Weltverfolgungsindex 2026: Platz 10. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Iran verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
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Iran: 9 Jahre Haft wegen seines Glaubens
Im Juni 2024 verhaftet – nun erhalten Morteza und weitere christliche Konvertiten ihr Gerichtsurteil
(Open Doors, Kelkheim) – Im Iran werden immer wieder Christen muslimischer Herkunft unter dem Vorwurf, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben, zu langen Haftstrafen verurteilt. Open Doors berichtete erst im September dieses Jahres über die Diffamierung durch staatliche Medien und zunehmende Verhaftungen von Christen im Iran. Der Menschenrechtsorganisation Article 18 zufolge wurde nun der christliche Konvertit Morteza „Calvin“ Faghanpour Sassi am 4. November gezwungen, eine neunjährige Haftstrafe anzutreten – nicht wegen eines Gewaltverbrechens, sondern weil er Jesus nachfolgt und im Iran offen über seinen christlichen Glauben sprach.
Verhaftet für den Glauben an Jesus
Morteza ist einer von mindestens sieben christlichen Konvertiten, die im Juni 2024 von iranischen Behörden verhaftet wurden. Sie nahmen ihn an seinem Arbeitsplatz fest, durchsuchten sein Haus und beschlagnahmten seine Bibel und christliche Literatur, sein Mobiltelefon sowie das Kreuz an seiner Wand. Die Anklagepunkte gegen Morteza umfassten die angebliche „illegale Verbreitung christlicher Literatur“, seine Teilnahme an christlichen Kursen und Gottesdiensten im Internet sowie das Posten einer Karikatur in den sozialen Medien, die als Beleidigung des Obersten Führers des Iran aufgefasst wurde. Anhaltspunkte für die Anklage waren insbesondere Mortezas Online-Beiträge, sein Studium der christlichen Theologie sowie sein öffentliches Bekenntnis zum christlichen Glauben. Vorwürfe dieser Art werden in Prozessen gegen christliche Konvertiten häufig als „Propaganda gegen den Islam“ ausgelegt.
Folter und Einzelhaft
Morteza wurde während seiner sechs Monate langen Untersuchungshaft im Teheraner Evin-Gefängnis gefoltert und in Einzelhaft festgehalten. Der zuständige Richter verurteilte Morteza auf der Grundlage von Artikeln des Islamischen Strafgesetzbuchs schließlich zu neun Jahren Haft. Die der Verurteilung zugrunde liegenden Artikel werden häufig zur Verfolgung religiöser Minderheiten, insbesondere christlicher Konvertiten, missbraucht. Die anderen mit Morteza verhafteten Christen erhielten ähnliche Strafen. Zudem wird berichtet, dass einige Christen während des Prozesses unter Druck gesetzt wurden, ihren Glauben im Austausch für ein nachsichtiges Urteil zu widerrufen. Die Aussicht auf eine derart lange Haftstrafe ist sowohl für die Verurteilten als auch für ihre Angehörigen und andere Christen im Iran eine große Belastung – sie brauchen unser Gebet.
Bitte beten Sie für die verfolgten Christen im Iran:
- Beten Sie für inhaftierte Konvertiten wie Morteza, dass Gott ihre physischen und seelischen Wunden heilt und ihnen Kraft schenkt.
- Beten Sie für die Verfolger, dass Gott ihnen begegnet und sie zur Umkehr bewegt.
- Beten Sie für die Kirche im Iran, dass Christen trotz Angst und Unterdrückung standhaft im Glauben an Jesus bleiben.
- Beten Sie um Veränderung in der Politik, sodass die Gesetze, auf deren Grundlage Christen bestraft werden, aufgehoben oder reformiert werden.
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Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!