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Nordafrika

Nordafrika: Gemeinde bauen trotz Furcht

(Open Doors, Kelkheim) – Muslih* und Fadila* leben mit ihrem Sohn Hunderte von Kilometern entfernt von der nächsten Stadt. Das war nicht immer so. Vor einiger Zeit fragte ihr Pastor sie, ob sie bereit wären, an diesem Ort Gemeinde zu bauen. Daraufhin suchten die beiden Gottes Führung im Gebet. Sie wussten, dass Schwierigkeiten und Feindseligkeiten auf sie warten würden. Doch in ihren Herzen verspürten sie, dass Gott die Anfrage des Pastors bestätigte. Also zogen sie mit ihrem Sohn an diesen Ort am Rand der Sahara, einen Ort ohne Kirche.

Nordafrika
Symbolbild

„Papa, warum werfen sie Steine nach uns?“

Die kleine Familie erlebte bald wütenden Widerstand gegen sich. Christen waren nicht willkommen. Sie wurden mit Steinen beworfen. Es gab Brandanschläge auf ihr Wohnhaus und auf das Gebäude, in dem sie sich mit einigen anderen Christen zum Gebet und zum Gottesdienst trafen. Einmal wurde Fadila, Muslihs Frau, auf offener Straße zusammengeschlagen. Sie musste mehrere Tage ins Krankenhaus.

Kürzlich wollte Muslih mit seinem Sohn ein Eis essen gehen. Der hatte sich schon riesig darauf gefreut. Sie erreichten die Eisdiele jedoch nicht, da sie unterwegs mit Steinen beworfen wurden. „Papa, warum werfen sie Steine nach uns?“, fragte Simon* zuhause. Der Vater gab ihm eine kalte Limonade und antwortete: „Die Menschen hier in der Stadt haben eine andere Religion und mögen es nicht, dass wir Jesus nachfolgen.“ Die Mutter kam dazu und tröstete Simon: „Wir werden nächste Woche ein Eis essen gehen. Jetzt aber lass uns für die Menschen beten.“

Die Eltern haben es sich zur Gewohnheit gemacht, bei jedem derartigen Vorfall gemeinsam mit ihrem Sohn zu beten. Er soll lernen, in solchen Situationen Zuflucht bei Gott zu finden. Sie beten. Sogar der kleine Junge bittet, dass Gott den Steinewerfern vergibt. Und er vergibt. Muslih und Fadila beten auch für die Mitglieder ihrer Jüngerschaftsgruppe, die sich noch am selben Abend in ihrem Haus treffen wird. Heute werden sie über Gnade sprechen. Muslih zeigt sich zuversichtlich: „Zu wissen, dass Gott uns hierher berufen hat, hilft mir sehr. Besonders in Anbetracht der Intoleranz und der Aggressivität mancher Menschen hier. Manchmal haben wir Angst, aber Jesus ist immer bei uns.“

Open Doors unterstützt verfolgte Christen in Algerien, Marokko, Libyen und Tunesien durch Partnerorganisationen mit Schulungen und umfangreichen Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekten. Bitte beten Sie für die Christen im Norden Afrikas.

*Name geändert

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

 

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