häufigen Entführungen fährt er seine Töchter mit dem Auto zur Schule. Durch den Krieg ist das schulische Niveau allerdings stark gesunken. Auch die medizinische Versorgung ist schlechter geworden, da die guten Ärzte die Gegend verlassen haben.

„Wenn ich Menschen im Leid treffe, sehe ich, dass es wichtig ist, dass ich bleibe“

Warum ist Pastor Simon trotzdem noch in Syrien? „Ich sage dem Herrn manchmal, dass nun genug ist und dass ich das Land verlassen will. Meist wende ich mich danach wieder meinem Dienst zu und erlebe dabei Freude, obwohl ich auch Furcht habe. Ich bin keine mutige Person. Wenn ich Schmerzen habe, rufe ich zu Gott.“ Zu hören, dass Christen auf der ganzen Welt für Syrien beten, macht ihm Mut. „Gott hat alles unter Kontrolle. Manchmal ist das verborgen, und wir sehen sein Wirken nicht. Einmal werden wir verstehen, dass er die ganze Zeit da war.“

Der Pastor ist sehr ermutigt durch die Unterstützung der Christen weltweit, die seine Gemeinde durch Open Doors erhält. „Als die Krise begann, hatten wir etwa 900 christliche Familien in der Stadt, nur 310 sind geblieben. Die aber unterstützen wir mit den Mitteln, die ihr uns gebt. Die Essenspakete machen einen Riesenunterschied und sorgen praktisch dafür, dass sie bleiben können.“ Es gibt Unterstützung auch in anderer Form. „Im Sommer 2016 habt ihr uns geholfen, teilweise zerstörte Häuser von Christen wieder aufzubauen, auch eine katholische Kirche. Weil wir, die wir Protestanten sind, das getan haben, sind wichtige Brücken zwischen den Kirchen entstanden. Es gibt auch andere Organisationen, die beim Wiederaufbau helfen, aber es gab keine Organisation, die den Christen half.“

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Syrien stellen!

  • Danken Sie für Christen in Syrien wie Pastor Simon, die trotz großer Gefahr im Land bleiben, um Jesus zu dienen.
  • Danken Sie, dass in den letzten Jahren so viele Muslime zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben.
  • Bitte beten Sie um Frieden und Schutz für Pastor Simons Familie und die anderen syrischen Christen.

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