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Äthiopien: Junge Christen unter Druck, zum Islam zu konvertieren

Arbeitsplätze mancherorts nur für Muslime

(Open Doors, Kelkheim) – In Teilen Äthiopiens werden junge Christen heftig umworben, sich von ihrem Glauben ab- und dem Islam zuzuwenden. Als „Belohnung“ winken Arbeitsstellen und Bildungsmöglichkeiten – in dem von hoher Arbeitslosigkeit geplagten Land ein verlockendes Angebot. Christen aus armen Verhältnissen sind offenbar besonders häufig betroffen.
 

Symbolbild
Bild: Junge Christin im Gebet auf einer Jugendkonferenz

„Wenn du einen Job willst, musst du so leben“

Der britische Zweig des Hilfswerkes Kirche in Not veröffentlichte am vergangenen Freitag Auszüge eines Interviews mit einem äthiopischen Kirchenleiter, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. Darin beschreibt er, wie muslimische Arbeitgeber gerade jüngere Christen in seinem Land umwerben: „Man sagt ihnen: ‚Wenn du einen Job haben willst, musst du so leben‘... Hunderte oder sogar Tausende junger Menschen warten an den Kreuzungen von Städten und Dörfern in der Hoffnung, irgendwo Arbeit zu finden“. Dabei bezog er sich auf eine Diözese, in der Muslime die Marmor- und Goldminen besitzen und die verfügbaren Arbeitsplätze ausschließlich an Muslime vergeben würden.

Fördergelder aus Saudi-Arabien gefährden friedliches Miteinander

Der Kirchenleiter zeigt sich besorgt darüber, dass mithilfe von Geldern aus Saudi-Arabien zahlreiche neue Moscheen in Gebieten gebaut werden, in denen man nur sehr schwer Baugenehmigungen zur Errichtung neuer Kirchen erlangen könne. Dadurch sieht er die lange Tradition des friedlichen Zusammenlebens von Muslimen und Christen in Äthiopien gefährdet und blickt sorgenvoll in Richtung Ägypten und anderer Länder, die einen zunehmenden Einfluss ausländischer islamischer Hardliner erlebt hätten.

Open Doors beobachtet bereits seit langem verstärkte Anstrengungen islamischer Länder, den Islam in Afrika auszubreiten. Dabei werden beträchtliche Summen in die Gründung von Religionsschulen investiert. Direkthilfe für Bedürftige wird an die Bedingung geknüpft, zum Islam überzutreten. Neben dem Engagement Saudi-Arabiens greift auch der wachsende extremistische Islam in den Nachbarländern Somalia und Sudan auf Äthiopien über. Knapp 60% der Bevölkerung sind Christen, etwa 35% sind Muslime (Stand: April 2017, Quelle: World Christian Database).

Bitte beten Sie für die Christen in Äthiopien:

  • Beten Sie für die jungen Christen auf der Suche nach Bildung und Arbeit, dass Jesus ihnen Perspektiven eröffnet.
  • Beten Sie, dass die jungen Christen fest im Glauben stehen.
  • Beten Sie für die seit April 2018 an der Macht stehende Regierung von Ministerpräsident Abiy Ahmed, der zahlreiche Reformen eingeleitet hat – dass sie die Glaubensfreiheit und damit auch die Christen schützt.

 

Hinweis: Wie feiern verfolgte Christen Weihnachten? Können sie Jesu Geburt überhaupt feiern? In der Videoreihe „Secret Christmas“ erzählen Christen aus Ländern wie Syrien, dem Iran oder den Palästinensergebieten davon. Nutzen Sie diese Videos, um in Ihren Adventsgottesdiensten für verfolgte Christen zu beten! Jeweils ab Dienstag vor den Adventssonntagen finden Sie ein neues Video und Gebetsanliegen auf www.opendoors.de/secretchristmas zum Download – und bereits jetzt ein Vorabvideo über den Irak.

 

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